

Beendet die quälenden Verzögerungen bei der Erteilung von Visa zur Familienzusammenführng


Beendet die quälenden Verzögerungen bei der Erteilung von Visa zur Familienzusammenführng
Das Problem
Getrennt durch die Bürokratie: Ein Plädoyer für dringendes Handeln:
Wir, eine vielfältige Gruppe von Menschen, die seit vielen Jahren in Deutschland beheimatet sind, schreiben Ihnen schweren Herzens, da dringendes Handeln erfordert wird. Wir, zugezogen oder aufgewachsen in Deutschland, sind Berufstätige Menschen, teilen einen gemeinsamen Traum: eine Familie zu gründen und ein gemeinsames Leben mit unserer neuen Familie aufzubauen. Leider bleiben diese Träume und Hoffnungen, aufgrund der anhaltenden Verzögerungen in der deutschen Botschaft in Islamabad, Pakistan, seit mehreren Jahren unerfüllt.
Die Situation verschlechtert sich von Jahr zu Jahr. Unsere Partner müssen eine unwürdige Wartezeit von fast 3 Jahren hinnehmen, bevor ihre Anträge für Familienzusammenführung genehmigt werden.
In welcher Zeit der Antrag beschieden werden kann, hängt zudem grundsätzlich vom Arbeitsaufkommen der Visa-Stelle, der zuständigen Ausländerbehörde (Zustimmung zur Visumerteilung) und natürlich von der Vorsprache ab, bei der dann auch erst geprüft wird, ob die Antragsunterlagen komplett sind.
Im Ergebnis sind bis zur Vergabe eines Visums bis zu 36 Monate vergangen.
Es bahnt sich eine humanitäre Krise an: Dies ist nicht nur eine bürokratische Verzögerung; es ist eine humanitäre Krise. Für Betroffene ist die Situation emotional schwer zu vermitteln.Die lange Trennung belastet das geistige und emotionale Wohlbefinden der Betroffenen immens. Der Trennungsschmerz ist nicht nur emotionaler, sondern auch körperlicher Natur, da viele in einem fremden Land Entbehrungen und Einsamkeit ertragen müssen. Kinder wachsen ohne die Umarmung ihrer Eltern auf und Ehepartner ertragen endlose Nächte der Einsamkeit, während sie die Herausforderungen des Lebens alleine meistern.
Geplatzte Träume und verpasste Chancen:
Viele Familien, die auf der Suche nach einer Wiedervereinigung waren, hatten sich ein gemeinsames Leben mit Träumen Hoffnungen vorgestellt. Diese Träume werden jedoch zunichte gemacht, während die Monate gar Jahre vergehen. Die langen Wartezeiten führen dazu, dass Meilensteine, Bildungschancen und wertvolle Momente verpasst werden, die nie wieder zurückgeholt werden können.
Der Ruf nach Mitgefühl:
Wir verstehen die Notwendigkeit gründlicher Prüfungen der eingereichten Unterlagen für die Zusammenführung, aber diese Prüfung ist, nach dem Termin in der Botschaft, inhuman und teilweise demütigend. Familien und ihre Zukunft hängen in der Schwebe, die psychischen Narben bleiben irreparabel. Wir befinden uns in einer verzweifelten Situation und haben das Gefühl, dass unsere Bitten auf taube Ohren stoßen.
Daher ist es kaum zu glauben, dass Mitarbeiter von beteiligten Behörden in Telefongesprächen ihrem Bedauern Ausdruck verleihen, aber nichts an der Anweisung ändern können.
Die Unterzeichner stellen sich ausdrücklich hinter die Forderung, das Vergabeverfahren zu überprüfen und unter Einhaltung ALLER geltenden gesetzlichen Normen in einem vertretbaren Zeitraum durchzuführen.
Denn die Antworten vom Auswärtigen Amt sind standardisierte E-Mails, immer mit der gleichen inakzeptablen Antwort – dass Schritte unternommen werden, um das Problem anzugehen. Leider trägt diese Zusicherung kaum dazu bei, unsere Not zu lindern, da niemand zu begreifen scheint, welche enorme emotionale und psychische Belastung diese Verzögerung für uns hat. Zeit ist eine endliche Ressource und jeder Tag, der vergeht, trennt uns von unseren geliebten Menschen.
Die Krise eskaliert!
Nach aktuellem Stand vergibt die deutsche Botschaft im September 2023 Termine an Antragsteller, die sich bereits im September 2021 haben, auf die Warteliste setzen lassen. Die langen Wartezeiten haben unhaltbare Ausmaße erreicht, und es ist festzuhalten, dass das Problem bereits vor dem Corona-Jahr 2021 bestand. Seitdem wurde leider wenig unternommen und die Situation spürbar zu verbessern. Bzw. scheint die Situation für das Auswärtige Amt keine hohe Priorität zu sein.
Verletzung der Menschenrechte
Unser Appell richtet sich an alle zuständigen deutschen Behörden, um auf die Verzögerungen bei der Erteilung von Visa und bei der Familienzusammenführung für pakistanische Staatsangehörige aufmerksam zu machen. Diese Verzögerungen fügen den Beziehungen der Paare erheblichen Schaden zu und verstoßen gegen mehrere Gesetze und Grundsätze, die die Werte der Gleichbehandlung, der Menschenrechte und der Einheit der Familie untermauern.
- Verstoß gegen das Recht auf Familienleben: Die Verzögerung des Visumverfahrens zur Familienzusammenführung verstößt gegen das Grundrecht auf Familienleben, das durch Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) geschützt wird. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Menschen die Möglichkeit haben, mit ihren Angehörigen zusammenzuleben, und Verzögerungen im Visumverfahren beeinträchtigen dieses Recht erheblich.
- Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes: Die Verzögerungen bei der Erteilung von Visa betreffen in unverhältnismäßiger Weise pakistanische Staatsangehörige und führen zu einer Ungleichbehandlung aufgrund der Staatsangehörigkeit, was gegen die Grundsätze der Nichtdiskriminierung verstößt, die in verschiedenen internationalen Verträgen, einschließlich des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR), verankert sind.
- Zuwiderhandlung gegen internationale Verpflichtungen: Als Unterzeichner verschiedener internationaler Konventionen und Abkommen, einschließlich der UN-Konvention über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der EMRK, ist Deutschland verpflichtet, dafür zu sorgen, dass seine Einwanderungsprozesse im Einklang mit diesen Konventionen und Abkommen stehen.
Stimmen der Betroffenen:
Betroffene dieser Geschichten sind lediglich ein Einblick in die Hunderte ähnlicher Erzählungen, in denen Familienbande auseinandergerissen, Beziehungen bis zum Zerreißen belastet, Ehen aufgelöst und Kinder ohne einen ihrer Eltern aufwachsen gelassen wurden, und das alles als... Ergebnis der längeren FRV-Verzögerung, die unzählige Leben zerstört. Man kommt nicht umhin, sich zu fragen, wie viele andere diese Qual stillschweigend ertragen und über drei Jahre lang im Schatten der Ungewissheit warten.
Geschichte 1:
Dr. Ing-D.A. Awan wartet nun seit fast 2 Jahren auf einen Termin bei der deutschen Botschaft in Islamabad für seine kranke Frau. Dr. Ing-D.A. Awan, deutscher Staatsbürger pakistanischer Herkunft, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter in München arbeitet, beantragte ein Visum zur Familienzusammenführung für seine Frau. Seine Frau leidet unter einer Wirbelsäulenverletzung und zahlreichen weiteren medizinischen Problemen, die seit langem chronische Schmerzen bereiten. Ihr Zustand verschlechterte sich täglich und sie hofften, dass seine Frau in Deutschland, im Rahmen seiner Krankenversicherung, behandeln kann. Trotz der Krankheit und wiederholter Bitten lehnte die Botschaft ihren Antrag auf einen Sondertermin ab, obwohl die deutsche Botschaft angibt, medizinische Notfälle priorisiert zu behandeln. In seiner Verzweiflung hat Dr. Awan beschlossen, rechtliche Schritte gegen die Botschaft einzuleiten, bzw. gegen die zuständige Behörde, das Auswärtige Amt, einzuleiten. Der Schutz der Familie ist ein Grundrecht, das in Deutschland für alle gilt. Zum Schutz der Familie gehört auch, der Familie ein Zusammenleben zu ermöglichen. Es ist eine herzzerreißende Tragödie, die dringend mehr Fokus und Veränderungen erfordert.
Geschichte 2:
S. A. Khokhar, Inhaber einer Blue Card und Design Ingenieur für Solar- und Windenergiesysteme, wartet seit 21 Monaten auf einen Termin. Die Botschaft schweigt zu den langen Wartezeiten. Dadurch ist Khokkar und seine Familie in Pakistan zutiefst Verunsichert, welches auch seine Beziehung belastet. Seine zweijährige Tochter erkennt und kenne ihren eigenen Vater nicht und wächst in seiner Abwesenheit auf. Die Familie leidet unter psychischen Traumata und Khokhar bedauert seine Niederlassung in Deutschland mittlerweile zutiefst.
Geschichte 3:
Ein Leben, das durch endloses Warten zerstört wurde. In Römerberg wurde ein Leben durch endloses Warten zerstört. Nachdem ich mich im September 2019 um einen Termin beworben hatte, folgte eine 14-monatige Wartezeit, anschließend wurde die in Pakistan ausgestellte Urkunde meiner Frau bemängelt. Diese sollte per Gerichtsbeschluss korrigiert oder vervollständigt werden. Dadurch verging ein weiteres Jahr mit Anwälten und Gerichtsterminen, um das Problem zu beheben. Tragischerweise forderten die lange Wartezeit, der ständige Stress und das endlose Warten schließlich ihren Tribut. Die Ehe zerbrach nach nur kurzer Zeit.
Für Veränderung eintreten: Die unermüdlichen Bemühungen betroffener Familien
In den letzten Jahren haben wir eine wachsende Zahl von betroffenen Menschen erlebt, die in der Bürokratie gefangen waren und deren herzzerreißende Geschichten auf der Facebook-Plattform geteilt wurden. In diesen Gruppen erhalten wir regelmäßig einen Einblick in die Herausforderungen, mit denen die Betroffenen konfrontiert sind, die sich nach einem gemeinsamen Familienleben sehnen.
