

BLACK BIRTHDAY!
Heute auf den Tag genau: 1 Jahr "Runder Tisch".
12 Monate ohne Ergebnis.
16 Bundesländer Flickenteppich.
52 Wochen und kein Aktionsprogramm.
365 Tage perspektivlos verstrichen.
Trotz 118 Deutscher Femizide in 2019 (mindestens).
EINER DER SCHWÄRZESTEN JAHRESTAGE DIESER REPUBLIK.
12. September 2019 in Pankow: In einer Grünanlage neben einer Bahnstrecke wird eine schwer verletzte Frau entdeckt. Die 41-Jährige muss zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden, ein Mordkommission ermittelt. (Berlin)
14. September 2019 Wallerfangen: Ein Notruf löst einen Großeinsatz der Polizei aus. Eine Frau wird in ihrem Haus vom eigenen Sohn mit einem Messer angegriffen. Erst nach Stunden ist die Situation unter Kontrolle, der Aggressor ist den Einsatzkräften bereits wegen ähnlicher Fälle bekannt. (Saarland)
16. September 2019 in Berlin: Eine 38-jährige Frau wird am helllichten Tag von ihrem getrennt lebenden Ehemann attackiert: er versucht, sie zu töten. Polizisten verhindern den Gewaltexzess. (Berlin)
16. September 2019 in Weiden: Vor Gericht muss sich ein Mann dafür verantworten, in der Nacht vom 22. auf den 23. Januar dieses Jahres seine Frau erstochen zu haben. Die Staatsanwaltschaft spricht in der Anklageschrift von Totschlag, der Verteidiger Franz Schlama hingegen argumentiert, dass es sich wegen der heftigen Provokationen der Frau im Vorfeld um einen minderschweren Fall handele. Der Angeklagte könne nicht nach einem „normalen“ Totschlag abgeurteilt werden. (Bayern)
17. September 2019 in Wittmund: Die Polizei erhält gegen 12:30 Uhr einen Notruf. Eine 32-jährige Frau wird mit lebensgefährlichen Stichwunden in einer Wohnung aufgefunden. Die Frau muss mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus transportiert werden, ihr Zustand ist auch nach einer Not-OP noch kritisch. Der Lebensgefährte hat zwischenzeitlich gestanden, die beiden gemeinsamen, sechs- und achtjährigen Kinder wurden in die Obhut von Angehörigen übergeben. (Niedersachsen)
17. September 2019 in Wuppertal: Die 78-jährige Christel V. wird in ihrem Haus ermordet aufgefunden. (Nordrhein-Westfalen)
17. September 2019 in Pfullendorf: Eine 79-jährige Frau wird tot aufgefunden, sie wurde erschossen. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen geht die zuständige Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Ehemann mit einem Revolver seine Frau tötete, bevor er sich suizidierte. (Bayern)
18. September 2019 in Monheim: Eine 31-jährige Frau wird durch Stich- und Schnittverletzungen am Hals schwer verletzt. Nach rund zweieinhalb Stunden gelingt es, den Aggressor, der zwei weitere Personen verletzte, festzunehmen. (Nordrhein-Westfalen)
IMMER NOCH:
Seit Montag, 14. Januar 2019 werden die 20-jährige Bisrat T. H. und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson K. H. in Wabern vermisst.
Seit Montag, 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca Reusch in Berlin vermisst.
Seit Sonntag, 23. Juni 2019 wird die 35-jährige Anna Smaczny aus Gelsenkirchen vermisst.
Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die 38-jährige Shahnaz Parven in Stuttgart vermisst.
Seit Samstag, 13. Juli 2019 werden die 16-jährige Tatjana und ihre 41-jährige Mutter Maria Gertsuski in München vermisst.
Seit Sonntag, 14. Juli 2019 wird die 24-jährige Nadine G. mit ihrem fünf Wochen alten Säugling in Nürnberg vermisst.
Seit Donnerstag, 18. Juli 2019 wird die 75-jährige Jutta Sajelian aus Eltville vermisst.
Seit Freitag, 23. August 2019 werden die beiden Mädchen Amya Kashit (9 Jahre) und Layla Kashit (8 Jahre) sowie ihr Bruder Subhi Kashit (5 Jahre) in Gera vermisst.
@BMFSFJ #giffey @BMJV #lambrecht @BMI #seehofer @BMG #spahn: DIE UMSETZUNG DER ISTANBUL-KONVETION IST IHRE VERANTWORTUNG.
118 grausam getötete Mädchen und Frauen in 2019 - Mindestens! (*)
WIE VIELE NOCH?
(*) Stand 18.09.2019 - Jahrestag "Runder Tisch"
Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:
Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.
Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.
#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.
Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.
Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.
Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.