Petición cerrada

Gewalt gegen Frauen im Film sowie Bertolucci müssen bei den Oscars verurteilt werden

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Mein Name ist Sandra Sanchez, ich bin Filmenthusiat und eine Frau. Obwohl ich nie „Der letzte Tango in Paris“ gesehen habe und auch nicht vorhabe dies zu tun, weiß ich doch, wie tausende andere um die Karriere seiner Protagonisten. Ich spreche über Bertolucci als seinen Regisseur und Marlon Brando, bekannter Schauspieler und Sex-Symbol.

Über Maria Schneider “das Mädchen”in diesem Film weiß ich wenig. Hauptsächlich, dass ihre Bekanntheit mit dem Film durch die Decke ging und danach fast genauso intensiv fiel, und dass sie danach ihr Leben lang die sogenannte „Butter-Szene“ bereute – in welcher der Regisseur und der männliche Hauptdarsteller gemeinsam beschlossen vor ihr zu verbergen, dass sie auf der Leinwand zur Sodomie gezwungen werden sollte. Für diejenigen, die die Geschichte nicht kennen, Brando und Bertolucci waren beide Urheber und Komplize in einer Tat angeblichen Erotizismus, das Hauptfeature in einem Film mit dem sie bestrebt waren den „Realismus Effekt“ zu finden, indem Sie ein damals 19jähriges Mädchen aufgrund eines nicht einverständlich beschlossenen Drehbuchs überraschten. Sie wurde anal vergewaltigt und ihre Tränen verstörter Überraschung können wir im Film sehen. Ihre Rechte als Schauspielerin und ihre Würde als Frau und Persönlichkeit werden in diesem Film vergewaltigt, sie wird hier psychisch missbraucht und erniedrigt. Ob sie dabei nun penetriert wurde oder nicht ist fast nur noch eine Randnotiz.

In einer idealen Welt des 21.Jahrhunderts, wie ich sie mir vorstelle, müssen diese Fakten mehr Konsequenzen als eine Kontroverse hervorrufen. Diese Fakten sind nicht nur gewiss und bestätigt von Seiten der Schauspielerin und des Regisseurs, letzterer sprach sogar offen über dieses Thema und gab in einem Fernseh-Interview in 2013 zu, dass er sich „schuldig fühle, aber es nicht bereue“. Es ist nun 3 Jahre her seit dieser Erklärung aber die Auswirkungen dieser Aussage sind fast gleich Null. Selbst ich habe erst davon am 25.November 2016 während des Internationalen Tags zur Ächtung der Gewalt gegen Geschlechter erfahren: www.youtube.com/watch?v=021jNOEVytQ

Bertolucci ist nicht der erste in einer langen Reihe von “Künstlern” in der Kunstgeschichte, der am Ende Frauen als ein Werkzeug wie einen Pinsel oder eine Kamera benutzt und für den der Zweck die Mittel heiligt. Wie schon gesagt, angekommen im 21. Jahrhundert und eine sehr notwenige Welle Feminismus wahrnehmend, sage ich, es ist an der Zeit, dass die Medien und Institutionen Verantwortung gegenüber Frauen übernehmen. Kunst kann sich nicht um jeden Preis selbst definieren, sie kann nicht die Integrität von Menschen und von Frauen aufs Spiel setzen.

Man spricht mit uns über Rechte, Selbstbestimmung und Chancengleichheit sowie über Gender Violence. Ihr, die Academy habt dieses Jahr eine neue Maßnahme beschlossen nach der bis zum Jahr 2020 die Anzahl der weiblichen Mitglieder verdoppelt werden soll, um damit eine gleichwertige Repräsentation von Männern und Frauen in der Academy zu gewährleisten.

Ich verlange von Ihnen als CEO der Academy und als Frau sich für Frauen wie Maria Schneider einzusetzen, deren Leiden vergessen wurde. Ich möchte, dass sie konsequent solche Ungerechtigkeiten verurteilen. Maria Schneider erlebte körperliche Gewalt am eigenen Leib in einer Zeit als niemand Ihre Aussage unterstützte, sie ergriff keine Maßnahmen dagegen, sondern richtete was sie erlitten hatte gegen sich selbst. Es ist nicht zu spät dass mutmaßliche Verbrechen angeklagt werden im Namen einer modernisierten Academy wie Sie sie vertreten wollen. Ich bitte Sie bei den nächsten 89. Oscar Verleihung eine speziellen Teil der Veranstaltung zu nutzen, um Stellung hierzu zu beziehen. Die Academy sollte ein solches Verhalten nicht nur nicht unterstützen oder begünstigen, sie muss es auch verurteilen. Und sie sollten einen Ethik Kodex für die-Film-Industrie ausgeben, der eine Gender Perspektive beherzigt und mit Hilfe führender Organisationen, die sich der Gleichberechtig der Geschlechter und Regelungen für Gender Equality befasst bei der Abfassung des Codex hinzuziehen.

Grüße

Sandra Sánchez



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