Hier ist zu erwähnen, dass die Betroffenen im August 2022 vor dem Auswärtigen Amt in Berlin protestierten und ihre Lage klar und verständlich darstellten. Auch wurde ein Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes, der sich an die Protestierenden wandte, über den kompletten Ablauf in Kenntnis gesetzt. Leider hat sich trotz aller Bemühungen, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, nichts an der Situation verändert. Es wurden auch Briefe und E-Mails an die deutsche Botschaft in Islamabad, das Auswärtige Amt in Berlin, Menschenrechtsorganisationen und die Presse verschickt. Es wurden auch Social-Media-Kampagnen organisiert. Viele kontaktierten auch ihren gewählten Abgeordneten, um eine Lösung zu finden. Doch trotz jahrelanger unermüdlicher Bemühungen blieb die Situation unverändert. Auch die Berliner Zeitung beleuchtete dieses Thema bei einer Protestkundgebung von Betroffenen vor dem Auswärtigen Amt in Berlin. Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) Bericht der Berliner Zeitung
Berichterstattung in den Medien:
Dieses Thema hatte wiederholt die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen, jedoch scheint das Auswärtige Amt nicht bereit zu sein, die eigenen Fehltritte sowie die schlechte Planung bei der Bewältigung der Verzögerungen bei Familienzusammenführung anzuerkennen. Insbesondere der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), enthüllte kürzlich eine herzzerreißende Geschichte. Darin wird die Geschichte eines hochqualifizierten Doktoranden aus Pakistan gezeigt, ein Pionier auf dem Gebiet modernster künstlicher Intelligenz an einer Landesuniversität in Thüringen. Tragischerweise entschloss der Doktorand, Deutschland wieder zu verlassen, weil seine Familie ebenfalls auf einer scheinbar endlosen Warteliste stand, was ihn dazu veranlasste, in ein benachbarten EU-Land zu ziehen, wo er innerhalb weniger Monate der Antrag der Familienzusammenführung genehmigt wurde. Diese Geschichte ist leider kein Einzelfall; es stellt eine allgegenwärtige Krise dar. Viele hochqualifizierte Blue-Card-Inhaber, darunter Ingenieure, IT-Spezialisten und Wissenschaftler, verlassen Deutschland aufgrund der Bürokratischen Prozesse wieder.
Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) report
Viele Medien beteiligen sich aktiv an der Durchführung von Interviews und der Weitergabe der erschütternden Geschichten derjenigen, die in diesem bürokratischen Albtraum gefangen sind. Sie stellen dem Auswärtigen Amt immer wieder kritische Fragen und fordern Antworten und Rechenschaftspflicht.
Antwort der Behörden:
Wir haben die Antworten der Behörden zusammengestellt und im Folgenden dargestellt:
Immer wieder erhalten wir standardisierte E-Mails, mit den gleichen Ausreden, vom Auswärtigen Amt. Sie geben der Corona-Pandemie, dem Krieg in Afghanistan und dem Personalmangel die Schuld. Nur besteht dieses Problem nicht erst seit der Corona-Pandemie. Schon vor Beginn der Corona-Pandemie wuchsen die Wartezeiten in der deutschen Botschaft in Islamabad an.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Botschaft in Islamabad nun auch Anträge afghanischer Menschen aus humanitären Gründen bearbeiten muss, da eine Botschaft in Afghanistan nicht mehr existiert.
Hier eine einfache Frage an das Auswärtige Amt: Halten Sie es nicht für ein humanitäres Problem, Familien über Jahre hinweg getrennt zu halten? Der Schmerz und die Trauer, die so viele Menschen durchmachen, scheinen viel zu lange ignoriert worden zu sein.
Reaktion des Auswärtigen Amtes nach dem Protest:
Vor über einem Jahr versicherte uns das Auswärtige Amt, dass man sich dieser Problematik bewusst sei und aktiv an einer Lösung arbeite. Allerdings ist bereits ein ganzes Jahr vergangen und die Situation im Bereich der Familienzusammenführungen stagniert weiterhin. Betrug die Wartezeit in 2022 noch 18 Monate, ist diese mittlerweile auf 24 Monate angewachsen.
Wir haben unsere Bedenken in unzähligen E-Mails und Briefen an das Auswärtige Amt zum Ausdruck gebracht, nur um immer wieder die gleiche standardisierte E-Mail zu erhalten. Dies sind die gleichen Antworten und Ausreden, die wir seit Jahren vom Auswärtigen Amt hören. Wann werden Worte auch Taten?
Statement of Federal Foreign Office
Antwort des Außenministers:
Selbst der deutsche Außenminister wurde mit Fragen zu den langen Wartezeiten bei der Familienzusammenführung konfrontiert. Sie macht Konflikte in Ländern wie Afghanistan und der Ukraine für die Herausforderungen verantwortlich. Sie sagt, ihr Büro halte die Familienzusammenführung für oberste Priorität und habe mehr Visa-Mitarbeiter eingestellt. Es wird stark angezweifelt, ob diese Bemühungen Früchte tragen werden. Trotz Umzugs der Botschaft in ein größeres Gebäude sowie die Aufstockung des Personals hat sich an der Wartezeit nichts verändert. Die Botschaft ist nicht in der Lage, die hohe Anzahl von Anträgen zur Familienzusammenführung, Blue Card oder Studienvisum, zu bearbeiten. Hinzu kommt, dass sich nächstes Jahr die Zahl der Anträge aufgrund der Chancen Karte weiter erhöhen wird. Die Antwort der Außenminister liefert dazu keine eindeutigen Antworten. Es wird wieder nur vertröstet.
German Foreign Minister Annalena Baerbock , Foreign Minister Bilawal regarding family reunion visa
Reaktion der deutschen Parlamentarier
Viele Betroffene haben sich an mehr als 50 Mitglieder des Deutschen Bundestages gewandt, um dieses Thema in den Fokus des Parlaments zu bringen. Leider wurden unsere Probleme in diesen wichtigen Diskussionen nicht thematisiert. Selbst die zuständigen Abgeordneten haben uns aufs Auswärtige Amt verwiesen. Wenn aber unsere Parlamentarier uns nicht helfen, wer dann? Wie lange wird es noch dauern, bis das Auswärtige Amt dieses Problem endlich angeht und behebt?
