Für mehr Regulierung des motorisierten Verkehrs in den Vier- und Marschlanden.

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Das Problem

Es reicht. Wir wollen nicht auf den nächsten schweren Unfall warten.
Die Vier- und Marschlande sind unsere Heimat.

Hier leben Familien, hier spielen Kinder, hier gehen Menschen mit ihren Hunden spazieren. Landwirtschaft, Autos, Motorräder, Busse, Pferde, Fußgänger und Fahrräder teilen sich unsere Straßen und Wege.

Gleichzeitig gehören die Vier- und Marschlande mit ihren langen Deichstraßen und weitläufigen Strecken zu den beliebtesten Ausflugsgebieten für Autofahrer, Motorradfahrer und Menschen, die offenbar davon ausgehen, dass zwischen Zollenspieker und Fünfhausen die StVO nur als unverbindliche Leseempfehlung gilt.

Dagegen haben wir grundsätzlich nichts.

Aber die Vier- und Marschlande sind keine Autobahn.

Seit langer Zeit beobachten Anwohner immer wieder Situationen, in denen einzelne Autofahrer und Motorradfahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind, gefährliche Überholmanöver durchführen oder die notwendige Rücksicht gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern vermissen lassen.

Mittlerweile geht es nicht mehr nur um Ärger.

Es geht um Verkehrssicherheit.

Und um die Frage, wie viele Beinahe-Unfälle es noch geben muss, bevor konsequent gehandelt wird.

 
Die Situationen sind Realität
Wer regelmäßig auf dem Zollenspieker Hauptdeich, dem Altengammer Elbdeich oder den zahlreichen Verbindungsstraßen unterwegs ist, kennt sie:

Überholmanöver mit wenigen Zentimetern Abstand.
Fahrzeuge, die Fahrradgruppen überholen, obwohl Gegenverkehr kommt.
Motorräder, die Kurven offenbar mit Rennstrecken verwechseln.
Geschwindigkeiten, die eher an Landstraßen in Mecklenburg als an Hamburger Wohn- und Erholungsgebiete erinnern.
Missachtete Stoppschilder.
Großzügig interpretierte Vorfahrtsregeln.
Kreative Auslegung von Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Manchmal entsteht der Eindruck, einige Verkehrsteilnehmer betrachten den Begriff „Hauptdeich" als Synonym für „Nordschleife".

 
Appelle allein reichen nicht mehr
Wir begrüßen jede Initiative für mehr Verkehrssicherheit.

Aber wir sind der Meinung:

Appelle an Vernunft und Rücksichtnahme reichen nicht mehr aus.

Wir fordern regelmäßige, unangekündigte und konsequente Schwerpunktkontrollen des motorisierten Verkehrs in den Vier- und Marschlanden.

Nicht einmal jährlich.

Nicht erst nach einem schweren Unfall.

Und nicht nur dann, wenn eine Zeitung darüber berichtet.

 
Der Sicherheitsabstand ist keine unverbindliche Empfehlung
Besonders häufig erleben Radfahrer gefährliche Überholmanöver.

Dabei scheint bei manchen Fahrzeugführern ein mathematisches Missverständnis vorzuliegen:

Der gesetzliche Mindestabstand zu Radfahrern beträgt nicht:

50 Zentimeter
30 Zentimeter
„Wird schon passen"
sondern mindestens 1,5 Meter innerorts.

Trotzdem erleben Radfahrer regelmäßig Situationen, in denen sie durch Luftverwirbelungen fast in den Straßengraben gesogen werden.

Manche Autofahrer scheinen der Auffassung zu sein, dass der Sicherheitsabstand proportional zum Wert ihres Fahrzeugs sinkt.

 
Die Vier- und Marschlande sind keine Rallye-Prüfstrecke
Besonders an Wochenenden entsteht auf vielen Strecken der Eindruck, dass die Landschaft nicht als Naherholungsgebiet, sondern als Beschleunigungsteststrecke genutzt wird.

Kinder, Spaziergänger, Radfahrer und Reiter haben jedoch leider die schlechte Angewohnheit, plötzlich aufzutauchen.

Genau deshalb existieren Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Wer schneller fahren möchte, findet in Deutschland eine beeindruckende Auswahl an Rennstrecken.

Die Vier- und Marschlande gehören nicht dazu.

 
Kontrolliert nicht nur Fahrräder – kontrolliert auch Motoren
Ein Punkt wird in der öffentlichen Diskussion häufig vergessen:

Auch motorisierte Fahrzeuge unterliegen gesetzlichen Vorschriften.

