Für ein Denkmal für Sklaverei und Kolonialisierung im internationalen Genf

The Issue

English version : https://www.change.org/p/geneva-municipal-authorities-for-a-memorial-to-slavery-and-colonization-in-international-geneva - Version française : https://www.change.org/p/autorit%C3%A9s-municipales-genevoises-pour-un-m%C3%A9morial-de-l-esclavage-et-de-la-colonisation-dans-la-gen%C3%A8ve-internationale

N.B. Petition zur Unterzeichnung durch in der Schweiz oder außerhalb der Schweiz lebende Personen und Organisationen!

Im Hinblick auf die folgenden Überlegungen:

-      Die Weltkonferenz der Vereinten Nationen gegen Rassismus (Durban 2001) anerkannte an, dass “Sklaverei und Sklavenhandel, insbesondere der transatlantische Sklavenhandel, entsetzliche, unmenschliche Tragödien in der Geschichte der Menschheit waren (…); dass sie ein Verbrechen gegen die Menschheit darstellen und ein der Hauptquellen und -manifestation von Rassismus sind (…)”. Ausserdem sind “Afrikaner und Menschen afrikanischer Abstammung (…) Opfer des Kolonialismus gewesen und leiden weiterhin unter seinen Folgen” [1];

-      Diese beiden Schwarzen Holocausts (Sklavenüberfälle mit anschliessender Deportation und Versklavung, und späterer Kolonisierung) verdienen aufgrund ihrer Dauer (vom 7. bis zum 20. Jahrhundert), ihrer Massivität (mehr als 300 Millionen Tote), ihrer globalen Dimension und ihres industriellen Charakters eine besondere Pflicht des Gedenkens;

-      Diese Pflicht des Gedenkens ist sehr wichtig, damit diese Vergangenheit der Entmenschlichung nicht in Vergessenheit gerät, und damit das Bewusstsein der jungen Generationen Konstant und beständig sein kann;

-      In Genf, der internationalen Stadt und Weltsitz der Menschenrechte, gibt es kein internationales Denkmal, das an die oben genannten Verbrechen erinnert, an denen einiger Schweizer beteiligt waren, und das zu einem der Symbole für die Anerkennung werden könnte, dass das Leben auch der Schwarzen-Menschen zählt;

-       Genf war 2004 Mitbegründer der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus, die sich für die Benennung von Orten (z.B. Denkmälern) einsetzt, “in Erinnerung an Ereignisse, die für diskrikinierte Gruppen von besonderer Bedeutung sind, mit dem Ziel, (…) sie in das kollektive Gedächtnis und die Identität der Stadt zu integrieren” [2];

-      Ein Black Memorial ist wichtiger denn je in einer Zeit, in der sich die Welt zunehmend der Notwendigkeit bewusst wird, dem anti-Schwarzen Rassismus und seinen multidimensionalen Schäden mehr Beachtung zu schenken, wie die Internalisierung der Black-Lives-Matter-Bewegung und die weltweite Genugtuung über die Verurteilung des Mörders von Georg Floyd zeigen;

-      Dieser Antrag ist auch Teil der Dynamik von Gedenkaktionen, die in Genf zugunsten der Völkermorde in Rwanda, Armenien, Srebrenica (Bosnien-Herzegowina) sowie für Shoah (positiver Bescheid für ein Memorial im vergangenen Januar) durchgeführt wurden, wie in der Presse zitiert wird [3];

-      Die Durchführung dieses Black Memorials soll in einem Wettbewerb eingereicht werden, damit mehrere Künstler und Architekten afrikanischer Herkunft aus der ganzen Welt teilnehmen und ihre Talente und ihr Fachwissen einbringen können;

Wir, Frauen und Männer afrikanischer Abstammung und jeder anderen Herkunft, in oder ausserhalb der Schweiz, 

Im Rahmen der Dekade der Vereinten Nationen für Menschen afrikanischer Abstammung, und

Auf Initiative von CRAN (Carrefour de réflexion et d’action contre le racisme anti-Noir), Beobachtungsstelle gegen Schwarzen Menschen Rassismus in der Schweiz (Bern) und UPAF (Université Populaire africaine en Suisse, Genf),