Falsche Behauptungen und falsche Prioritäten des Auswärtigen Amts
Hier hört es nicht auf. Das deutsche Außenministerium behauptet fälschlicherweise, dass die Familienzusammenführung ihre höchste Priorität hat, aber die Realität ist das Gegenteil. Jeder, der nach Deutschland ziehen möchte, um ein Arbeitsvisum zu erhalten, wird an der Botschaft mit Priorität behandelt und kann sogar innerhalb weniger Monate seine Familie mitbringen. Dies ist ein Unrecht gegenüber denen, die bereits in Deutschland sind, als hochqualifizierte wissenschaftliche Experten arbeiten und hier viele Jahre Steuern gezahlt haben. So behandelt die deutsche Bürokratie ihre Familien und lässt ihre Familienleben auseinanderreißen. Ich bitte das Außenministerium, dass leider Ihre Worte und Taten nicht übereinstimmen, und wenn es eine Priorität für Familien gäbe, dann müssten Sie den Rückstand bei den Anträgen auf Familienzusammenführung eher abbauen, anstatt mehr Arbeiter zur Unterstützung der Wirtschaft zu bringen.
Ablehnung früher Termine auch nach Vorabüberprüfung:
Früher gab es die Möglichkeit der Vorabüberprüfung, bei der die Dokumentenprüfung bereits in Deutschland abgeschlossen werden konnte, um die Wartezeit nach dem Visa-Termin für die Anwaltsprüfung zu vermeiden. Die Botschaft hat jedoch jetzt auch abgelehnt, frühe Termine für diese Personen zu vergeben, und führt als Grund die große Anzahl von Anfragen an. Ich frage die Botschaft und das Außenministerium, wenn Sie die Arbeitsvisa mit Vorabgenehmigung schneller bearbeiten können, warum können Sie dann das Familien-Visum nicht schneller für diejenigen genehmigen, die die Vorabüberprüfung abgeschlossen haben?
Falsche und irreführende Informationen auf der Botschafts Website
Wie auf dem untenstehenden Link zu sehen ist, gibt die Website der deutschen Botschaft Islamabad an, dass Termine für die Familienzusammenführung derzeit erst in über einem Jahr verfügbar sind. Informationen zur Wartezeit für Familienzusammenführungsvisa
Diese Information ist ziemlich falsch und irreführend, ebenso wie verwirrend. Mehr als 1 Jahr könnte 2 Jahre, 3 Jahre, 4 Jahre oder mehr bedeuten? In Wirklichkeit vergibt die deutsche Botschaft Islamabad jedoch im September 2023 Termine in der Kategorie Familienzusammenführung nur an diejenigen, die sich im September 2021 beworben haben. Dies bedeutet, dass die gesamte Dauer leicht auf mehr als 2 Jahre ausgedehnt werden kann. Es ist unerlässlich, dass die deutsche Botschaft und das Außenministerium auf ihrer Website genaue und aktuelle Wartezeiten für Familienzusammenführungsvisa bereitstellen. Wir fordern die Botschaft auf, die Website regelmäßig mit der aktuellen Wartezeit in Monaten und der bearbeiteten Termin-Referenznummer zu aktualisieren, um sicherzustellen, dass Familien über ihre Aussichten gut informiert sind. Klarheit und Transparenz sind in dieser Angelegenheit unerlässlich.
Ausgesperrt von der Wiedervereinigung: Das Schicksal von Familien, denen Besuchsvisa verweigert wurden.
Die Botschaft hat im Wesentlichen ihre Türen für Menschen geschlossen, die sich mit ihren Familien wieder vereinigen möchten. Selbst Besuchs Visaanträge werden allein mit der Begründung abgelehnt, auf der Warteliste für die Familienzusammenführung zu stehen. Diese starre Haltung ist nichts weniger als Grausamkeit, insbesondere für Paare, die sich sehnen, die kostbaren ersten Monate ihrer Ehe zusammen zu verbringen. Wir bitten das Außenministerium nachdrücklich, eine mitfühlende Alternative zu prüfen. Wenn Familienvisa nicht rasch erteilt werden können, sollten zumindest Ehegatten vorübergehend über Besuchsvisa wieder vereint werden dürfen. Sie verdienen die Chance, sich zu sehen und einige Zeit miteinander zu verbringen. Wenn die Botschaft in der Vergangenheit überlastet war und neues Personal hinzugefügt wurde, muss dieses neue Personal die Anträge auf Familienzusammenführung aus humanitären Gründen mit höchster Priorität bearbeiten.
Vorgeschlagene Lösungen und Forderungen zur Bewältigung der Krise bei den Familienzusammenführungsvisa
Wir bitten Sie inständig, die Ernsthaftigkeit unserer Situation anzuerkennen und sofort entschlossene Maßnahmen zu ergreifen. Familien sollten solchen unmenschlichen Bedingungen nicht ausgesetzt sein.
Wir schlagen respektvoll folgendes vor:
Die Botschaft sollte die Bearbeitung des erheblichen Rückstands bei den Anträgen auf Familienzusammenführung aus humanitären und dringenden Gründen priorisieren. Statt Arbeitsvisa zu beschleunigen, sollte die höchste Aufmerksamkeit denjenigen gelten, die bereits in Deutschland leben, fleißig Steuern zahlen und einen erheblichen Beitrag zur sozialen Sicherheit und Wirtschaft des Landes geleistet haben. Die Priorisierung von Familienzusammenführungen wird nicht nur den Antrag Rückstau reduzieren, sondern auch die Wartezeiten für neue Antragsteller erheblich verkürzen. Antragsteller in der Kategorie Familienzusammenführung sollten die Möglichkeit erhalten, einen frühen Termin beim Konsulat in Karachi oder anderen nahegelegenen Konsulaten an Orten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien oder an anderen benachbarten Standorten zu erhalten, an denen die Wartezeit wesentlich kürzer ist und die für Menschen aus Pakistan leichter zu erreichen sind. Um die Belastung der deutschen Botschaft in Islamabad zu verringern, schlagen wir die Einrichtung eines neuen Konsulats oder einer Botschaft vor, idealerweise an einem Ort, der die Antragsteller aus Punjab und KPK bedienen kann, Regionen, die die Mehrheit der Antragsteller ausmachen.
