Petition updateHerr Minister Dobrindt, setzen Sie die Istanbul-Konvention endlich um #saveXXBMFSFJ & BMJV? UNBEIRRT REAKTIONSLOS. MACHT IM ANGESICHT VON 83 FEMIZIDEN SPRACHLOS.
Professor Dr. Kristina WolffGermany
Jul 5, 2019

https://taz.de/Massnahmen-gegen-Gewalt-an-Frauen/!5571167/

#giffey #lambrecht: Schönes Wochenende?

03. Juli 2019 in Wiesbaden: Im Verlauf des Streits eines Paares greift die Polizei ein und spricht dem Mann ein Kontaktverbot aus. Dieses ignoriert er, stattdessen attackiert er seine 47-jährige Lebensgefährtin erneut, so dass die Frau vor ihm in‘s Bad flüchtet. Bei seiner erneuten Festnahme verletzt der Aggressor zwei Polizisten. (Hessen)

03. Juli in Dresden: Weil ein Mann der 26-jährigen Mutter seines Kindes telefonisch mit Waffengewalt droht, muss ein SEK das Krankenhaus, in dem die Frau liegt, absichern. Der Aggressor ist polizeibekannt, es liegen bereits drei Haftbefehle, u.a. wegen Körperverletzung vor, zudem stehen noch 536 Hafttage offen. Dass der flüchtige Täter jetzt aufgegriffen werden konnte, sei ein Zufall, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Görlitz. (Sachsen)

03. Juli 2019 in Rajada: Eine 18-jährige Frau bezeugt auf einer Polizeiwache eine Gruppenvergewaltigung, an der mehrere Deutsche Männer beteiligt waren: Zwei der Männer haben sie im Beisein der anderen beiden vergewaltigt. Eine medizinische Untersuchung belegt die sexuelle Gewalttat. Alle vier werden am Flughafen festgenommen. (Mallorca)

03. Juli 2019 in Tüllingen: Im Verlauf eines Gesprächs mit einer 56-jährigen Frau zückt ein 14-Jähriger (!) ein Messer uns sticht zu. Im Gerangel, bei dem beide eine steile Treppe herunter stürzen, gelingt es der Frau, dem Jungen das Messer aus der Hand zu nehmen. Die Frau muss notoperiert werden. Weil beim derzeitigen Ermittlungstand kein dringender Tatverdacht besteht und sich keine Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft ergeben haben, wurde der Aggressor seinen Eltern übergeben. (Baden-Württemberg)

04. Juli 2019 in Essen: Gegen 13:00 Uhr geht ein Mann grundlos auf die 34-jährige Mitarbeiterin eines Schnellrestaurants im Essener Hauptbahnhof los, schlägt ihr gegen die Schulter und würgt sie anschließend mit beiden Händen am Hals. Als die verletzte Frau zum Schutz in das Büro des Restaurants flüchtet, verfolgt der Aggressor sie und greift erneut an. (Nordrhein-Westfalen)

04. Juli 2019 in Erbach: Im Verlauf eines Gesprächs zückt ein Mann eine vermeintlich scharfe Schusswaffe und richtet sie gegen eine 31-jährige Frau. Darüber informiert die Frau die Polizei, die daraufhin u.a. mit einem Polizeihubschrauber nach dem Mann fahndet. Ein SEK nimmt den Aggressor schließlich fest, bei der Waffe, so stellt es sich im Zuge des Zugriffs heraus, handelte es sich um eine Schreckschusswaffe. (Baden-Württemberg)

04. Juli 2019 in Großenwörden: Ein Mann gesteht auf einer Polizeiwache, dass er zu Jahresbeginn seine 65-jährige Ehefrau getötet hat. Als Einsatzkräfte den Aussagen nachgehen, finden sie im Gewächshaus auf dem Grundstück des Paares die Leiche der Frau verscharrt. (Niedersachsen)

05. Juli 2019 in Hagen: Vor Gericht muss sich ein Mann dafür verantworten, eine 72-jährige Frau im Januar 2019 mit einem Messer attackiert und anschließend erwürgt zu haben. Er hatte bereits für einen früheren Mord 27 Jahre in Haft verbracht und den Femizid nur wenige Wochen nach seiner Entlassung begangen. Um die Tat zu verdecken, soll er erfolglos versucht haben, das Haus anzuzünden. (Nordrhein-Westfalen)

05. Juli 2019 im Kreis Northeim: In einer Pension ist eine 60-jährige Frau von ihrem Ex-Lebenspartner gewaltsam getötet worden, eine 59-jährige Frau hat er schwer verletzt. Den Ermittlungsbehörden zufolge war die Unfähigkeit des Aggressors, mit der Beendigung der langjährigen Beziehung umgehen zu können, das Motiv des Täters. (Baden Württemberg)

05. Juli 2019 in Braunschweig: Am helllichten Tag wird eine 60-jährige Frau im Verlauf eines Streits in einer Kneipe von einem Mann niedergestochen und verstirbt auf dem Weg in’s Krankenhaus. Der Täter ist flüchtig. (Niedersachsen)

(*) Stand 05.07.2019

 

Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:

Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.

Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.

#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.

Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.

Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.

Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.

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