Helfen Sie Doulas Corona-Krisenhilfe zu leisten / Help Doulas Provide Corona Crisis Relief

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#DOULARELIEF

[English below]

ZUSAMMENFASSUNG

Die Besuchsrichtlinien in den Geburtseinrichtungen, die eingeführt wurden, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, verlangen von den gebärenden Familien, dass sie sich zwischen ihrem Partner und ihrer vertrauten Doula entscheiden müssen. Doulas sind Mitglieder ihres Geburtsteams, keine Besucher in Geburtsräumen.

Doulas sind bereit, innerhalb von Systemen zu arbeiten, um Kosten zu reduzieren, gesunde Ergebnisse zu ermöglichen und überlastete Versorger in dieser kritischen Zeit zu entlasten. 

Die enge Zusammenarbeit mit Familien (nicht als Mitarbeiter von Krankenhäusern oder Institutionen) ermöglicht es Doulas, reibungslose Übergänge zwischen Zuhause und Krankenhaus zu erleichtern und die Zeit, die Familien im Krankenhaus verbringen, zu verkürzen und Betten freizumachen.

Die Verwendung einer Doula als Mitglied des Geburtsteams verringert die Gesamtquote der Kaiserschnitte um 50%, die Dauer der Wehen um 25%, die Verwendung von Oxytocin um 40% und die Anforderung einer Epiduralanästhesie um 60%. [Quelle: Kontinuierliche Unterstützung für Frauen während der Geburt, Hodnett ED. Gates S. Hofmeyr GJ. Sakala C., Cochrane-Datenbank für systematische Übersichtsarbeiten]

Die Anwesenheit von Doula lindert direkt die Auswirkungen des Versorgermangels, da die Zahl derer, die unter Quarantäne gestellt werden, zunimmt. 

Die Wiedereinführung von Doulas in klinischen und anderen Geburtssituationen ist eine Maßnahme zur großen Schadensminderung während einer Pandemie. 

Doulas werden heute mehr benötigt denn je! 

Bitte unterschreiben Sie, um sicherzustellen, dass gebärende Familien, in dieser besonders unsicheren Zeit, vollen Zugang zu angemessenen Betreuungsmöglichkeiten haben.

 

BETREFF: Offener Brief zur Wiederaufnahme und Sicherstellung der Begleitung durch Doulas bei Geburten während COVID-19


Sehr geehrte EntscheidungsträgerInnen in Kliniken, in den Gesundheitsämtern und in der Politik, sehr geehrte Ärzt*innen und Hebammen, liebe Familien,

die Anzahl der Begleitpersonen in Kreißsälen und auf Geburtsstationen ist für die Dauer der COVID-19-Pandemie beschränkt worden. Unser Schreiben ist eine Reaktion auf diese Maßnahme. Wir haben vollstes Verständnis für die getroffenen Sicherheitsvorkehrungen. Auch uns liegt nichts mehr am Herzen als das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen, mit denen wir arbeiten. Allerdings sind wir Doulas keine „Begleitperson“ in dem Sinne, wie Partner*innen und Verwandte es sind. Im Gegenteil: Für Gebärende sind wir ein essentieller Teil des ‚Geburtsteams‘. Gerade in der derzeitigen Lage ist es wichtig, dass Doulas von den Regelungen für “Begleitperson” ausgenommen werden. Gerade jetzt sind sie eine wichtige emotionale und psychische Stütze für die Familien – und auch für das derzeit besonders unter Druck stehende Gesundheitssystem.

Das Hebammenverband hat am 23 März 2020 eine Stellungnahme veröffentlicht: “Die Frau zur Geburt zu begleiten und ihr beizustehen, ist von einem Besuch bei einer kranken oder pflegebedürftigen Person klar zu unterscheiden”.

