Petition updateKeine Büsche und Bäume in Großkraftwerken verfeuern!Hamburg: Raus aus Kohle, Erdgas und Holz!
Deutsche Umwelthilfe e. V.Berlin, Germany
Jul 1, 2022

Liebe Unterstützer:innen,

lange war es ruhig rund um Hamburg Tiefstack. Das irrsinnige Vorhaben, Buschholz aus Namibia in dem Hamburger Kohlekraftwerk zu verbrennen, schien und scheint erst einmal vom Tisch. Doch nun hat die Hamburger Umweltbehörde einen neuen Einfall: Am 17. Juni hat sie ihr Konzept für den Kohleausstieg im östlichen Hamburg, im Stadtteil Tiefstack präsentiert. Dramatisch: Darin enthalten ist wieder einmal eine Umrüstung des Kohlekraftwerkes Tiefstack, wahlweise auf Gas- bzw. Holzverbrennung. Damit kommt die Umweltbehörde vom Regen in die Traufe.

Zunächst liest sich das Konzept, das Jens Kerstan, Leiter der Hamburger Umweltbehörde (BUKEA) gemeinsam mit den Hamburger Energiewerke (HEnW) vorgestellt hat, einigermaßen positiv. Von Flusswasser-Wärmepumpen und Abwärme aus der Industrie zur Fernwärmebereitstellung ist die Rede. Zugleich soll allerdings auch das Heizkraftwerk in Tiefstack zur Absicherung der Wärmeversorgung in Spitzenlastzeiten „auf den wahlweisen Einsatz von Erdgas oder nachhaltiger Biomasse aus Rest- und Schadholz umgestellt werden.“ Wer heutzutage noch Kohle durch fossiles Gas oder Biomasse ersetzen möchte und jegliche Effizienzsteigerungs- und Energieeinsparmaßnahmen ignoriert, hat jedoch nicht begriffen, wie sehr die Klimakrise bereits vorangeschritten ist.

Der Hamburger Energietisch zeigt zudem, dass die Errichtung des „Energieparks Tiefstack“ in unterschiedliche Phasen unterteilt ist: ZUERST soll Holz und Erdgas anstelle von Kohle verfeuert werden und erst deutlich nach 2030 sollen zwei Flusswasser-Wärmepumpen installiert werden, deren Realisierung zudem noch mit vielen Fragezeichen verbunden ist. Das Klima wird so über die nächsten Jahre schön weiter belastet, selbst nach 2030 werden erhebliche CO2-Emissionen aus dem Schornstein des HKW Tiefstack die Hamburger Klimaziele torpedieren. Klimafreundliche Wärmeerzeugung geht anders!

Wir sagen ganz klar: So nicht! Gemeinsam mit zahlreichen weiteren NGOs haben wir von der Deutschen Umwelthilfe und ROBIN WOOD deshalb eine offene Stellungnahme veröffentlicht. Wir fordern: Hamburg, raus aus Kohle, Erdgas und Holz! Hier könnt Ihr die Stellungnahme: Heizkraftwerk Tiefstack Hamburg von uns herunterladen.

Liebe Grüße,

Deutsche Umwelthilfe
ROBIN WOOD
Peter Wohlleben

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