Feuer in Moria: Aufruf zur sofortigen Evakuierung und grundlegender Veränderung.

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Gemeinsam fordern wir die europäischen Staats- und Regierungschef*innen auf, jetzt zu handeln. Das Feuer im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos war eine vorhersehbare Katastrophe. Das größte Flüchtlingslager Europas ist in Flammen aufgegangen, wodurch inmitten der globalen Pandemie mehr als 12.000 Menschen obdachlos wurden. Die europäische Migrationspolitik, die Geflüchtete unter unmenschlichen Bedingungen auf den griechischen Inseln festhält, muss ein Ende haben.

Das Lager Moria war mehr als ein überfülltes und unsicheres Lager. Es ist auch zu einem Symbol dafür geworden, wie Europa mit Menschen auf der Flucht umgeht. Seit Jahren erleben wir die schädlichen Auswirkungen der europäischen Politik auf das Leben der Geflüchteten: entsetzliche Bedingungen in den Lagern, zahlreiche Todesfälle auf See, Gewalt und sogenannte „Push-Backs“ an den Grenzen Europas.
Die Europäische Union befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt: Bald schon soll ein „Neuanfang“ in der Migrationspolitik mit einem Migrations- und Asylpakt stattfinden. Die ganze Welt ist zum Zeuge des Brandes in Moria geworden. Die europäischen Staats- und Regierungschef*innen und die Europäische Kommission müssen erkennen, dass es jetzt reicht. Diejenigen, die die Macht haben, in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten Entscheidungen zu treffen, sind in einer historischen Verantwortung.

Fordern Sie gemeinsam mit uns die europäischen Staats- und Regierungschef*innen und die Europäische Kommission dazu auf,

  • sofort alle Menschen, die aus dem Lager Moria fliehen mussten, zu evakuieren. Grundlegende Menschenrechte in Bezug auf Unterkunft, Ernährung, sanitäre Einrichtungen und Gesundheitsversorgung können auf Lesbos oder den anderen griechischen Inseln nicht gewährleistet werden. Sorgen Sie für eine sofortige Entlastung der Inseln und konzentrieren Sie Ihr Handeln darauf, die Menschen auf ganz Europa zu verteilen.
  • jegliche Pläne in der Migrationspolitik aufzugeben, die erneut dazu führen würden, dass Geflüchtete unter unmenschlichen Bedingungen in Lagern auf Inseln (oder Einrichtungen an den Grenzen) festgehalten werden, während sie auf eine Entscheidung über ihren Asylantrag warten. Die Beschränkung der Freizügigkeit von Asylbewerber*innen von den Inseln zum griechischen Festland muss beendet werden.
  • Migrationsrichtlinien zu implementieren, die Schutz und nicht Ausschluss gewährleisten. Dies erfordert eine verstärkte Solidarität und das Teilen der Verantwortung unter den europäischen Ländern sowie ein Ende systematischer Menschenrechtsverletzungen an den Grenzen.

Niemals zuvor war die Notwendigkeit zum Handeln so groß.

IMPORTANT NOTE: Please see the English version of this petition for the list with organisations, movements and MEPs that co-signed. This translation does not list the.