Ausbau des Holstein-Stadions in Kiel verhindern!

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Die Stadt Kiel und der Verein Holstein Kiel planen einen überdimensionierten Ausbau des Stadions. Ein Projekt, das ausschließlich der Gewinnmaximierung des Vereins dient und mit Hilfe von Steuergeldern umgesetzt werden soll!

Erhöhung der Zuschauerkapazitäten auf 25.000 Plätze
Neubau der Haupttribüne mit Eventbereich für 3.600 Gäste
Neubau eines Parkhauses mit 1.200 Plätzen

Die Verantwortlichen vergessen dabei, wieder einmal, die Bürgerinnen und Bürger in den besonders betroffenen Stadtteilen, denn diese Pläne bringen dort nur Nachteile: Mehr Verkehr, mehr Lärm & Müll ‒ das wollen wir nicht zulassen!


Mit dem Neubau der Tribünen, die mit einer Höhe von bis zu 26 Metern geplant sind, sollen die Zuschauerkapazitäten auf 25.000 Fans erhöht werden. Ein zusätzlicher Eventbereich soll Veranstaltungen mit bis zu 3.600 Teilnehmern ermöglichen. 
➤  Noch mehr Lärm und Müll durch noch mehr Besucher, nicht nur an Spieltagen!

Durch das geplante 8-stöckige und 20 m hohe Parkhaus mit ca. 1.200 Plätzen würde noch mehr Verkehr in und durch die Stadtteile geleitet. Zudem sollen für die Zufahrt weitere Schrebergärten im Kieler Stadtgebiet vernichtet und Lebensraum vieler Tierarten zerstört werden!
➤  Noch weniger Grünflächen, dafür noch mehr CO2-Ausstoß durch Verkehrschaos vor der Haustür!

Wie passt das alles zu der zukunftsweisenden ‚Green City‘-Stadtplanung, der damit verbundenen, geplanten Verkehrswende und dem ausgerufenen Klimanotstand der Stadt Kiel?

Die Stadt Kiel, vertreten durch die Stadtbaurätin Doris Grondke, hat die Stadionerweiterung bei der Informationsveranstaltung für Anwohnerinnen und Anwohner bereits als Prestigeobjekt angepriesen, für das man Verständnis aufbringen und „an die Strahlkraft so eines Vorhabens über die Grenzen Kiels hinaus“ denken sollte. 

Wer denkt an die Nachteile für die Kieler Bürgerinnen und Bürger?

Es sollen erneut Schrebergärten im Kieler Stadtgebiet weichen:
Die Kündigungen für die betroffenen Schrebergärten sollen bereits Anfang 2021 ausgesprochen werden und Ende 2021 wirksam werden.

Es sollen massiv Grünflächen vernichtet werden: 
Es ist dokumentiert, dass in dem Waldstück Rehe, Feldhasen, Graureiher und viele andere schützenswerte Tierarten (Fledermäuse) leben. Der Lebensraum der Tiere soll für den Stadionausbau massiv eingeschränkt, wenn nicht gänzlich vernichtet werden. Zudem hat der Wald für dortige Anwohner auch eine Lärmschutzfunktion gegenüber der B503.

Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung gibt es zur Zeit keinen Bebauungsplan noch eine Baugenehmigung. 
Aktuell werden aber schon Vorarbeiten für die Stadionerweiterung geleistet.
Der Kampfmittelräumdienst überprüft den Boden, es werden Vermessungsarbeiten durchgeführt und Bodenproben entnommen. Denn mit der Herstellung der Baustraße kann ohne eine vorliegende Baugenehmigung für das gesamte Projekt begonnen werden. 
Das heißt, hier werden bereits Fakten geschaffen!

Es ist Eile geboten: Helfen Sie mit, den Stadionausbau zu verhindern!

Bürgerinitiative "Nein zum Stadionausbau"

Quellen:
Informationsveranstaltung für Anwohner am 30.09.2020
KN vom 01.10.2020