

„Ohne biologische Vielfalt hat der Mensch ein Problem. Deshalb bleibt nur eins: ein grundlegender Wandel in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“ (Neue Zürcher Zeitung)
Großflächig wird KARATE FORST flüssig über Brandenburgs Wäldern versprüht – aber das ist ja laut Aussage des zuständigen Ministers Vogelsänger ein fachliches Thema und kein politisches. In Bayern werden - ebenfalls per Hubschrauber - 1.600 Hektar Eichenwäldern vergiftet (sueddeutsche.de). Auch in Teilen Niedersachsens kreisen die Hubschrauber über den Wäldern. Leider alles keine Einzelfälle.
Dazu kommen Pestizide und Insektizide in der konventionellen Agrarwirtschaft und generell zu viel Gülle auf Wiesen und Äckern. Dummerweise halten sich Pestizide & Co. zudem nicht an Grundstücksgrenzen (BR Mediathek). Und zu allem Überfluss kommt allerorten noch die Belastung durch Mikroplastik hinzu (sueddeutsche.de)
„Die Giftbelastung auf deutschen Ackerflächen nimmt seit Jahren zu, nicht ab.“ (MONITOR vom 02.05.2019) In den Wäldern wahrscheinlich auch, nur hat es da wohl noch keiner untersucht.
Dies alles hat verheerende Folgen für die Artenvielfalt. Seitens der Politik und der Behörden werden diese Gifteinsätze zu oft als notwendige Maßnahmen bezeichnet - als gute fachliche Praxis, für die es keine Alternativen gäbe. Naturschutzgesetze werden aufgeweicht bzw. immer wieder ausgehebelt (ganz aktueller Fall: der eigentlich streng geschützte Wolf darf wieder abgeschossen werden!). Diese politischen Entscheidungen und Nicht-Entscheidungen bedrohen unsere Gesundheit und unsere Umwelt!
Falls ihr also noch nicht wissen solltet, welcher Partei ihr am Sonntag eure Stimme gebt, dann macht eure Entscheidung doch vom Einsatz der Politiker und Politikerinnen für Umwelt- und Naturschutz abhängig. Machen wir gemeinsam Druck, damit die Politiker endlich in die Puschen kommen! Die Europäische Union, ihre Gesetzgebung und auch die künftige Europäische Agrarpolitik sind viel zu wichtig für uns, um sie einfach Lobbyisten zu überlassen. Wählen wir also politische Vertreter, die denen genau auf die Finger schauen.
Ihr wollt auch für eure Kinder noch sauberes Wasser, Artenvielfalt und gute Luftqualität? Dann nutzt eure Stimme bei der Europawahl am 26.5.!
Der Deutsche Naturschutzring stellt dankenswerter Weise etliche Informationen zur Europawahl zur Verfügung. Hier findet ihr Wahlprüfsteine sowie ein Klimaranking. Und beim Umweltcheck könnt ihr die (bisherigen) Europaabgeordneten hinsichtlich ihres Einsatzes für Natur- und Umweltschutz überprüfen.
Also Kreuzchen machen am Sonntag! #natürlichEuropa
PS: Aufgeben ist keine Option! Wer das tut, hat schon verloren.