Petition updateHerr Minister Dobrindt, setzen Sie die Istanbul-Konvention endlich um #saveXX121 BRUTAL GETÖTETE MÄDCHEN UND FRAUEN IN 2019 (*) – WIE VIELE NOCH?
Professor Dr. Kristina WolffGermany
Sep 21, 2019

@BMFSFJ #giffey @BMJV #lambrecht @BMI #seehofer @BMG #spahn: AM 07. Februar 2018 IM KOALITIONSVERTRAG FIXIERT „Wir werden die Verpflichtungen aus der Istanbul-Konvention umsetzen und dazu ein Aktionsprogramm zur Prävention und Unterstützung von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern auflegen und die Hilfestrukturen verbessern.“ (**)

ERGEBINS? KEINS!

Das stete Frauenschlachten wird in Deutschland politisch gebilligt fortgesetzt:

18. September 2019 in Regensburg: Zu einem Brand in der Regensburger Altstadt bringt das Obduktionsergebnis traurige Gewissheit. Die 37-jährige tote Frau wurde von ihrem Ex-Freund mit etlichen Messerstichen umgebracht, bevor dieser das Feuer legte und sich so suizidierte. (Bayern)

19. September 2019 in Güstrow: Die 79-jährige Erika H. wird in ihrem Haus „auf brutalste Weise“ erschlagen, so die Pressemeldung. Kurz nach dem Verbrechen wird ein dringend Tatverdächtiger festgenommen, er soll aus dem „familiären Umfeld der Getöteten“ stammen. (Mecklenburg-Vorpommern)

19. September 2019 in Wismar: Eine Frau und einen 2 Monate alter Säugling werden von einem Mann als Geiseln benutzt. Die Mutter stillte das Baby, während es kontinuierlich in der Gewalt des Mannes war, er ließ es nicht los. Ein SEK kann die Gewalt-Situation erst nach über 5 Stunden auflösen. Der Aggressor ist wieder frei, es gebe keinen Haftgrund, teilte die Polizei Wismar am Freitag mit. (Mecklenburg-Vorpommern)

20. September in Bielefeld:  Im Zuge eines Streits wird eine Frau am helllichten Tag an einer U-Bahnstation von einem Bekannten mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Ebenso ein couragierter Passant, der helfen will. Die Mordkommission ermittelt. (Nordrhein-Westfalen)

20. September in Dortmund: Eine 35-jährige Frau wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Der Ehemann gibt an, die Frau habe sich die Verletzungen bei einem Treppensturz zugezogen. Die Obduktion allerdings belegt, dass es sich „um alles andere als einen Treppensturz" handelte. Vielmehr habe es offenbar eine „massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf und Strangulationen gegeben“, so der zuständige Staatsanwalt. (Nordrhein-Westfalen)

21. September 2019 in Saarbrücken: Einsatzkräfte der Polizei werden zu einem Hochhaus gerufen, wo sie zwei Schwerverletzte vorfinden. Beide voller Messerstiche an ihren Körpern: Im Zuge eines Streits zwischen zwei Nachbarn wurde eine 72-jährige Frau, die Mutter eines der Kontrahenten, schwer verletzt, sie musste umgehend in einem Krankenhaus versorgt werden, während ihr Sohn seinen Verletzungen erliegt. (Saarland)

IMMER NOCH:

Seit Montag, 14. Januar 2019 werden die 20-jährige Bisrat T. H. und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson K. H. in Wabern vermisst.

Seit Montag, 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca Reusch in Berlin vermisst.

Seit Sonntag, 23. Juni 2019 wird die 35-jährige Anna Smaczny aus Gelsenkirchen vermisst.

Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die 38-jährige Shahnaz Parven in Stuttgart vermisst.

Seit Samstag, 13. Juli 2019 werden die 16-jährige Tatjana und ihre 41-jährige Mutter Maria Gertsuski in München vermisst.

Seit Sonntag, 14. Juli 2019 wird die 24-jährige Nadine G. mit ihrem fünf Wochen alten Säugling in Nürnberg vermisst.

Seit Donnerstag, 18. Juli 2019 wird die 75-jährige Jutta Sajelian aus Eltville vermisst.    

Seit Freitag, 23. August 2019 werden die beiden Mädchen Amya Kashit (9 Jahre) und Layla Kashit (8 Jahre) sowie ihr Bruder Subhi Kashit (5 Jahre) in Gera vermisst.

Seit Samstag, 14. September 2019 wird die 16-jährige Fabienne Flaas aus Bonn vermisst.

Seit Dienstag, 17. September 2019 wird die 13-jährige Kati Peschel aus Gröditz vermisst.

@BMFSFJ #giffey @BMJV #lambrecht @BMI #seehofer @BMG #spahn: DIE UMSETZUNG DER ISTANBUL-KONVETION IST IHRE VERANTWORTUNG!

 (*) Stand 20.09.2019

(**) https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/download-koalitionsvertrag-quelle-spd-100-downloadFile.pdf S. 25 Zeile 1032 ff.

 

Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:

Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.

Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.

#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.

Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.

Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.

Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.

 

 

 

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