
Für Montag, den 14. Juni 2021 hatte die Stadt kurzfristig zu einer Informationsveranstaltung in den VIP-Bereich des Holstein-Stadions eingeladen.
Interessierte mussten sich vorab per Email unter Angabe ihrer Kontaktdaten (Postadresse und Telefonnummer) verbindlich anmelden. Zudem gab es einen Anmeldeschluss und die Vorlage eines aktuellen negativen Coronatests (oder Nachweis über Impfung bzw. Genesung) war ebenfalls Bedingung, um an diesem Abend teilzunehmen.
Ungefähr 100 Bürger*innen haben diese Hürden dankenswerter Weise überwunden und Fragen gestellt, Bedenken geäußert und auch Ideen zu dem Thema eingebracht. Natürlich haben sich auch Mitglieder unserer BI zu Wort gemeldet.
Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung im Bauleitverfahren wurde über den Bebauungsplan Nr. 1014 "Holsteinstadion" informiert:
Dieser soll den Sportstandort Holsteinstadion sichern, die Belastungen der Wohnbevölkerung durch Lärmimmissionen reduzieren sowie die Stellplatzproblematik durch ergänzende Stellplatzflächen lösen.
Diesen vorangegangen Absatz sollten sich alle noch ein zweites Mal durchlesen.
Ja, so steht es tatsächlich auch auf der Website der Stadt Kiel -> hier
Unser Oberbürgermeister hat während dieser Veranstaltung sogar noch die folgende Aussage gemacht, an der sich jedes weitere Vorgehen zu diesem Bauprojekt messen lassen muss: "Wir wollen die Belastung für die Anwohner im Zweifel geringer haben als heute."
Wie ernst er es damit meint, wird sich noch herausstellen müssen. Denn mit Blick auf die vorgestellten Ausbauplänen fehlt uns dann doch die Vorstellungskraft, wie für unsere Stadtteile irgendetwas geringer ausfallen wird - außer vielleicht die Anzahl der Schrebergärten und/oder der Wald-/Grünflächenbestand.
Damit die vorgestellten Pläne noch modifiziert werden, müssen sich viele Menschen einbringen!
Bis Freitag, den 25. Juni ist es möglich den Vorentwurf zum Bebauungsplan hier oder direkt im Rathaus anzusehen.
Fragen/Anregungen/Bedenken - aber vor allem Ideen - müssen jedoch auf jeden Fall schriftlich eingereicht werden.
Auf unsere Nachfrage wurde mitgeteilt, dass die Einsendung auch per Email erlaubt ist: stadtplanungsamt@kiel.de
Helft mit - damit unsere Stadt ihren eigenen Ansprüchen in Sachen Klimaschutz gerade bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung gerecht wird!