
„Deutschland setzt sich in den Gremien der Vereinten Nationen für die Gleichstellung und den Schutz der Frauenrechte ein. (…) Gleichstellungsfragen und Frauenrechte werden in den Vereinten Nationen (VN) in zahlreichen Kommissionen, Programmen, Fonds, Sonderorganisationen und Menschenrechtsausschüssen behandelt. Deutschland setzt sich in den Gremien für die durchgehende Beachtung der Belange von Frauen, für Geschlechtergerechtigkeit und den Schutz von Frauenrechten ein.“ (**)
@ Dr. Franziska Giffey, @ Christine Lambrecht:
DURCHGEHEND - NUR NICHT IN DEUTSCHLAND?
27. Juni 2019 in Saalfeld: Im Verlauf eines Streits schlägt ein Mann seine 20-jährige Lebensgefährtin so hart in‘s Gesicht, dass diese einen Nasenbeinbruch erleidet und im Klinikum versorgt werden muss. (Thüringen)
30. Juni 2019 in Hamburg: Drei Männer attackieren eine 24-jährige Frau an der U-Bahnstation Hagenbecks Tierpark. Sie halten die Frau gemeinsam fest und drücken sie gegen eine Wand, während einer der Männer versucht, ihr die Bekleidung vom Oberkörper zu reißen, so die Polizei. Durch heftige Gegenwehr kann die Frau die drei Männer in die Flucht schlagen. Am gleichen Wochenende ist es in ganz Hamburg mehrfach zu sexueller Belästigung, sowie versuchten sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen. Bspw. auch in Ottensen, wo ein 13-jähriges Mädchen verfolgt und sexuell angegriffen wurde. (Hamburg)
30. Juni 209 in Passau: Eine Studentin wird auf dem Gelände der Universität Passau, auf der Toilette, von einem ihr unbekannten Mann gewürgt und am Hals verletzt. Der Täter ist flüchtig, die Polizei ermittelt. (Bayern)
01. Juli 2019 in Rüsselsheim: Gegen 01:00 Uhr am frühen Morgen wird eine 62-jährige Frau am Mainufer von einem unbekannten Mann attackiert. Die Frau läuft zunächst am Täter, der auf einer Bank sitzt, vorbei. Kurz darauf verfolgt der Unbekannte sie und schlägt ihr so hart in‘s Gesicht, dass die Frau den Damm hinabstürzt. Der Kriminelle folgte ihr und attackierte sie weiterhin, bis ein couragierter Zeuge zu Hilfe eilt. Die Kriminalpolizei ermittelt. (Hessen)
01. Juli 2019 in Salzgitter: Ein Mann wird für schuldig befunden, seiner Exfreundin alle Muttern am Vorderrad ihres Autos gelöst zu haben, weil er sich für die Trennung rächen wollte. Strafmaß? 11 Monate auf Bewährung. (Niedersachsen)
01. Juli 2019 in Döbeln: Ein Mann verschafft sich widerrechtlich Zutritt in die Wohnung seiner 18-jährigen Freundin. Es kommt zum Streit, in dessen Verlauf er die Frau unvermittelt angreift. Der Wohnungsmieter greift couragiert ein und verhindert so, dass der Täter die junge Frau weiter schädigt. Nach einem Notruf finden Einsatzkräfte der Polizei die junge Frau mit so „schwerwiegenden Verletzungen“ vor, dass sie per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden muss. Pressemeldungen zufolge ist der Aggressor flüchtig. (Sachsen)
01. Juli 2019 in Pforzheim: Im Verlauf eines Streits greift ein Mann in der S-Bahn seine Freundin an: Zunächst hält er ihr ein Feuerzeug unter die Nase, woraufhin sie seine Hand wegschlägt. Dann reißt er der 36-jährigen Frau die Kopfhörer aus den Ohren, legte diese um ihren Hals und beginnt, sie mit einem Kabel zu würgen. Das tut er solange, bis das Kabel der Kopfhörer reißt. Im direkten Anschluss würgt er seine Freundin mit den bloßen Händen, so die Zeugen, die einschritten und den Freund wegziehen. Trotzdem versucht der Aggressor, seine Freundin erneut anzugreifen. (Baden-Württemberg)
02. Juli 2019 in Oldenburg: Im Verlauf eines Streits in der gemeinsamen Wohnung wird ein Mann gewalttätig und verletzt seine 34-jährige Lebensgefährtin lebensgefährlich. Nach derzeitigem Ermittlungsstand schafft die schwerst Verletzte es noch, zu einem Nachbarn flüchten. Dieser alarmiert Polizei und Notarzt. Nach drei Stunden gelingt es einem SEK, den Täter festzunehmen, während die Frau, trotz mehrfacher Wiederbelebungsversuche, in der Wohnung des Nachbarn ihren Verletzungen erliegt. (Niedersachsen)
Deutschland hat den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat. „Deutschland ist es ein Kernanliegen, sexuelle Gewalt weltweit noch gezielter und umfassender zu verhindern, zu bekämpfen und aufzuarbeiten. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung eine Reihe unterschiedlicher Maßnahmen geplant.“ (***)
@ Dr. Franziska Giffey, @ Christine Lambrecht:
WELTWEIT, d.h. EXKLUSIVE DEUTSCHLAND?
Trotz Menschenrechts-Charta der UN.
Trotz Istanbul-Konventionen.
Trotz Grundgesetz: 79 WEIBLICHE GEWALTOPFER.
79 FEMIZIDE - ZWEI MINISTERINNEN – EINE INDUSTRIENATION - NULL FORTSCHRITT: SHAME -SHAME- SHAME!
(*) Stand 02.07.2019
(***) https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/frauen-frieden-und-sicherheit-1583610
Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:
Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.
Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.
#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.
Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.
Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.
Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.