

Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, unterstützt unsere Petition für einen Coronazuschlag! Bereits im März hatte das Deutsche Kinderhilfswerk 100 Euro zusätzlich zum Regelsatz für bedürftige Kinder und Jugendliche gefordert.
Kinder aus armen Familien sind in besonderer Weise Leidtragende des gegenwärtigen Corona-Shutdowns. Daran ändern auch die ersten Lockerungen der Kontaktsperre wenig. Für die meisten Kinder wird es noch lange dauern, bis sie wieder die ihnen eigentlich zustehenden Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket in Anspruch nehmen können und zum Beispiel in den Genuss von kostenfreiem Mittagessen in Schule, Kindergarten oder Krippe kommen werden.
Der Hartz-IV-Regelsatz reicht für eine gesunde und ausgewogene Ernährung von Kindern nachweislich nicht aus. Dass die meisten Tafeln aktuell wegen der Ansteckungsgefahr immer noch geschlossen oder nur im Notbetrieb tätig sind, verschärft die Situation.
Holger Hofmann weist zudem auf die Schwierigkeiten armer Kinder hin, am digitalen Heimunterricht teilzunehmen: "Es mangelt an der Ausstattung, um Zuhause gut lernen zu können. Dazu zählen Computer, Drucker und Schreibtische.“ Die Coronakrise verschärft das Problem, dass ein Teil der Kinder in diesem Land schon in frühen Lebensjahren sozial abgehängt wird. Ein Corona-Zuschlag wäre nur eine erste, aber notwendige Gegenmaßnahme.