Friedensnobelpreis für Gisèle Pelicot gefordert

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Prof. Dr. Alfonso de Toro und 9 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Englisch​//Französisch​//Italienisch


Kaum eine Form der Gewalt stellt eine größere Herausforderung für den Frieden dar als sexualisierte Gewalt. Sie ist geschlechtsspezifisch und allgegenwärtig. Sie wird nicht nur als Kriegswaffe eingesetzt, sondern verzerrt auch das, was als Frieden gilt – jede Minute, jeden Tag, in allen Teilen der Welt. Nach Angaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist in Deutschland jede dritte Frau mindestens ein Mal in ihrem Leben von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen; etwa jede vierte Frau erlebt mindestens ein Mal körperliche oder sexualisierte Gewalt durch den aktuellen oder Ex-Partner. Diese Wahrheit stand im Mittelpunkt des Prozesses gegen den Ehemann von Gisèle Pelicot und die 50 anderen Männer, die sie vergewaltigt haben. 

So kann es nicht weitergehen: Anstatt den Betroffenen sexualisierter Gewalt zu helfen, werden sie beschuldigt. Die Justiz ist überfordert oder unzulänglich, es mangelt an Unterstützungsangeboten und die Medien reproduzieren oft schädliche Mythen und Stereotypen, ohne sie zu hinterfragen. Nirgendwo behandeln Politiker*innen sexualisierte Gewalt konsequent als oberste Priorität, obwohl sie das Thema ansprechen. 

Gisèle Pelicot durchbrach den Nebel der Falschinformationen, indem sie ihre Anonymität aufgab, um dem Prozess gegen ihre Angreifer beizuwohnen und als Zeugin auszusagen. Nach der Urteilsverkündung sagte sie: „Ich möchte, dass Sie wissen, dass wir den gleichen Kampf führen. Als ich die Türen zu diesem Prozess öffnete, wollte ich, dass die ganze Gesellschaft Zeuge der Debatten wird, die hier stattgefunden haben. Ich habe jetzt Vertrauen in unsere Fähigkeit, eine bessere Zukunft zu schaffen, in der alle, Frauen und Männer, in Harmonie, Respekt und gegenseitigem Verständnis leben können."

Niemand verdient den Friedensnobelpreis mehr als Pelicot. Es ist an der Zeit, dass das Nobelkomitee und die wenigen Personen, die zur Nominierung berechtigt sind, jetzt aktiv werden. 

 

183.969

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Prof. Dr. Alfonso de Toro und 9 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Englisch​//Französisch​//Italienisch


Kaum eine Form der Gewalt stellt eine größere Herausforderung für den Frieden dar als sexualisierte Gewalt. Sie ist geschlechtsspezifisch und allgegenwärtig. Sie wird nicht nur als Kriegswaffe eingesetzt, sondern verzerrt auch das, was als Frieden gilt – jede Minute, jeden Tag, in allen Teilen der Welt. Nach Angaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist in Deutschland jede dritte Frau mindestens ein Mal in ihrem Leben von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen; etwa jede vierte Frau erlebt mindestens ein Mal körperliche oder sexualisierte Gewalt durch den aktuellen oder Ex-Partner. Diese Wahrheit stand im Mittelpunkt des Prozesses gegen den Ehemann von Gisèle Pelicot und die 50 anderen Männer, die sie vergewaltigt haben. 

So kann es nicht weitergehen: Anstatt den Betroffenen sexualisierter Gewalt zu helfen, werden sie beschuldigt. Die Justiz ist überfordert oder unzulänglich, es mangelt an Unterstützungsangeboten und die Medien reproduzieren oft schädliche Mythen und Stereotypen, ohne sie zu hinterfragen. Nirgendwo behandeln Politiker*innen sexualisierte Gewalt konsequent als oberste Priorität, obwohl sie das Thema ansprechen. 

Gisèle Pelicot durchbrach den Nebel der Falschinformationen, indem sie ihre Anonymität aufgab, um dem Prozess gegen ihre Angreifer beizuwohnen und als Zeugin auszusagen. Nach der Urteilsverkündung sagte sie: „Ich möchte, dass Sie wissen, dass wir den gleichen Kampf führen. Als ich die Türen zu diesem Prozess öffnete, wollte ich, dass die ganze Gesellschaft Zeuge der Debatten wird, die hier stattgefunden haben. Ich habe jetzt Vertrauen in unsere Fähigkeit, eine bessere Zukunft zu schaffen, in der alle, Frauen und Männer, in Harmonie, Respekt und gegenseitigem Verständnis leben können."

Niemand verdient den Friedensnobelpreis mehr als Pelicot. Es ist an der Zeit, dass das Nobelkomitee und die wenigen Personen, die zur Nominierung berechtigt sind, jetzt aktiv werden. 

 

Die Entscheidungsträger*innen

Neuigkeiten zur Petition

Diese Petition teilen

Petition am 8. Januar 2025 erstellt