Daher fordern wir technische Schwerpunktkontrollen insbesondere hinsichtlich:

manipulierter Auspuffanlagen
übermäßigem Fahrzeuglärm
illegaler Leistungssteigerungen
mangelhafter Bereifung
verkehrsunsicherer Fahrzeuge
unerlaubter Veränderungen an Motorrädern und Pkw
Denn auch ein Fahrzeug wird nicht automatisch legal, nur weil sein Besitzer auf Facebook schreibt, dass „das schon immer so war".

 
Parkende Autos sind keine Landschaftselemente
Der Zollenspieker Hauptdeich hat eine faszinierende Besonderheit:

Manche Fahrzeuge stehen dort derart selbstverständlich am Fahrbahnrand, dass man sie fast für historische Baudenkmäler halten könnte.

Tatsächlich handelt es sich jedoch um parkende Autos.

Diese engen Sichtbereiche ein, erzeugen gefährliche Situationen und zwingen andere Verkehrsteilnehmer zu riskanten Ausweichmanövern.

Deshalb fordern wir:

Ein generelles Parkverbot auf besonders gefährdeten Deichabschnitten.

Wer die Gegend genießen möchte, darf dies gern tun.

Auf einem ausgewiesenen Parkplatz.

 
Unsere konkreten Forderungen
Wir fordern die Freie und Hansestadt Hamburg, die Polizei Hamburg und die zuständigen Behörden auf:

1. Regelmäßige Schwerpunktkontrollen des motorisierten Verkehrs
Mit besonderem Fokus auf Geschwindigkeit, Überholabstände, Vorfahrtsverstöße und Stoppschildmissachtungen.

2. Einführung von Tempo 30 auf den Deichstraßen
Die Straßen dienen nicht dem schnellen Durchgangsverkehr, sondern werden von zahlreichen unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern genutzt.

3. Bauliche Verkehrsberuhigung
Durch Fahrbahnverschwenkungen, Fahrbahnteiler und andere wirksame Maßnahmen zur Verhinderung von Raserei.

4. Fest installierte Geschwindigkeitsmessanlagen
Wer sich an die Regeln hält, hat nichts zu befürchten.

Dieser Satz funktioniert erstaunlicherweise in beide Richtungen.

5. Konsequente Ahndung gefährlicher Überholmanöver
Insbesondere gegenüber Radfahrern, Fußgängern und Reitern.

6. Generelles Parkverbot auf besonders kritischen Deichabschnitten
Zur Verbesserung von Sichtverhältnissen und Verkehrssicherheit.

7. Transparente Veröffentlichung der Ergebnisse
Wie viele Geschwindigkeitsverstöße wurden festgestellt?
Wie viele Abstandsunterschreitungen wurden geahndet?
Wie viele Vorfahrts- und Stoppschildverstöße wurden registriert?
Wie viele Fahrzeuge waren technisch mangelhaft?
Nur belastbare Zahlen schaffen eine sachliche Diskussion.

 
Gleiche Regeln für alle
Von Rennradfahrern wird erwartet, dass sie sich an die Straßenverkehrsordnung halten.

Zu Recht.

Von Autofahrern und Motorradfahrern sollte allerdings dasselbe erwartet werden.

Ebenfalls zu Recht.

Denn Verkehrssicherheit ist keine Frage des Verkehrsmittels.

Wer andere gefährdet, sollte kontrolliert werden.

Ganz gleich, ob er mit 8 Kilogramm Carbon oder mit 2 Tonnen Blech unterwegs ist.

 
Es reicht langsam.
Viele Menschen in den Vier- und Marschlanden haben die Schnauze voll.

Nicht von Autos.

Nicht von Motorrädern.

Nicht von Menschen, die mobil sein müssen.

Sondern von Raserei, rücksichtslosem Überholen, missachteten Verkehrsregeln und dem Eindruck, dass Verstöße motorisierter Verkehrsteilnehmer viel zu oft als normal hingenommen werden.

DIE VIER- UND MARSCHLANDE SIND KEINE AUTOBAHN!

BLITZEN STATT BESCHWICHTIGEN!

VERKEHRSBERUHIGEN STATT BESCHLEUNIGEN!

Wir fordern regelmäßige und konsequente Kontrollen des motorisierten Verkehrs, Tempo 30 auf den Deichstraßen, feste Blitzer, bauliche Verkehrsberuhigung und ein generelles Parkverbot auf besonders kritischen Streckenabschnitten.

Für die Kinder.

Für Fußgänger.

Für Radfahrer.

Für die Anwohner.

Und für alle, die glauben, dass Rücksichtnahme keine Einbahnstraße sein sollte. 🚲🚗🏍️

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Dennis S.Petitionsstarter*in

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