Verunsicherte Familien

Die letzten Wochen haben zu teils starker Verunsicherung in der Bevölkerung geführt – nicht zuletzt für Gebärende die kurz vor der Geburt stehen, hat sich die Situation verschärft. Sie stehen vor der Entscheidung, entweder ihren verunsicherte(n) Partner*in oder ihre Doula als Begleitperson benennen zu müssen, oder gar ganz ohne Begleitperson in den Kreißsaal zu gehen. Das erhöht den emotionalen Stress vor und unter der Geburt gewaltig. Dies sollte bei der Entscheidung, ob und wie weit Begleitpersonen beschränkt werden, bedacht werden.

“Den Gebärenden den Beistand durch eine Vertrauensperson zu verweigern bedeutet schon in einem regulären Krankenhausbetrieb, sie über weite Strecken der Geburt ganz alleine zu lassen. Denn Hebammen betreuen in der Regel mehr als eine gebärende Frau gleichzeitig.” (HBV, 23.3.20)

Als gesunde Person in eine Klinik zu gehen, ist für viele schon Belastung genug. Mit der Pandemie als zusätzlichen Stressfaktor verstärken sich bereits bestehende Ängste, und damit steigt die Wahrscheinlichkeit für psychische Belastungen und Störungen. Auch hier wirken Doulas unterstützend und vorbeugend.

Mit diesem Schreiben fordern wir:

1) Doulas weiterhin Zutritt zu Krankenhäusern zu gewähren, um dem Bedürfnis der Gebärenden nach einer vertrauten Begleitperson zu entsprechen.


2) Informationen bezüglich der Vorteile einer Doula besonders in Zeiten einer öffentlichen Gesundheitskrise bereitzustellen.


3) Strategien in Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen Kreißsaal, außerklinisch arbeitenden Hebammen und Doulas vorzuschlagen; einschließlich der Förderung von Hausgeburten, um Familien vor ggf. kontaminierten Räumen zu schützen.


4) Gebärenden eine Ressource zu bieten, um ihre Bedürfnisse zu kommunizieren.

Vorliegende  Empfehlungen

Das Center for Disease Control and Prevention (CDC, eine US-Bundesbehörde) hat bereits am 10.03.2020 folgende Empfehlung (*1) herausgegeben: “Wenn Beschränkungen für Besucher in Kraft treten, können Einrichtungen Ausnahmen in Betracht ziehen, die Situationen am Lebensende betreffen oder wenn ein Besucher für das emotionale Wohlbefinden des Patienten unerlässlich ist.”

Genau für Letzteres sind wir Doulas da: Wir begleiten die Geburt und unterstützen Gebärende dabei, diese extrem fordernde Situation emotional möglichst gut zu meistern. Die CDC versteht unter Gesundheitsdienstleister (*2) "alle bezahlten oder unbezahlten Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind.” In diesem Sinne sind Doulas keine Besucher sondern Gesundheitsdienstleister. Die Association of Women’s Health, Obstetric and Neonatal Nurses pflegt eine gute Zusammenarbeit (*3) mit Doula-Verbänden und hat am 11.03.2020 an Kliniken appelliert, Doulas auch weiterhin und trotz COVID-19 Coronavirus mit den Familien auf den Geburtsstationen willkommen zu heißen. Auch hier in Deutschland sind Doulas regelmäßig in vielen Kliniken im Einsatz und eine gern gesehene Unterstützung.

Wie Doulas das Gesundheitssystem entlasten können

Doulas bieten psychische und emotionale Unterstützung während der sensiblen Phase von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Studien(*4) zeigen eindeutige und statistisch signifikante Vorteile dieser Unterstützung, wie zum Beispiel  geringere Raten von Interventionen und Kaiserschnitten, kürzere Geburtsdauer, geringere Nachfrage nach Schmerzmedikation und insgesamt eine höhere Zufriedenheit mit der Geburtserfahrung. In diesen Studien werden Doulas definiert als Personen, die, anders als Mitarbeiter von Institutionen oder medizinischen Einrichtungen, auf einer sehr persönlichen Basis mit den Schwangeren arbeiten, dabei aber weder zur Familie noch zum Bekanntenkreis gehören. Durch diese besondere Position innerhalb des Geburtsteams erweitert die Unterstützung durch eine Doula das Spektrum der möglichen Ansprechpartner. 