Darüber hinaus sollte der Ehrenkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Lahore befähigt werden, Visaanträge anzunehmen, was die Arbeitsbelastung der Botschaft weiter verteilen würde. Angesichts der Belastung der Botschaft sollte die Auslagerung der Dienstleistungen zur Erteilung von Familienzusammenführungsvisa an eine vertrauenswürdige Organisation wie VFS Global oder eine ähnliche Organisation erwogen werden. Dieser Ansatz hat sich bereits in Ländern wie Indien und Vietnam bewährt, wo die Auslagerung von Terminen die Wartezeiten erheblich reduziert und den Antragsprozess optimiert hat. Verbesserte Kommunikation: Bieten Sie den Antragstellern klare und zeitnahe Updates zum Stand ihrer Visaanträge an und verschaffen Sie ihnen etwas Erleichterung von der quälenden Unsicherheit.
Abschließende Bemerkungen:
Wir, die Unterzeichnenden, stehen in unserem Appell für Mitgefühl und Menschlichkeit vereint. Die von diesen schmerzhaften und unerträglich langen Verzögerungen betroffenen Familien verdienen Besseres. Lassen Sie unsere gemeinsame Stimme zum Hoffnungsschimmer für diejenigen werden, die in diesem bürokratischen Dickicht gefangen sind.
Bitte, Bundesaußenministerium und Außenminister, lassen Sie uns den Geist der Familie, der Liebe und der Einheit wieder entfachen. Es ist Zeit, das Leiden zu beenden und die durch diese ungerechte Wartezeit getrennten Familien wieder zu vereinen. Gemeinsam können wir unzähligen Herzen Trost spenden und den Glauben an das Mitgefühl unserer großartigen Nation wiederherstellen.

2.613
Das Problem
Getrennt durch die Bürokratie: Ein Plädoyer für dringendes Handeln:
Wir, eine vielfältige Gruppe von Menschen, die seit vielen Jahren in Deutschland beheimatet sind, schreiben Ihnen schweren Herzens, da dringendes Handeln erfordert wird. Wir, zugezogen oder aufgewachsen in Deutschland, sind Berufstätige Menschen, teilen einen gemeinsamen Traum: eine Familie zu gründen und ein gemeinsames Leben mit unserer neuen Familie aufzubauen. Leider bleiben diese Träume und Hoffnungen, aufgrund der anhaltenden Verzögerungen in der deutschen Botschaft in Islamabad, Pakistan, seit mehreren Jahren unerfüllt.
Die Situation verschlechtert sich von Jahr zu Jahr. Unsere Partner müssen eine unwürdige Wartezeit von fast 3 Jahren hinnehmen, bevor ihre Anträge für Familienzusammenführung genehmigt werden.
In welcher Zeit der Antrag beschieden werden kann, hängt zudem grundsätzlich vom Arbeitsaufkommen der Visa-Stelle, der zuständigen Ausländerbehörde (Zustimmung zur Visumerteilung) und natürlich von der Vorsprache ab, bei der dann auch erst geprüft wird, ob die Antragsunterlagen komplett sind.
Im Ergebnis sind bis zur Vergabe eines Visums bis zu 36 Monate vergangen.
Es bahnt sich eine humanitäre Krise an: Dies ist nicht nur eine bürokratische Verzögerung; es ist eine humanitäre Krise. Für Betroffene ist die Situation emotional schwer zu vermitteln.Die lange Trennung belastet das geistige und emotionale Wohlbefinden der Betroffenen immens. Der Trennungsschmerz ist nicht nur emotionaler, sondern auch körperlicher Natur, da viele in einem fremden Land Entbehrungen und Einsamkeit ertragen müssen. Kinder wachsen ohne die Umarmung ihrer Eltern auf und Ehepartner ertragen endlose Nächte der Einsamkeit, während sie die Herausforderungen des Lebens alleine meistern.
Geplatzte Träume und verpasste Chancen:
Viele Familien, die auf der Suche nach einer Wiedervereinigung waren, hatten sich ein gemeinsames Leben mit Träumen Hoffnungen vorgestellt. Diese Träume werden jedoch zunichte gemacht, während die Monate gar Jahre vergehen. Die langen Wartezeiten führen dazu, dass Meilensteine, Bildungschancen und wertvolle Momente verpasst werden, die nie wieder zurückgeholt werden können.
Der Ruf nach Mitgefühl:
Wir verstehen die Notwendigkeit gründlicher Prüfungen der eingereichten Unterlagen für die Zusammenführung, aber diese Prüfung ist, nach dem Termin in der Botschaft, inhuman und teilweise demütigend. Familien und ihre Zukunft hängen in der Schwebe, die psychischen Narben bleiben irreparabel. Wir befinden uns in einer verzweifelten Situation und haben das Gefühl, dass unsere Bitten auf taube Ohren stoßen.
Daher ist es kaum zu glauben, dass Mitarbeiter von beteiligten Behörden in Telefongesprächen ihrem Bedauern Ausdruck verleihen, aber nichts an der Anweisung ändern können.
Die Unterzeichner stellen sich ausdrücklich hinter die Forderung, das Vergabeverfahren zu überprüfen und unter Einhaltung ALLER geltenden gesetzlichen Normen in einem vertretbaren Zeitraum durchzuführen.
