
März 2024 (Fortsetzung):
Papst Franziskus empfiehlt der Ukraine, ohne sie ausdrücklich zu erwähnen, zu kapitulieren: Er sagt: "Es erfordert Mut, die weiße Fahne zu schwenken". Selenskij reagiert unwillig.
Die Regierung der Russischen Föderation wirft der ukrainischen Regierung vor, in einen von tadschikischen Mitgliedern der Terrororganisation Daesh ("Islamischer Staat") verübten Anschlag auf ein Rockkonzert verwickelt zu sein. Selenskij bestreitet das. Während die Regierungen vieler Länder, darunter auch Deutschlands, den Anschlag verurteilen, tut die ukrainische das nicht. Auch Selenskij tut das nicht.
Die (international nicht anerkannte) transnistrische Regierung meldet einen Drohnenangriff aus der Region Odessa auf eine Militärstation in Transnistrien. Selenskij schweigt dazu. Die ukrainische Regierung wirft der Regierung der Russischen Föderation vor, den Vorfall inszeniert zu haben.
April 2024:
Selenskij behauptet nun, die ukrainische Armee brauche doch keine 500.000 neuen Rekruten. Wenige Tage später wird bekannt, dass das ukrainische Parlament beabsichtigt, verurteilte Straftäter zum Kriegsdienst zu zwingen.
Laut Tagesschau hat der ukrainische Geheimdienst SBU versucht, einen Journalisten namens J. Schulhat, der über Korruption in der Ukraine recherchiert, in die ukrainische Armee einziehen zu lassen, was nach Ansicht einer Medienforscherin in Kiew namens K. Djatschuk Methode habe; die Medienforscherin erinnert daran, dass einige Monate zuvor eine Anti-Korruptions-Plattform namens Bihus.info vom SBU bespitzelt wurde.
Selenskyj unterzeichnet ein Gesetz, mit dem das Einberufungsalter von Männern von 27 auf 25 Jahre herabgesetzt wird. Laut der britischen Zeitung The Guardian können von nun an Wehrdienstverweigerer ihre Führerscheine verlieren, ihre Bankkonten können eingefroren und ihr Eigentum kann beschlagnahmt werden.
Der Kommandeur des Asow-Bataillons fordert die Aufhebung des von der US-Regierung gegen das Asow-Bataillon eingerichteten Waffenembargos. Er führt die von den Vereinten Nationen, von Amnesty International und Human Rights Watch 2016 erhobenen Vorwürfe, das Asow-Bataillon begehe Verbrechen gegen die Menschlichkeit, auf den Einfluss von Propaganda der Russischen Föderation zurück. Selenskyj schweigt dazu.
Mai 2024:
Der stellvertretende Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes W. Skibitskij sagt der britischen Zeitung Telegraph, dass es für die Ukraine "keinen Weg gibt, auf dem Schlachtfeld allein zu gewinnen". Selenskij schweigt dazu.
Der ukrainische Vizeregierungschef O. Kubrakow, der sich gegen Korruption stark gemacht hat, wird vom ukrainischen Parlament entlassen. Selenskij schweigt dazu. Die deutsche (Bundes-)Ministerin für Entwicklung, die nach Kiew gereist ist und gehofft hat, Kubrakow zu treffen, ist überrascht und bedauert die Entlassung.
In der Region Belgorod wird ein Wohnhaus durch eine Bomben-Explosion zerstört. Laut Behörden der Russischen Föderation wird dabei eine Anzahl Zivilisten getötet. Selenskij schweigt dazu.
Die Tagesschau-Journalistin R. Barth berichtet aus Kiew (https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-mobilisierungsgesetz-100.html): "Fest steht nur: Die ukrainische Armee benötigt neue Rekruten und nur noch wenige Menschen sind bereit, sich freiwillig für den Dienst in der Armee zu melden." Selenskij schweigt dazu.
In Simferopol auf der Krim werden nach Angaben des Regierungschefs der Krim S. Aksjonow zwei Fußgänger bei einem Raketenangriff aus der Ukraine getötet. Selenskij schweigt dazu.
Laut der Zeitung Bild werden mit einem Patriot-Flugabwehrsystem Hubschrauber und Kampfjets der Russischen Föderation über dem Staatsgebiet der Russischen Föderation abgeschossen; das Patriot-Flugabwehrsystem ist von Deutschland geliefert unter der Bedingung, dass es nicht für Abschüsse über Staatsgebiet der Russischen Föderation eingesetzt werden darf; die Regierungen der USA und Deutschlands reagieren hinter den Kulissen - mit Telefonanrufen - wütend. Über die Reaktion von Selenskij wird in den Medien nichts berichtet.
Die Präsident der Russischen Föderation W. Putin erklärt sich zur Wiederaufnahme der im März 2022 geführten Friedensgesprächen bereit. Die Regierungen der NATO-Länder, die NATO und Selenskij schweigen dazu.
Die ukrainische Armee versucht, Frühwarn-Radaranlagen der Russischen Föderation, die dem Schutz vor mit Atombomben-Sprengköpfen versehenen Mittelstrecken- und Interkontinental-Raketen dienen, mit Drohnen zu zerstören. Dadurch wird die Gefahr eines Atomkriegs erhöht. Laut der Zeitung Ukrainska Prawda gelingt es der ukrainischen Armee, eine dieser Anlagen mit einer Drohne zu beschädigen. Selenskij schweigt dazu. Russische Medien berichten, die Drohne sei abgestürzt.