

Der Besitz weitreichender, hyperschneller und hoch zielgenauer Mittelstreckenraketen durch einen als Rivalen angesehenen Staat (hier vor allem die USA bzw. Russland) legitimiert es keineswegs, dass sich ein Staat dieser Waffe bemächtigt, die die Schwelle zum Nuklearkrieg absenkt. Das ihr innewohnende zivilisationsgefährdende Potential birgt zumal im Atomzeitalter existenzielle Gefahren in sich. Passend erklärt die Tübinger "Informationsstelle Militarisierung" -IMI- :
... Anders als die Militärlobby behauptet, schaffen die ab 2026 für die Stationierung vorgesehenen nicht mehr Sicherheit, sondern sie erhöhen "die Kriegsgefahr massiv. Aber auch ohne militärische Eskalation ist das bewusste Anheizen eines Rüstungswettlaufs verheerend für die Menschen in den betroffenen Ländern. Enorme Ressourcen werden in die Erforschung und Produktion neuer Waffensysteme gesteckt – Geld, das dringend für den sozial-ökologischen Umbau ... sowie für die weltweite Bekämpfung von Armut, Hunger und Krankheiten gebraucht wird. ..."
Quelle: https://www.imi-online.de/download/Mittelstreckenraketen-Web.pdf