Petition updateFracking gesetzlich verbieten – Ausgfrackt is!Krisenberichterstattung - Bitte schreiben Sie Leserbriefe
Sonja SchuhmacherWeiden, Germany
Mar 31, 2020

Liebe Fracking-Gegner*innen,

eine Bitte und eine gute Nachricht:

1. Bitte schreiben Sie an die großen Tageszeitungen, Zeitschriften, Rundfunk- und Fernsehsender und fordern Sie die Medien auf, der Klimakrise dieselbe Beachtung zu schenken wie der Corona-Krise!

Ein wichtiges Motiv für den Start meiner Petition war die Befürchtung, dass wir mit Methoden wie Fracking die Klimakrise weiter anheizen, die im Extremfall – auf den wir zusteuern – dazu führen kann, dass dieser Planet unbewohnbar wird.

Leider unternimmt die Bundesregierung alles, um die Erneuerbaren Energien zu behindern und zu blockieren, verschleppt den Kohleausstieg und will nun sogar durch den Bau entsprechender Hafenanlagen den Import von Fracking-Gas (LNG) aus den Vereinigten Staaten ermöglichen.

Diese brennenden Probleme geraten zurzeit wegen der Corona-Krise in den Hintergrund, die, so schlimm und leidvoll sie sein mag, niemals so unüberwindliche Probleme aufwerfen wird wie eine ungebremste Aufheizung unseres Klimas.

Ich habe einige Medien-Mail-Adressen für Sie gesammelt sowie ein Musterschreiben entworfen, das Sie gerne verwenden oder umformulieren können (siehe unten).

2. Die gute Nachricht: Ganz besonders möchte ich mich heute bei Ihnen für Ihre Unterstützung der Aarhus-Konvention-Initiative bedanken, die einen großen Durchbruch geschafft hat, denn das Aarhus Komitee in Genf hat soeben entschieden, die Beschwerde gegen den Netzentwicklungsplan der BundesNetzAgentur und die Bundesregierung zuzulassen. Weitere Spenden für das Verfahren sind willkommen!

Siehe: https://www.aarhus-konvention-initiative.de/

Herzliche Grüße
Ihre Sonja Schuhmacher
Bund Naturschutz Weiden in der Oberpfalz

Mail-Adressen deutschsprachiger Medien (Auswahl): info@zdf.de; ard-aktuell_zuschauerpost@tagesschau.de; wdrpressedesk@wdr.de; redaktion@sueddeutsche.de; spiegel@spiegel.de; info@br.de; leserbriefe@faz.de; kundenservice@fr.de; briefe@taz.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

zurzeit wird die Berichterstattung von der Corona-Krise dominiert.

Es gibt aber noch eine weitere Krise – die Klimakrise – die weit schwerwiegendere Folgen haben wird als eine Pandemie, und sei sie noch so leidvoll. Noch gravierender ist, dass die Folgen der Klimakrise unumkehrbar sein werden.

Mit unseren Emissionen aus Kohle, Erdöl und Erdgas steuern wir auf eine Klimaerwärmung von 3 Grad Celsius und mehr bis Ende des Jahrhunderts zu. Niemand, der bei Verstand ist, kann das wollen. Und niemand, der informiert ist, kann nach dem Lock-down eine Rückkehr zur "Normalität" mit ungebremsten Kohlenstoffemissionen akzeptieren.

Deshalb bitte ich Sie, die Klimakrise - jetzt und in Zukunft - in Ihrer Berichterstattung und in anderen Sendungen im gleichen Umfang zu thematisieren wie die Corona-Krise. Unter anderem bieten sich dafür Interviewpartner an wie Prof. Volker Quaschning, Prof. Schellnhuber, Prof. Harald Lesch, Dr. von Hirschhausen, Prof. Maja Göpel, Prof. Claudia Kemfert und viele andere aus dem Kreis der 24.000 deutschsprachigen Scientists for Future, die den Appell zur Unterstützung der Fridays-for-Future-Bewegung unterzeichnet haben. Hinzu kommen natürlich Vertreter*innen der großen Umweltschutzverbände und der FfF-Bewegung.

Mit freundlichen Grüßen

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