Bitten wir feierlich, durch diese Petition, die an den Gemeinderat der Stadt Genf gerichtet ist, folgendes :

  • Das Projekt für eine “Internationales Denkmal für die Sklaverei und die Kolonisierung der schwarzen Menschen”,  in Genf auf dem Place des Nations oder in der Nähe bis spätestens 2024 errichtet werden soll, zu prüfen und positiv zu bewerten. Ende 2024, geht die Dekade der Vereinten Nationen für Menschen afrikanischer Abstammung zu Ende;
  • Ihren Beitrag zur Verwirklichung eines solchen Denkmals zu leisten, indem er zusätzlich zu den verschiedenen von uns zu mobilisierenden freiwilligen Beiträgen, administrative, finanzielle, technische Mittel usw. bereitstellt.

Wir bedanken uns recht herzlich beim Gemeinderat der Stadt Genf für das Interesse und wohlwollende Unterstützung  dieser spezifischen und universellen Petition.

Geschehen in Genf am 24.Mai 2021

 

Exekutivausschuss Antragsteller für die Organisation des Memorials : Carrefour de réflexion et d’action contre le racism anti-Noir (CRAN, Bern), cran02@bluewin.ch ; Université Populaire africaine en Suisse (UPAF.ch, Genf), info@upaf.ch

Kontakte & Infos : tel. +41797545485, info@upaf.ch

 Organisationskomitee des Memorials (Liste wird erstellt, in der weltweiten Verbände und führende Persönlichkeiten vertreten sind)



[1] Weltkonferenz gegen Rassismus, Vereinte Nationen, Menschenrechte, New York, 2002,S. 17-18
[2] Siehe den von der UNESCO vorgeschlagenen Aktionsplan, https://fr.unesco.org/themes/promouvoir-droits-inclusion/iccar
[3] Tribune de Genève, 27.01.2021; Geneva Home Information, 26.01.2021; Swissinfo, 31.01.2021

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Université populaire africaine en Suisse (UPAF.ch)Petition StarterDirecteur de l'Université Populaire Africaine. Secrétaire général du CRAN (Carrefour de réflexion et d'action contre le racisme anti-Noir, Observatoire du racisme anti-Noir en Suisse)
This petition had 108 supporters

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English version : https://www.change.org/p/geneva-municipal-authorities-for-a-memorial-to-slavery-and-colonization-in-international-geneva - Version française : https://www.change.org/p/autorit%C3%A9s-municipales-genevoises-pour-un-m%C3%A9morial-de-l-esclavage-et-de-la-colonisation-dans-la-gen%C3%A8ve-internationale

N.B. Petition zur Unterzeichnung durch in der Schweiz oder außerhalb der Schweiz lebende Personen und Organisationen!

Im Hinblick auf die folgenden Überlegungen:

-      Die Weltkonferenz der Vereinten Nationen gegen Rassismus (Durban 2001) anerkannte an, dass “Sklaverei und Sklavenhandel, insbesondere der transatlantische Sklavenhandel, entsetzliche, unmenschliche Tragödien in der Geschichte der Menschheit waren (…); dass sie ein Verbrechen gegen die Menschheit darstellen und ein der Hauptquellen und -manifestation von Rassismus sind (…)”. Ausserdem sind “Afrikaner und Menschen afrikanischer Abstammung (…) Opfer des Kolonialismus gewesen und leiden weiterhin unter seinen Folgen” [1];

-      Diese beiden Schwarzen Holocausts (Sklavenüberfälle mit anschliessender Deportation und Versklavung, und späterer Kolonisierung) verdienen aufgrund ihrer Dauer (vom 7. bis zum 20. Jahrhundert), ihrer Massivität (mehr als 300 Millionen Tote), ihrer globalen Dimension und ihres industriellen Charakters eine besondere Pflicht des Gedenkens;

-      Diese Pflicht des Gedenkens ist sehr wichtig, damit diese Vergangenheit der Entmenschlichung nicht in Vergessenheit gerät, und damit das Bewusstsein der jungen Generationen Konstant und beständig sein kann;