Denn die Antworten vom Auswärtigen Amt sind standardisierte E-Mails, immer mit der gleichen inakzeptablen Antwort – dass Schritte unternommen werden, um das Problem anzugehen. Leider trägt diese Zusicherung kaum dazu bei, unsere Not zu lindern, da niemand zu begreifen scheint, welche enorme emotionale und psychische Belastung diese Verzögerung für uns hat. Zeit ist eine endliche Ressource und jeder Tag, der vergeht, trennt uns von unseren geliebten Menschen.
Die Krise eskaliert!
Nach aktuellem Stand vergibt die deutsche Botschaft im September 2023 Termine an Antragsteller, die sich bereits im September 2021 haben, auf die Warteliste setzen lassen. Die langen Wartezeiten haben unhaltbare Ausmaße erreicht, und es ist festzuhalten, dass das Problem bereits vor dem Corona-Jahr 2021 bestand. Seitdem wurde leider wenig unternommen und die Situation spürbar zu verbessern. Bzw. scheint die Situation für das Auswärtige Amt keine hohe Priorität zu sein.
Verletzung der Menschenrechte
Unser Appell richtet sich an alle zuständigen deutschen Behörden, um auf die Verzögerungen bei der Erteilung von Visa und bei der Familienzusammenführung für pakistanische Staatsangehörige aufmerksam zu machen. Diese Verzögerungen fügen den Beziehungen der Paare erheblichen Schaden zu und verstoßen gegen mehrere Gesetze und Grundsätze, die die Werte der Gleichbehandlung, der Menschenrechte und der Einheit der Familie untermauern.
- Verstoß gegen das Recht auf Familienleben: Die Verzögerung des Visumverfahrens zur Familienzusammenführung verstößt gegen das Grundrecht auf Familienleben, das durch Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) geschützt wird. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Menschen die Möglichkeit haben, mit ihren Angehörigen zusammenzuleben, und Verzögerungen im Visumverfahren beeinträchtigen dieses Recht erheblich.
- Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes: Die Verzögerungen bei der Erteilung von Visa betreffen in unverhältnismäßiger Weise pakistanische Staatsangehörige und führen zu einer Ungleichbehandlung aufgrund der Staatsangehörigkeit, was gegen die Grundsätze der Nichtdiskriminierung verstößt, die in verschiedenen internationalen Verträgen, einschließlich des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR), verankert sind.
- Zuwiderhandlung gegen internationale Verpflichtungen: Als Unterzeichner verschiedener internationaler Konventionen und Abkommen, einschließlich der UN-Konvention über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der EMRK, ist Deutschland verpflichtet, dafür zu sorgen, dass seine Einwanderungsprozesse im Einklang mit diesen Konventionen und Abkommen stehen.
Stimmen der Betroffenen:
Betroffene dieser Geschichten sind lediglich ein Einblick in die Hunderte ähnlicher Erzählungen, in denen Familienbande auseinandergerissen, Beziehungen bis zum Zerreißen belastet, Ehen aufgelöst und Kinder ohne einen ihrer Eltern aufwachsen gelassen wurden, und das alles als... Ergebnis der längeren FRV-Verzögerung, die unzählige Leben zerstört. Man kommt nicht umhin, sich zu fragen, wie viele andere diese Qual stillschweigend ertragen und über drei Jahre lang im Schatten der Ungewissheit warten.
Geschichte 1:
Dr. Ing-D.A. Awan wartet nun seit fast 2 Jahren auf einen Termin bei der deutschen Botschaft in Islamabad für seine kranke Frau. Dr. Ing-D.A. Awan, deutscher Staatsbürger pakistanischer Herkunft, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter in München arbeitet, beantragte ein Visum zur Familienzusammenführung für seine Frau. Seine Frau leidet unter einer Wirbelsäulenverletzung und zahlreichen weiteren medizinischen Problemen, die seit langem chronische Schmerzen bereiten. Ihr Zustand verschlechterte sich täglich und sie hofften, dass seine Frau in Deutschland, im Rahmen seiner Krankenversicherung, behandeln kann. Trotz der Krankheit und wiederholter Bitten lehnte die Botschaft ihren Antrag auf einen Sondertermin ab, obwohl die deutsche Botschaft angibt, medizinische Notfälle priorisiert zu behandeln. In seiner Verzweiflung hat Dr. Awan beschlossen, rechtliche Schritte gegen die Botschaft einzuleiten, bzw. gegen die zuständige Behörde, das Auswärtige Amt, einzuleiten. Der Schutz der Familie ist ein Grundrecht, das in Deutschland für alle gilt. Zum Schutz der Familie gehört auch, der Familie ein Zusammenleben zu ermöglichen. Es ist eine herzzerreißende Tragödie, die dringend mehr Fokus und Veränderungen erfordert.
Geschichte 2:
S. A. Khokhar, Inhaber einer Blue Card und Design Ingenieur für Solar- und Windenergiesysteme, wartet seit 21 Monaten auf einen Termin. Die Botschaft schweigt zu den langen Wartezeiten. Dadurch ist Khokkar und seine Familie in Pakistan zutiefst Verunsichert, welches auch seine Beziehung belastet. Seine zweijährige Tochter erkennt und kenne ihren eigenen Vater nicht und wächst in seiner Abwesenheit auf. Die Familie leidet unter psychischen Traumata und Khokhar bedauert seine Niederlassung in Deutschland mittlerweile zutiefst.