Die Vorteile einer Behandlung durch eine Doula beziehen sich nicht nur auf einzelne Familien. Doulas bieten kritische Unterstützung für alle in der Gesundheitsversorgung tätigen Menschen - und damit dem gesamten Gesundheitssystem; insbesondere durch folgende Maßnahmen:

-- Sie fangen die Belastung des Gesundheitssystems auf und reduzieren das Risiko einer Kontaminierung durch die längere Begleitung von Familien zu Hause. Hierbei wird der Überfüllung von Krankenhäusern aktiv vorgebeugt und bereits limitierte

-- Ressourcen in Krankenhäusern nicht weiter strapaziert.
In Geburtsräumen helfen sie wiederum den Hebammen, ihre Ressourcen wirtschaftlich einzusetzen.


Doulas tragen zu mehr freien Kapazitäten und verfügbaren Ressourcen bei

In Zeiten einer Pandemie ist es wichtig, möglichst viel Personal verfügbar zu halten. Höhere Interventionsraten unter der Geburt führen zu einem erhöhten Bedarf an operativen Eingriffen. Diese benötigen Personal, das ohnehin schon knapp und sehr beansprucht ist und eventuell auch auf anderen Stationen gebraucht wird. Zudem muss damit gerechnet werden, dass auch Klinikpersonal erkranken und ausfallen wird. Im Falle einer Überlastung wirkt die Anwesenheit einer Doula auch entlastend auf Wochenbett- und Neugeborenenstationen, und trägt zu einem besseren Ergebnis bei.

Die bereits erwähnten Studien zeigen auf, dass es bei einer Begleitung durch eine Doula zu verbesserten Geburtsergebnissen und abnehmenden Komplikationen kommt. Das wiederum bedeutet, dass Wöchner*innen sich schneller erholen und Familien früher wieder nach Hause gehen. Auf diese Weise werden Wochenbettstationen entlastet.

Doulas und Geburten außerhalb des Krankenhauses – gemeinsame Lösungen finden

Viele Familien, die eigentlich Geburten in Krankenhäusern planten, suchen momentan - aufgrund der Verbreitung des COVID-19 Coronavirus - verzweifelt nach alternativen Lösungen außerhalb des Krankenhauses. Sie wollen sich vor der Ansteckungsgefahr in Krankenhäusern schützen. Selbständige Hebammen sind schon jetzt überbucht, so dass dieser Bedarf einer schnellen und gemeinsamen Lösung bedarf. Deutschlands hervorragenden freischaffenden Hebammen sind bestens ausgestattet, um risikofreie Schwangerschaften und Geburten zu begleiten. In Zeiten der Krise wird es offensichtlich, dass viele Gebärende eher in dem Fall von Komplikationen auf das Krankenhaussetting zurückgreifen würden. Doulas sind essentieller Teil dieses Gefüges, sowohl im klinischen als auch im Hausgeburtskontext. Die Fürsorge einer Doula stellt außerdem einen gut begleiteten Transfer zwischen beiden Orten im Falle der Notwendigkeit sicher. Zusammenarbeit zwischen den Fürsorgenden außerhalb und innerhalb des Krankenhauses ist besonders in Zeiten einer Pandemie essentiell, in welchen es gilt, Gesunde und Kranke weit möglichst voneinander zu trennen.

Doulas gewährleisten eine zeitnahe Antwort auf die Bedürfnisse bestimmter Gemeinschaften und ihrer Rechte. 