-      In Genf, der internationalen Stadt und Weltsitz der Menschenrechte, gibt es kein internationales Denkmal, das an die oben genannten Verbrechen erinnert, an denen einiger Schweizer beteiligt waren, und das zu einem der Symbole für die Anerkennung werden könnte, dass das Leben auch der Schwarzen-Menschen zählt;

-       Genf war 2004 Mitbegründer der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus, die sich für die Benennung von Orten (z.B. Denkmälern) einsetzt, “in Erinnerung an Ereignisse, die für diskrikinierte Gruppen von besonderer Bedeutung sind, mit dem Ziel, (…) sie in das kollektive Gedächtnis und die Identität der Stadt zu integrieren” [2];

-      Ein Black Memorial ist wichtiger denn je in einer Zeit, in der sich die Welt zunehmend der Notwendigkeit bewusst wird, dem anti-Schwarzen Rassismus und seinen multidimensionalen Schäden mehr Beachtung zu schenken, wie die Internalisierung der Black-Lives-Matter-Bewegung und die weltweite Genugtuung über die Verurteilung des Mörders von Georg Floyd zeigen;

-      Dieser Antrag ist auch Teil der Dynamik von Gedenkaktionen, die in Genf zugunsten der Völkermorde in Rwanda, Armenien, Srebrenica (Bosnien-Herzegowina) sowie für Shoah (positiver Bescheid für ein Memorial im vergangenen Januar) durchgeführt wurden, wie in der Presse zitiert wird [3];

-      Die Durchführung dieses Black Memorials soll in einem Wettbewerb eingereicht werden, damit mehrere Künstler und Architekten afrikanischer Herkunft aus der ganzen Welt teilnehmen und ihre Talente und ihr Fachwissen einbringen können;

Wir, Frauen und Männer afrikanischer Abstammung und jeder anderen Herkunft, in oder ausserhalb der Schweiz, 

Im Rahmen der Dekade der Vereinten Nationen für Menschen afrikanischer Abstammung, und

Auf Initiative von CRAN (Carrefour de réflexion et d’action contre le racisme anti-Noir), Beobachtungsstelle gegen Schwarzen Menschen Rassismus in der Schweiz (Bern) und UPAF (Université Populaire africaine en Suisse, Genf),

Bitten wir feierlich, durch diese Petition, die an den Gemeinderat der Stadt Genf gerichtet ist, folgendes :

  • Das Projekt für eine “Internationales Denkmal für die Sklaverei und die Kolonisierung der schwarzen Menschen”,  in Genf auf dem Place des Nations oder in der Nähe bis spätestens 2024 errichtet werden soll, zu prüfen und positiv zu bewerten. Ende 2024, geht die Dekade der Vereinten Nationen für Menschen afrikanischer Abstammung zu Ende;
  • Ihren Beitrag zur Verwirklichung eines solchen Denkmals zu leisten, indem er zusätzlich zu den verschiedenen von uns zu mobilisierenden freiwilligen Beiträgen, administrative, finanzielle, technische Mittel usw. bereitstellt.

Wir bedanken uns recht herzlich beim Gemeinderat der Stadt Genf für das Interesse und wohlwollende Unterstützung  dieser spezifischen und universellen Petition.

Geschehen in Genf am 24.Mai 2021

 

Exekutivausschuss Antragsteller für die Organisation des Memorials : Carrefour de réflexion et d’action contre le racism anti-Noir (CRAN, Bern), cran02@bluewin.ch ; Université Populaire africaine en Suisse (UPAF.ch, Genf), info@upaf.ch

Kontakte & Infos : tel. +41797545485, info@upaf.ch

 Organisationskomitee des Memorials (Liste wird erstellt, in der weltweiten Verbände und führende Persönlichkeiten vertreten sind)



[1] Weltkonferenz gegen Rassismus, Vereinte Nationen, Menschenrechte, New York, 2002,S. 17-18
[2] Siehe den von der UNESCO vorgeschlagenen Aktionsplan, https://fr.unesco.org/themes/promouvoir-droits-inclusion/iccar
[3] Tribune de Genève, 27.01.2021; Geneva Home Information, 26.01.2021; Swissinfo, 31.01.2021

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