Geschichte 3:
Ein Leben, das durch endloses Warten zerstört wurde. In Römerberg wurde ein Leben durch endloses Warten zerstört. Nachdem ich mich im September 2019 um einen Termin beworben hatte, folgte eine 14-monatige Wartezeit, anschließend wurde die in Pakistan ausgestellte Urkunde meiner Frau bemängelt. Diese sollte per Gerichtsbeschluss korrigiert oder vervollständigt werden. Dadurch verging ein weiteres Jahr mit Anwälten und Gerichtsterminen, um das Problem zu beheben. Tragischerweise forderten die lange Wartezeit, der ständige Stress und das endlose Warten schließlich ihren Tribut. Die Ehe zerbrach nach nur kurzer Zeit.
Für Veränderung eintreten: Die unermüdlichen Bemühungen betroffener Familien
In den letzten Jahren haben wir eine wachsende Zahl von betroffenen Menschen erlebt, die in der Bürokratie gefangen waren und deren herzzerreißende Geschichten auf der Facebook-Plattform geteilt wurden. In diesen Gruppen erhalten wir regelmäßig einen Einblick in die Herausforderungen, mit denen die Betroffenen konfrontiert sind, die sich nach einem gemeinsamen Familienleben sehnen.
Hier ist zu erwähnen, dass die Betroffenen im August 2022 vor dem Auswärtigen Amt in Berlin protestierten und ihre Lage klar und verständlich darstellten. Auch wurde ein Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes, der sich an die Protestierenden wandte, über den kompletten Ablauf in Kenntnis gesetzt. Leider hat sich trotz aller Bemühungen, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, nichts an der Situation verändert. Es wurden auch Briefe und E-Mails an die deutsche Botschaft in Islamabad, das Auswärtige Amt in Berlin, Menschenrechtsorganisationen und die Presse verschickt. Es wurden auch Social-Media-Kampagnen organisiert. Viele kontaktierten auch ihren gewählten Abgeordneten, um eine Lösung zu finden. Doch trotz jahrelanger unermüdlicher Bemühungen blieb die Situation unverändert. Auch die Berliner Zeitung beleuchtete dieses Thema bei einer Protestkundgebung von Betroffenen vor dem Auswärtigen Amt in Berlin. Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) Bericht der Berliner Zeitung
Berichterstattung in den Medien:
Dieses Thema hatte wiederholt die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen, jedoch scheint das Auswärtige Amt nicht bereit zu sein, die eigenen Fehltritte sowie die schlechte Planung bei der Bewältigung der Verzögerungen bei Familienzusammenführung anzuerkennen. Insbesondere der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), enthüllte kürzlich eine herzzerreißende Geschichte. Darin wird die Geschichte eines hochqualifizierten Doktoranden aus Pakistan gezeigt, ein Pionier auf dem Gebiet modernster künstlicher Intelligenz an einer Landesuniversität in Thüringen. Tragischerweise entschloss der Doktorand, Deutschland wieder zu verlassen, weil seine Familie ebenfalls auf einer scheinbar endlosen Warteliste stand, was ihn dazu veranlasste, in ein benachbarten EU-Land zu ziehen, wo er innerhalb weniger Monate der Antrag der Familienzusammenführung genehmigt wurde. Diese Geschichte ist leider kein Einzelfall; es stellt eine allgegenwärtige Krise dar. Viele hochqualifizierte Blue-Card-Inhaber, darunter Ingenieure, IT-Spezialisten und Wissenschaftler, verlassen Deutschland aufgrund der Bürokratischen Prozesse wieder.
Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) report
Viele Medien beteiligen sich aktiv an der Durchführung von Interviews und der Weitergabe der erschütternden Geschichten derjenigen, die in diesem bürokratischen Albtraum gefangen sind. Sie stellen dem Auswärtigen Amt immer wieder kritische Fragen und fordern Antworten und Rechenschaftspflicht.
Antwort der Behörden:
Wir haben die Antworten der Behörden zusammengestellt und im Folgenden dargestellt:
Immer wieder erhalten wir standardisierte E-Mails, mit den gleichen Ausreden, vom Auswärtigen Amt. Sie geben der Corona-Pandemie, dem Krieg in Afghanistan und dem Personalmangel die Schuld. Nur besteht dieses Problem nicht erst seit der Corona-Pandemie. Schon vor Beginn der Corona-Pandemie wuchsen die Wartezeiten in der deutschen Botschaft in Islamabad an.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Botschaft in Islamabad nun auch Anträge afghanischer Menschen aus humanitären Gründen bearbeiten muss, da eine Botschaft in Afghanistan nicht mehr existiert.
Hier eine einfache Frage an das Auswärtige Amt: Halten Sie es nicht für ein humanitäres Problem, Familien über Jahre hinweg getrennt zu halten? Der Schmerz und die Trauer, die so viele Menschen durchmachen, scheinen viel zu lange ignoriert worden zu sein.
Reaktion des Auswärtigen Amtes nach dem Protest:
Vor über einem Jahr versicherte uns das Auswärtige Amt, dass man sich dieser Problematik bewusst sei und aktiv an einer Lösung arbeite. Allerdings ist bereits ein ganzes Jahr vergangen und die Situation im Bereich der Familienzusammenführungen stagniert weiterhin. Betrug die Wartezeit in 2022 noch 18 Monate, ist diese mittlerweile auf 24 Monate angewachsen.
Wir haben unsere Bedenken in unzähligen E-Mails und Briefen an das Auswärtige Amt zum Ausdruck gebracht, nur um immer wieder die gleiche standardisierte E-Mail zu erhalten. Dies sind die gleichen Antworten und Ausreden, die wir seit Jahren vom Auswärtigen Amt hören. Wann werden Worte auch Taten?
