Fordern Sie die Vereinten Nationen auf, die Ermordung von Jamal Khashoggi zu untersuchen

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Vor etwas mehr als zwei Wochen verschwand der saudische Dissident und Journalist der Washington Post, Jamal Khashoggi, nachdem er ins saudische Konsulat in Istanbul gegangen war. Sein Verschwinden hat sich zu einer ausgewachsenen internationalen Krise entwickelt. Die ganze Zeit über hat sich die offizielle Linie der saudischen Regierung ständig geändert, während die Welt auf Antworten wartet.

Ein Auszug aus der New York Times:

"Herr Khashoggi, 60, ein Kolumnist der Washington Post, dessen Verschwinden einen internationalen Aufruhr verursacht und das Image der saudischen Regierung stark beschädigt hat, betrat gegen 13.15 Uhr das Konsulat. Danach hat ihn nie wieder jemand gesehen.
Die türkische Regierung hat Details in der lokalen Presse veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass ein 15-köpfiges Hit-Team aus Saudi-Arabien, darunter auch Mr. Mutreb, Herrn Khashoggi im Konsulat ermordete, ihm die Finger abschnitt und ihn enthauptete und zerstückelte."

Die New York Times hat eine Zeitleiste mit Hinweisen zu dieser schrecklichen Geschichte veröffentlicht:

https://www.nytimes.com/interactive/2018/10/09/world/middleeast/jamal-khashoggi-timeline.html

Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald J. Trump, erklärt das Geschehene durch “abtrünnige Agenten”. Mr. Trump und seine Unternehmen pflegen seit Jahrzehnten enge Geschäftsbeziehungen mit den Saudis.

US Staatssekretär Pompeo reiste am Dienstag, den 16. Oktober, für einen Fototermin mit Kronprinz Mohammed bin Salman nach Riad. Bin Salman wird verdächtigt, Khashoggis Folter, Zerstückelung und Mord angeordnet zu haben. Die beiden wurden beim gemeinsamen Lachen und Scherzen abgelichtet. Anschließend an Pompeo’s Besuch überwies das Königreich den USA $100 Millionen.

Verdächtige Gegenstände sind bezüglich der "angeblichen" Folter und des Mordes an Jamal Khashoggi ans Licht gekommen. Ein höchst beunruhigendes Interview mit Mr. Khashoggi im ägyptischen Fernsehen ist aufgetaucht. Das Interview enthält Aussagen, die einen geheimen Deal zwischen Trump und dem König von Saudi-Arabien, die beide Geld von Prinz Al-Waleed bin Talal, der sich nach seiner Verhaftung wegen Korruption selbst entlassen hat, annahmen, enthüllen. Das Geld fließt anschließend in den Trump/Kushner Waffendeal.”

Ein Foto in einem Artikel der NY Times zeigt einen engen Berater Mohammed bin Salmans beim Betreten und Verlassen des Konsulats, in dem Herr Khashoggi zuletzt gesehen wurde. Diesbezüglich fordern mehrere Menschenrechtsorganisationen die Vereinten Nationen auf, eine angemessene Untersuchung anzustreben:

“Ein weiteres Zeichen des wachsenden Drucks auf die Saudis ist, dass eine Koalition aus Menschenrechts- und Pressefreiheitsgruppen am Donnerstag forderte, dass die Türkei eine unabhängige Untersuchung der Vereinten Nationen bezüglich des Verschwindens und der möglichen Ermordung von Herrn Khashoggi anstreben soll.

Zu der Koalition gehörten unter anderem das Komitee zum Schutz von Journalisten, Human Rights Watch, Amnesty International und Reporters Without Borders.

"Die Einschaltung der Vereinten Nationen ist die beste Garantie gegen eine saudische Beschönigung oder Versuche anderer Regierungen, das Thema unter den Teppich zu kehren, nur um lukrative Geschäftsbeziehungen mit Riad zu bewahren", sagte Robert Mahoney, stellvertretender Geschäftsführer des Komitees zum Schutz von Journalisten, in einer Stellungnahme.

Es ist jedoch bestenfalls unklar, wann oder ob eine Untersuchung der Vereinten Nationen durchgeführt werden wird.

Stéphane Dujarric, ein Sprecher von Generalsekretär António Guterres, ließ bei einer täglichen Unterrichtung durchblicken, dass es dafür noch zu früh sei.

Generalsekretär Guterres glaube daran, "einen Schritt nach dem anderen zu machen", sagte Herr Dujarric.

Der Generalsekretär habe Saudi-Arabien und der Türkei außerdem klar gemacht, “dass die Fakten rund um den Fall Khashoggi veröffentlicht werden müssen”, so Herr Dujarric."

Wir sind überzeugt davon, dass Jamal Khashoggi im Konsulat gestorben ist. Er war alleine dort, 15 Agenten ausgeliefert, die eine Knochensäge dabei hatten und von Kronprinz Mohammed bin Salman entsandt wurden. Diese Petition fordert Gerechtigkeit für einen Menschen, der sein Leben einer besseren Welt gewidmet hat.

Lesen Sie Jamal Kashoggi’s letzte Kolumne hier:

"Jamal Khashoggi: What the Arab world needs most is free expression"