

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder haben jetzt eine Fortsetzung der Kontaktsperren bis mindestens 3. Mai beschlossen. Der Corona-Lockdown geht also mit Mini-Lockerungen grundsätzlich weiter. Aber direkte finanzielle Hilfen für Bedürftige in der Krise bleiben immer noch aus!
Da die Grundsicherung in Deutschland zu knapp ist, versuchen soziale Einrichtungen armen Menschen auf neuen Wegen "kontaktarm" das Nötigste zum Leben bereitzustellen. Das soziale Engagement bleibt jedoch in diesen Zeiten ein riskantes Unterfangen mit hoher Ansteckungsgefahr. Nach Angaben des Bundesverbandes der Tafeln sind rund 90 Prozent seiner 60.000 Ehrenamtlichen sowie über ein Viertel der Tafel-Kundinnen und -Kunden höheren Alters und benötigen besonderen Schutz vor dem Coronavirus.
Der Paritätische Bezirksverband Oberbayern unterstützt in dieser Situation unsere Petition für einen Coronazuschlag! Karin Majewski, Geschäftsführerein des Verbandes, fordert umgehende finanzielle Hilfe, die die Betroffenen direkt erreicht. Auch der Paritätische Gesamtverband forderte bereits im März "einen Zuschlag von 100 Euro pro Monat auf die derzeit viel zu niedrigen Regelsätze".
Die persönliche Hilfe von Mensch zu Mensch hat einen hohen Wert. Das Existenzminimum kann aber nur die staatliche Grundsicherung und nicht die Zivilgesellschaft garantieren. Das gilt auch und gerade in dieser gefährlichen Pandemie. Die Bundesregierung muss dieses Problem in einem weiteren "Sozialschutz-Paket" dringend angehen!