Gerade in Großstädten leben viele Menschen aus den verschiedensten Ländern und Kulturen. Für sie spielen Doulas oft eine besondere Rolle bei der Geburt. Doulas sind Sprach- und Kulturmittler*innen– beides wird umso wichtiger in Zeiten von Krisen und Verunsicherung.

Frauen haben die unterschiedlichsten Gründe dafür, sich eine Doula als Begleitung zu wünschen. Sie reichen von traumatischen Erfahrungen, fehlenden sozialen und familiären Strukturen, Migrationshintergrund, Intersektionalität der Identität (Ethnie, Geschlecht, Sexualität, Behinderung, psychische Erkrankung, Alter usw.) bis hin zu belastenden Vorerfahrungen bei klinischer Behandlung oder Schwierigkeiten mit der Kommunikation der eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Viele Doulas haben sich in einem oder mehreren dieser Bereiche fortgebildet, sind erfahren auf diesem Gebiet und mit dem Bedarf der Familie, die sie zum Zeitpunkt der Geburt bereits seit Monaten begleiten. Die Unterstützung durch eine Doula geht an dieser Stelle weit über das hinaus, was in der Klinik geleistet werden kann. 

Die Arbeit einer Doula unterscheidet sich von der einer Hebamme in der Klinik dadurch, dass sie nicht-medizinisch ist, meist lange vor der Geburt beginnt, unter der Geburt eine kontinuierliche Begleitung gewährleistet und sich in die Zeit nach der Geburt erstreckt. Kontinuität in der psychischen und emotionalen Begleitung ist vor allem in schwierigen Zeiten eine Frage der Würde. „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ So steht es im Grundgesetz. Für viele ist die Geburt eines Kindes eine sehr verletzliche Phase. Für einige Familien spielt die Doula eine seelsorgerähnliche Rolle, die insbesondere in Zeiten einer Pandemie erhalten werden muss, um Sicherheit und Rückhalt zu erfahren in einem der sensibelsten Momente im Leben.

Wir fassen noch einmal zusammen: 

Doulas stellen auf vielen Ebenen eine Erleichterung für ein stark beanspruchtes Gesundheitssystem dar. Von Doulas begleitete Geburten kosten weniger und beanspruchen weniger Personal durch geringere Komplikationsraten und weniger Bedarf an Schmerzmedikation. Viele Doulas sind Sprach- und Kulturmittler*innen für nicht deutschsprachige Familien. Die CDC empfiehlt Ausnahmen in der Besuchsregelung für Situationen, die für Menschen emotionalen Stress bedeuten können – die Geburt zählt zweifelsohne dazu.

Bitte überdenken Sie Ihre Regelung zur Besucherbeschränkung. Nehmen Sie Doulas von dieser Beschränkung aus und tragen Sie dazu bei, die bestmögliche Versorgung von Gebärende und Familien bei der Geburt sicherzustellen und die Auswirkungen von COVID-19 zu reduzieren. 

Wir Doulas unterstützen sehr gerne die allgemeinen Bemühungen, in dieser Krisenzeit eine weiterhin hochqualitative Versorgung von Familien während der Geburt sicherzustellen.


Camalo Gaskin (Direktorin, Center for Doula Pathways), Annie Kocher, CD (DTI)

mit Unterstützung von

Johara Bellali (Forscherin, Doula, Senior Beraterin für Katastrophenvorsorge und Anpassung),Sonia Sampaolo (Doula),Candice Breitz (Künstlerin, Professorin), Christina Mundlos (Soziologin, Autorin zu Gewalt unter der Geburt, Doula), Denise Wilk (Doula, Diplom-Sozialpädagogin), Claudia Watzel (Diplom-Psychologin)


Kontakt: info@centerfordoulapathways.com

Quellenverweise:

1- Center for Disease Control accessed 14 March 2020: https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/infection-control/control-recommendations.html

2- https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/infection-control/control-recommendations.html

3- AWHONN- The Association of Women’s Health, Obstetric and Neonatal Nurses https://awhonn.org/novel-coronavirus-covid-19/11 March 2020, Erklärung zur Unterstützung von Doulas in Krankenhäusern während der Coronavirus-Pandemie.

4- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3647727/

WHO accessed 14 March 2020: https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/technical-guidance

Robert Koch Institute accessed 14 March 2020 https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Weitere wissenschaftliche Forschung zum Vorteil von Doulas http://doula.at/die-doula-in-wissenschaft-und-forschung

[ENGLISH]

SUMMARY

Visitation policies in birth settings which have been implemented to slow the spread of the virus are requiring pregnant families in labor to decide between their partners and their trusted doula. Doulas are members of their birth team, not visitors in birth settings.

Doulas are prepared to work within systems to reduce costs, facilitate healthy outcomes, and unburden stretched providers at this most critical time. 

Working closely with families (not as employees of hospitals or institutions) allows doulas to facilitate smooth transitions between home and hospital, as well as reducing the amount of time families spend in hospital, freeing up beds.

Having a doula as a member of the birth team decreases the overall cesarean section rate by 50%, the length of labour by 25%, use of oxytocin by 40%, and requests for an epidural by 60%. [Source: Continuous Support for Women During Childbirth, Hodnett ED. Gates S Hofmeyr GJ. Sakala C., Cochrane Database of Systematic Reviews]

Doula presence directly ameliorates the effects of provider shortages as numbers of those quarantined increase. 

Reinstating doulas in clinical and other birth settings is a measure of great harm reduction during pandemic. 

Doulas are being requested now more than ever! 

Please sign in support of ensuring laboring families have full access to adequate care options in this particularly uncertain time.

SUBJECT: Open Letter to Reinstate Doulas as Health Sector Relief at Births During COVID-19

Dear Obstetric Staff, Chefärzten, Hebammen, Policy Makers & Families,

We are writing in response to recent implementation of visitor reduction policies in some Berlin Kreißsäle during the COVID-19 (Coronavirus) crisis. We welcome and support these necessary precautions. We ask however, that the distinction is understood: doulas are not “visitors” in a healthcare setting, like partners and family members. Families rely on doulas as an essential part of their healthcare team; especially in this time, visitor policies should exempt doulas as care team members. In a time of crisis and pandemic, doulas are more essential than ever before, not only to care for families, but to provide much needed relief within the healthcare system as a whole.

The German Midwifery Association has published, on the 23rd of March 2020, a public statement on the above-mentioned visitor reduction policies: “Accompanying and assisting a woman to the birth must be clearly distinguished from a visit to a sick person or person in need of care”.

The current situation for birthing families

In the past week, families have contacted us en masse in panic, expressing a sense of abandonment when forced to choose between insecure partners and doulas upon entering the Kreißsaal. Emotional distress has potential negative effects on health outcomes for parents and babies. This should be considered when creating a risk profile for visitor policies in Kreißsäle.  

Indeed the German Midwifery Association stresses the importance of birth companions and states that “Denying the birthing person the accompaniment and support of a trusted person means, even in  regular times in hospitals, leaving her alone for long periods of the birth. This is because midwives usually look after more than one woman giving birth at the same time”. (HBV, 23.3.20)

Hospitals in particular represent extraordinary risk to the minds of pregnant people in a time when fear of this pandemic is at its height. The process alone, of entering the hospital as a healthy person, can cause or increase existing anxiety, panic, and even psychosis. Doula care is scientifically proven to reduce stress; the presence of doulas can help families avoid potential mental health disasters—especially taking into account the vulnerability of birth, and its ripe potential for mental health disruption and trauma. 

With this letter we:

1) Request doulas be allowed into all hospitals on the request of birthing people to accompany their births. 

2) Provide information about the unique benefit of doula care during this public health crisis. 

