Erhalt und Erweiterung des Hallenbads Minara in Bad Dürrheim

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Das Problem

mit großem Bedauern und Unverständnis verfolge ich die Diskussionen über eine mögliche Schließung des Hallenbads Minara.
Es heißt, das Bad rechne sich nicht mehr. Doch darf die Wirtschaftlichkeit das einzige Kriterium sein, wenn es um die Daseinsvorsorge,
die Sicherheit und die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger geht?

​Das Minara ist kein reiner Kostenfaktor, es ist ein Ort, an dem Lebensbiografien geschrieben werden.
Meine eigenen Kinder haben hier bei Sabrina Fleig ihre ersten Schwimmerfahrungen gemacht. Nur zwei Jahre nach ihren ersten Zügen im Minara steht meine Tochter Ella nun vor der Kadersichtung.
Diese Erfolgsgeschichte zeigt, was möglich ist, wenn Kindern die Chance gegeben wird, frühzeitig und professionell schwimmen zu lernen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Minara sind ausnahmslos freundlich, zugewandt und leisten eine unschätzbare Arbeit. Ich habe selten ein Team erlebt, dass diesen unterstützenden und empathischen Blick für die kleinen und
großen Anliegen ihrer Gäste hegt. 

​Schwimmen lernen rettet Leben. Die Zahlen der Ertrinkungsunfälle sind nach wie vor alarmierend. Selbst Universitätsprofessoren in Stuttgart müssen mittlerweile spezielle Schwimmkurse anbieten, weil Studierende nicht mehr sicher schwimmen können. Die Bundesstatistiken zeigen seit Jahren, wie hoch der Anteil an Grundschulkindern ist, die keine sicheren Schwimmer sind.
Wenn nun auch noch Kitas schließen, weil die Geburtenrate sinkt, müssen wir die verbleibenden Angebote für Kinder doch erst recht stärken und schützen, anstatt sie wegzurationalisieren!

​Das Minara ist zudem ein sozialer und gesundheitlicher Anker für alle Generationen. Schwimmen ist ein Sport, der uns aktiv bis ins hohe Alter trägt. Menschen mit Übergewicht, künstlichen Gelenken oder chronischen Schmerzen erleben in diesem wunderbaren Wasser ein Gefühl von Schwerelosigkeit und Freiheit, das ihnen an Land verwehrt bleibt.
Es hält unsere Gesellschaft gesund und mobil.
​Warum also für die nackte Wirtschaftlichkeit entscheiden, wenn die gesellschaftlichen, gesundheitlichen und menschlichen Argumente so schwer wiegen?
Ein Hallenbad ist kein Luxusgut, das Gewinn abwerfen muss – es ist eine Investition in die Lebensqualität und die Sicherheit unserer Gemeinschaft.

Andere Freibäder schicken regelmäßig Badegäste wegen Überfüllung nach Hause, die im Minara aufgefangen werden könnten. Der Bedarf ist greifbar, wenngleich sich das fehlende Becken im Außenbereich 
als schlechteste Entscheidung bei der Sanierung erweist. Die wunderschöne und großzügige Außenanlage lädt dann erneut zum Verweilen ein. Darüber hinaus sind Schwimmkurse für Kinder aktuell wenig erschwinglich und die Wartelisten enorm. Auch hier besteht weiterhin großes Potenzial, die wirtschaftliche Aspekte in den Fokus zu rücken. 
 
​Ich appelliere inständig an die Verantwortlichen der Stadt Bad Dürrheim: Schließen Sie das Minara nicht! Erhalten Sie diesen wertvollen Ort für unsere Kinder, unsere Senioren und für die Zukunft unserer Stadt.
Wir leben noch nicht ganz so lang im Süden, allerdings erscheint die Stadt Bad Dürrheim kreativ und neuen Themen (Biohacking) aufgeschlossen - statt der Schließung können sich Alternativen aufzeigen wie Crowdfunding, Kooperationen
Sportbetonte Grundschulen / Stützpunkte des Landes etc. 

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Saiya LynnPetitionsstarter*in

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