Petition update

#IhrbrechtRecht - Herr @GKV_Sprecher, ist die Zwangsdiagnostik unausweichlich?

Eltern Protest
Germany

Jun 28, 2015 — Sehr geehrte Frau Dr. Pfeiffer und sehr geehrter Pressesprecher Herr Lanz,

wir haben 50 verschiedene gesetzliche Krankenkassen um Stellungnahme gebeten, ob Sie, der GKV-SV, mit Ihren Plänen wirklich die Interessen seiner Mitglieder vertritt und ob sich (werdende) Mütter auch zukünftig auf ihre Krankenkassen verlassen können. Wollen Sie das Ergebnis unserer Befragung wirklich wissen? Ja? Na, dann:

Wir beglückwünschen Sie zur brillianten Arbeit! Das Ergebnis ist für uns ernüchternd: Entweder antworteten Ihre Mitglieder gar nicht oder mit einem Standardtext aus Ihrer Tinte und verwiesen auf die bevorstehende Schlichtung, wann auch immer sie kommen mag.

Lediglich eine Krankenkasse, die IKK Südwest, stellte im Sinne der Frauen Einzelfallprüfungen in Aussicht, sollten Ihre Vorhaben umgesetzt werden.

Da haben wir uns wohl verrannt. So dachten wir doch, dass die einzelnen Vorstandsvorsitzenden einen Kopf zum eigenständigen Denken haben! Aber wer setzt sich denn schon gern mit einem hochkomplexen Thema auseinander?

Deshalb gehen wir davon aus, sehr geehrte Frau Dr. Pfeiffer, dass Sie und Ihr multiprofessionelles Team - bestehend aus Hebammen, Ärzten, Wirtschaftswissenschaftlern, Eltern, Juristen, Ethikern und anderen mehr - das höchste Vertrauen Ihrer 124 Mitglieder haben, weil Sie professionell, weitschauend und gründlich arbeiten. Denn Sie wissen, was wir VersicherungsnehmerInnen brauchen und wollen.

Bei dieser geballten Kompetenz bitten wir Sie um eines: erläutern Sie uns (und auch der breiten Öffentlichkeit) sattelfest, warum die ärztliche Zwangsdiagnostik, um im häuslichen Umfeld ohne Leistungsverlust entbinden zu dürfen, kommen soll! Wo sind die wissenschaftlichen und auch wirtschaftlichen Belege, die zeigen, dass die Versichertengemeinschaft von Ihrem geplanten Konzept profitiert? Warum wollen Sie den natürlichen Prozess der Schwangerschaft und der Geburt in Ärztehände geben? Wieso sind in Ihren Augen die Hebamme nicht die Fachfrauen für die Einschätzung eines normalen Schwangerschafts- und Geburtsverlaufes? Warum können Sie nicht die Qualitätskriterien für die Hebammengeleiteten Einrichtungen von 2008 zu 100% eins zu eins übernehmen? Weshalb glauben Sie der Technik, wenn es um die Geburtsterminerrechung geht? Warum wollen Sie hier das Patientenrechtegesetz, in dem Versicherte das Recht haben, Behandlungen abzulehnen ohne, dass dies Einfluss auf die Leistungen hat, erstmalig brechen?

Das sind nur so einige von vielen, für uns noch offenen, Fragen. Wir hoffen, wir können diese ganz bald mit Ihnen direkt erörtern. Wir wollen verstehen können, warum Sie die sensiblen Zahnrädchen so entscheidend für die gesamte Geburtshilfe verstellen und damit die Abwärtsspirale für die bundesweite - klinische sowie außerklinische - Versorgung weiterdrehen wollen.

Bis zu unserem Gespräch sammeln wir ein wenig weiter prominente UnterstützerInnen wie Nena, Nina Hagen, Josefine Preuß, Willi Weitzel, Judith Holofernes, Sophie Schütt, Jürgen Vogel, Karoline Herfurth, Pablo Sprungala...

Mit freundlichen Grüßen
das Mother Hood-Petententeam und 122.410 UnterstützerInnen


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