3) Propose strategies for collaboration between Kreißsaal staff, out-of-hospital midwives, and doulas, including reinstating more home birth options for families wishing to distance themselves from potentially contaminated environments and 

4) Provide birth givers with a resource to communicate their needs.
Existing recommendations

As of March 10, 2020, the Center for Disease Control’s recommendation1 regarding visitors makes the exception, “if restriction of all visitors is implemented, facilities can consider exceptions based on end-of life situations or when a visitor is essential for the patient’s emotional well-being and care.” [italics ours] The Association of Women’s Health, Obstetric and Neonatal Nurses has a longstanding relationship with doulas and released a public position2 on 11 March, 2020 to encourage hospitals to welcome doulas to accompany families during the COVID-19 (Coronavirus) crisis.  

The doula community would like to continue offering you our support in providing the best birth outcomes during this pandemic. There are currently Berlin clinics that already understand the benefit of doula accompaniment to their teams and their laboring families. 

How doulas provide health sector relief

Doulas are healthcare providers and have a unique position within the birth team. The CDC defines healthcare providers3 not as someone who works for a hospital, but rather as “all paid or unpaid persons serving in healthcare settings.” As such, Doulas provide psycho-emotional support in extraordinary states of emotional instability and precarity. Studies4 demonstrate specific and statistically significant benefits of doula care, which, in effect, reduce the need for resources because of lower rates of intervention, fewer requests for pain medication, shorter duration of labor, reduced need for cesarean surgery, and families more likely to report experiencing birth positively. In these studies, a doula is defined as someone who works privately with families (rather than for an institution or medical facility) and is not a family member or close member of the birth giver’s social network. Due to this unique position within the birth team, benefits from doula care extend beyond what is available to patients from hospital employees or friends.

Doula benefits are not just for families. Doulas provide critical assistance to providers themselves and to the healthcare system, through such concrete alleviating measures as:

-- Absorbing part of the public health burden and reducing exposure time to contamination by remaining at home with families longer, thereby reducing hospital overcrowding and burdening of already limited hospital resources
-- In the birthing room, discerning appropriate times to call in the midwife, allowing midwives to use their precious time economically.
Why it is essential for birth outcomes that doulas provide relief to the hospital staff 

If staff are overburdened in the labor ward, the effect on birth outcomes could have significant implications on the over-subscription of postpartum care units and NICU facilities. Hospital staff and healthcare providers have the potential to be overwhelmed during this crisis. The state of stress and urgency will inevitably be transferred to both patients and staff in the birth room (a highly sensitive space). From a physiological perspective, the presence of adrenaline (fear) decreases oxytocin, which is necessary for a safe and steady progression of birth. In this way, stress could put patients at greater risk for interventions ranging from medications used, to surgical procedures, making birth both more expensive and more demanding for staff members.

Doulas can help free medical capacities and resources

A higher demand for intervention results in the increased need for surgery, surgeons, anesthesiologists, neonatologists, and other critical care providers who are already commonly under-staffed or working in an on-call capacity. With other hospital wards also potentially facing increased load due to the pandemic, these critical staff members can be overstretched. In addition, many healthcare providers can themselves become sick, stretching the institution’s capacity to provide a normal standard of care. In this time, the doula is a much needed asset and complement to any care team.

The previously referenced studies demonstrate that doula care would decrease the likelihood of trauma and complications. This would mean that families could more quickly recover during the postpartum period and return home, reducing the length of stay and freeing up hospital beds. 

Doulas and out-of-hospital birth settings - finding collaborative solutions

Many families who planned hospital births are currently desperately seeking alternative, out-of-hospital options, due to the higher risk of exposure to COVID-19 (Coronavirus) infection present in public clinical environments. Out-of-hospitals midwives are already oversubscribed, so this increase in demand requires a collaborative solution.

