Petition updateHerr Minister Dobrindt, setzen Sie die Istanbul-Konvention endlich um #saveXX04.08.2019: ACHTUNDNEUNZIG GEWALTSAM GETÖTETE MÄDCHEN/ FRAUEN (*)
Professor Dr. Kristina WolffGermany
3 Aug 2019

@BMFSFJ #giffey @BMJV #lambrecht @BMI #seehofer @BMG #spahn: WENN DIE DEUTSCHE JUSTIZ WORKAROUNDS (**) BENÖTIGT, UM RECHT ZU SPRECHEN, DANN LIEGT EIN SYSTEMFEHLER VOR.

UND, WENN EINE IN DEUTSCHLAND AGIERENDE RELIGIONSGEMEINSCHAFT KONSEQUENZFREI ZUR KOLLEKTIVEN GEWALT GEGEN FRAUEN AUFRUFEN DARF, DANN IST DER STAAT GEFRAGT, KONKRET: DIE LEGISLATIVE. ALSO: SIE!

10 Getötete Mädchen/Frauen innerhalb der letzten 11 Tage (25.07. – 04.08.2019): #Berlin #Blaubeuren #Au #Homburg #Dortmund #Jübek #Hamm #Eberswalde #Brandenburg

NAHEZU EIN FEMIZID PRO TAG!

Damit, dass BMFSFJ, BMJV, BMI und BMG die Umsetzung der Istanbul-Konvention aussitzen, verletzt die Bundesrepublik Deutschland seit mehr als 1,5 Jahren Völkerrecht. 

31. Juli 2019 in Georgsmarienhütte: Eine 29-jährige Frau wird von ihrem Ehemann lebensgefährlich verletzt. Die Ermittlungen dauern an. (Niedersachsen)

01. August 2019 in Kempten: Vor Gericht muss sich ein Mann dafür verantworten, dass er aus Rache an seiner Ex-Freundin den gemeinsamen, 8-jährigen Sohn zu Tode geprügelt und das Baby gegen Möbel geschlagen haben soll. Im August 2018 hatt er zugesagt, in ihrer Wohnung auf das Baby aufzupassen - dann meldete er sich, um vom leblosen Sohn zu berichten. Angenommenes Motiv: Eifersucht und Ra­che. (Bayern)

02. August 2019 in Plattenberg: Eine 57-jährige Mutter und ihr Mann werden vom gemeinsamen Sohn angegriffen und schwerst verletzt. Im Haus der Familie war es, Presseberichten zufolge zu einem lautstarken Streit gekommen. Die alarmierten Einsatzkräfte Beamten finden Eltern durch etliche Messerstiche schwer verletzt auf: Der Sohn ist nach einem Streit am frühen Morgen in‘s Schlafzimmer der Eltern gestürmt und hat beide mit einem Messer attackiert. (Baden-Württemberg)

02. August 2019 in Eberswalde: Eine 30-jährige Frau wird von ihrem Vater tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Es sei von einem Verbrechen auszugehen, so der zuständige Polizeisprecher. Die Frau lebte getrennt mit ihren drei Kindern in der Wohnung. Zum Tatgeschehen hielten sich die Kinder beim Vater auf. (Brandenburg)

03. August 2019 in Düsseldorf: Einer 40-jährigen Frau werden laut Polizei durch den Angriff ihres Mannes, eines Mediziners, durch eine Messerattacke „Schnittwunden am Hals“ zugefügt. (Nordrhein-Westfalen)

04. August 2019 in Brandenburg an der Havel: Eine 26-jährige Frau wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Der zu dem Tötungsverbrechen unter dringendem Tatverdacht stehende Mitbewohner ist flüchtig. (Brandenburg)

04. August 2019 in Hamm: An einer Bushaltestelle schießt ein Mann mit einem Gasrevolver auf seine Frau und das gemeinsame Kind. Die Eheleute leben getrennt. (Nordrhein-Westfalen)

IMMER NOCH:

Seit Montag, 14. Januar 2019 werden die 20-jährige Bisrat T. H. und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson K. H. in Wabern vermisst.

Seit Montag, 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca Reusch in Berlin vermisst.

Seit Sonntag, 23. Juni 2019 wird die 35-jährige Anna Smacny aus Gelsenkirchen vermisst.

Seit Samstag 06. Juli wird die 38-jährige Shahnaz Parven in Stuttgart vermisst.

Seit Samstag, 13. Juli werden die 16-jährige Tatjana und ihre 41-jährige Mutter Maria in München vermisst.

Seit Sonntag, 14. Juli 2019 wird die 24-jährige Nadine G. mit ihrem fünf Wochen alten Säugling in Nürnberg vermisst.

Seit Donnerstag, 18. Juli wird die 75-jährige Jutta Sajelian aus Eltville vermisst.

@BMFSFJ #giffey @BMJV #lambrecht @BMI #seehofer @BMG #spahn: 98 grausam getötete Mädchen und Frauen in 2019 (Mindestens!)

Ein nationaler Aktionsplan mit effizienten Maßnahmen (präventiv, aktiv, caritativ, judikativ, korrektiv und kollektiv) zum Schutz betroffener Mädchen und Frauen, sowie die Freigabe der dafür erforderlichen und überlebensnotwendigen Budgets sind überfällig, um dem Titel Rechts- und Sozialstaat wieder mit (Menschen-)Würde zu entsprechen.

MIT BEREIS 1,5 JAHREN DELAY: WANN STARTEN SIE DAMIT, DEN BETROFFENEN IHREN VÖLKERRECHTLICH VERANKERTEN SCHUTZ ZU GEWÄHRLEISTEN?

(*) Stand 04.08.2019

(**) https://www.zeit.de/hamburg/2019-08/mordurteil-ermordung-vierfache-mutter-erstochen-lebenslange-haft

 

Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:

Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.

Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.

#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.

Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.

Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.

Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.

105 people signed this week
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