

Die Atomkriegsgefahr steigt – auch bei konventionellen Erstschlagwaffen
Die neuen Waffen sollen konventionelle Sprengköpfe tragen. Sie können jedoch genutzt werden, um strategische Ziele (wie etwa Atomwaffenstandorte) weit in Russland zu treffen. Auch präemptive, also „vorbeugende“ Angriffe, werden somit denkbar. Wegen der kurzen Vorwarnzeit der Raketen und der niedrigen Flugbahn der Marschflugkörper unterhalb des Radars wäre es Russland kaum möglich, einen Angriff abzuwehren. Aus russischer Sicht geht es um die Gefahr eines Überraschungsangriffs zum Erstschlag, und tendenziell um einen sogenannten „Enthauptungsschlag“, mit dem die Führungsspitze einer Regierung ausgeschaltet werden kann. [9]
Je kürzer die Vorwarnzeiten der in Deutschland stationierten Waffen, desto stärker wird der Anreiz für den potenziellen Gegner, diese Waffen vorbeugend anzugreifen.
Zitat-Quelle: https://www.ippnw.de/frieden/konflikte-kriege/artikel/de/fuer-ein-deutschland-ohne-mittelstrec.html