Berlin’s outstanding out-of-hospital midwifery force is equipped to serve low risk pregnancies and births. In this time of crisis, it becomes evident that many healthy birth givers would only need to transfer to clinical settings for complications. Doulas are as essential working in collaboration with homebirth midwife teams as they are in clinical settings. Doula care also enables continuity of care between homebirth and hospital settings in the event of a transfer. Collaboration between in- and out- of hospital maternity care seems a most appropriate response to a pandemic that requires healthy and unhealthy people to be distanced.

Doulas respond to needs of specific communities and their rights

The number of Berlin’s international community members has soared in the last few years. International communities hold doulas as a particularly essential part of their birth. The doula provides critical intercultural communication and often acts as interpreter for non German speaking families; this is especially important when normal clinical procedures are interrupted by additional critical communication about COVID-19 (Coronavirus). 

Families who seek and invest in doula care often do so for specific reasons, including but not limited to: trauma histories, birthing in countries without family or social networks, migration backgrounds, inability to speak German, intersectional marginalized identities (race, gender, sexuality, disability, mental illness, age), having previous negative experiences in hospitals, and having difficulty expressing their wishes or advocating for themselves. Many doulas have gone out of their way to acquire additional training and expertise in these areas, and are matched with families whose needs match their competencies exactly. This specificity of care is unique to doulas and goes beyond what medical providers are required to offer. Families relying on doula care often choose hospitals that are friendly to their needs. 

Doula care also differs from clinical midwifery care in that it is a non-medical continuous care model which begins in pregnancy, involves uninterrupted physical and emotional presence for the duration of birth, and continues into the postpartum period. Emotional and psychological continuity during times of crisis affords dignity. Article 1 of the German constitution states, “Human dignity shall be inviolable. To respect and protect it should be the duty of all state authorities.” For most, birth is the most vulnerable event in their lives. Many families view doulas like a chaplain or other spiritual figure, such as those who provide end-of-life care, holding space in times of great vulnerability. It is a role which must be preserved, not in spite of, but especially during, pandemic.

In summary, revising “visitation” policies to allow doulas is a measure of harm reduction during the COVID-19 (Coronavirus) pandemic. Doula presence relieves economic and structural burdens on clinical staff in a time when many will be stretched to their limits and supply chains may be compromised. Doula attended births are less expensive and less demanding on hospitals due to their lower complication rates and lower request by patients of anesthesia and pain medication. Many doulas are interpreters for non German speaking families. The CDC itself advises for exceptions to be made to visitor policies in cases in which patients experience emotional distress, of which birth is one. 

Please see attached signatures from professionals, community members, and patients who are in agreement. 

We look forward to supporting your collective effort to provide quality care for birthing families during this crisis.


Camalo Gaskin (Director, Center for Doula Pathways), Annie Kocher, CD (DTI),

Supported by:
Johara Bellali (Researcher, Doula, Senior Risk Reduction and Adaptation Advisor), Sonia Sampalo (Doula), Denise Wilk (Doula Social Pedagogue), Christina Mundlos (Sociologist, Author on Obstetric Violence, Doula), Claudia Watzel (Psychologist), Candice Breitz (Artist, Professor).

Contact: info@centerfordoulapathways.com

References:
1Center for Disease Control accessed 14 March 2020: https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/infection-control/control-recommendations.html

2AWHONN- The Association of Women’s Health, Obstetric and Neonatal Nurses https://awhonn.org/novel-coronavirus-covid-19/11 March 2020, statement in support of doulas at hospitals during the coronavirus pandemic

Hebammenverband Stellungnahme: https://www.hebammenverband.de/aktuell/nachricht-detail/datum/2020/03/23/artikel/ausnahmeregelung-fuer-vaeter-bzw-eine-andere-begleitperson-im-kreisssaal-notwendig/

3https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/infection-control/control-recommendations.html

4https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3647727/

World Health Organisation accessed 14 March 2020: https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/technical-guidance

Robert Koch Institute accessed 14 March 2020 https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Further scientific research on benefit of doula care  http://doula.at/die-doula-in-wissenschaft-und-forschung