Statement of Federal Foreign Office
Antwort des Außenministers:
Selbst der deutsche Außenminister wurde mit Fragen zu den langen Wartezeiten bei der Familienzusammenführung konfrontiert. Sie macht Konflikte in Ländern wie Afghanistan und der Ukraine für die Herausforderungen verantwortlich. Sie sagt, ihr Büro halte die Familienzusammenführung für oberste Priorität und habe mehr Visa-Mitarbeiter eingestellt. Es wird stark angezweifelt, ob diese Bemühungen Früchte tragen werden. Trotz Umzugs der Botschaft in ein größeres Gebäude sowie die Aufstockung des Personals hat sich an der Wartezeit nichts verändert. Die Botschaft ist nicht in der Lage, die hohe Anzahl von Anträgen zur Familienzusammenführung, Blue Card oder Studienvisum, zu bearbeiten. Hinzu kommt, dass sich nächstes Jahr die Zahl der Anträge aufgrund der Chancen Karte weiter erhöhen wird. Die Antwort der Außenminister liefert dazu keine eindeutigen Antworten. Es wird wieder nur vertröstet.
German Foreign Minister Annalena Baerbock , Foreign Minister Bilawal regarding family reunion visa
Reaktion der deutschen Parlamentarier
Viele Betroffene haben sich an mehr als 50 Mitglieder des Deutschen Bundestages gewandt, um dieses Thema in den Fokus des Parlaments zu bringen. Leider wurden unsere Probleme in diesen wichtigen Diskussionen nicht thematisiert. Selbst die zuständigen Abgeordneten haben uns aufs Auswärtige Amt verwiesen. Wenn aber unsere Parlamentarier uns nicht helfen, wer dann? Wie lange wird es noch dauern, bis das Auswärtige Amt dieses Problem endlich angeht und behebt?
Falsche Behauptungen und falsche Prioritäten des Auswärtigen Amts
Hier hört es nicht auf. Das deutsche Außenministerium behauptet fälschlicherweise, dass die Familienzusammenführung ihre höchste Priorität hat, aber die Realität ist das Gegenteil. Jeder, der nach Deutschland ziehen möchte, um ein Arbeitsvisum zu erhalten, wird an der Botschaft mit Priorität behandelt und kann sogar innerhalb weniger Monate seine Familie mitbringen. Dies ist ein Unrecht gegenüber denen, die bereits in Deutschland sind, als hochqualifizierte wissenschaftliche Experten arbeiten und hier viele Jahre Steuern gezahlt haben. So behandelt die deutsche Bürokratie ihre Familien und lässt ihre Familienleben auseinanderreißen. Ich bitte das Außenministerium, dass leider Ihre Worte und Taten nicht übereinstimmen, und wenn es eine Priorität für Familien gäbe, dann müssten Sie den Rückstand bei den Anträgen auf Familienzusammenführung eher abbauen, anstatt mehr Arbeiter zur Unterstützung der Wirtschaft zu bringen.
Ablehnung früher Termine auch nach Vorabüberprüfung:
Früher gab es die Möglichkeit der Vorabüberprüfung, bei der die Dokumentenprüfung bereits in Deutschland abgeschlossen werden konnte, um die Wartezeit nach dem Visa-Termin für die Anwaltsprüfung zu vermeiden. Die Botschaft hat jedoch jetzt auch abgelehnt, frühe Termine für diese Personen zu vergeben, und führt als Grund die große Anzahl von Anfragen an. Ich frage die Botschaft und das Außenministerium, wenn Sie die Arbeitsvisa mit Vorabgenehmigung schneller bearbeiten können, warum können Sie dann das Familien-Visum nicht schneller für diejenigen genehmigen, die die Vorabüberprüfung abgeschlossen haben?
Falsche und irreführende Informationen auf der Botschafts Website
Wie auf dem untenstehenden Link zu sehen ist, gibt die Website der deutschen Botschaft Islamabad an, dass Termine für die Familienzusammenführung derzeit erst in über einem Jahr verfügbar sind. Informationen zur Wartezeit für Familienzusammenführungsvisa
Diese Information ist ziemlich falsch und irreführend, ebenso wie verwirrend. Mehr als 1 Jahr könnte 2 Jahre, 3 Jahre, 4 Jahre oder mehr bedeuten? In Wirklichkeit vergibt die deutsche Botschaft Islamabad jedoch im September 2023 Termine in der Kategorie Familienzusammenführung nur an diejenigen, die sich im September 2021 beworben haben. Dies bedeutet, dass die gesamte Dauer leicht auf mehr als 2 Jahre ausgedehnt werden kann. Es ist unerlässlich, dass die deutsche Botschaft und das Außenministerium auf ihrer Website genaue und aktuelle Wartezeiten für Familienzusammenführungsvisa bereitstellen. Wir fordern die Botschaft auf, die Website regelmäßig mit der aktuellen Wartezeit in Monaten und der bearbeiteten Termin-Referenznummer zu aktualisieren, um sicherzustellen, dass Familien über ihre Aussichten gut informiert sind. Klarheit und Transparenz sind in dieser Angelegenheit unerlässlich.
Ausgesperrt von der Wiedervereinigung: Das Schicksal von Familien, denen Besuchsvisa verweigert wurden.
Die Botschaft hat im Wesentlichen ihre Türen für Menschen geschlossen, die sich mit ihren Familien wieder vereinigen möchten. Selbst Besuchs Visaanträge werden allein mit der Begründung abgelehnt, auf der Warteliste für die Familienzusammenführung zu stehen. Diese starre Haltung ist nichts weniger als Grausamkeit, insbesondere für Paare, die sich sehnen, die kostbaren ersten Monate ihrer Ehe zusammen zu verbringen. Wir bitten das Außenministerium nachdrücklich, eine mitfühlende Alternative zu prüfen. Wenn Familienvisa nicht rasch erteilt werden können, sollten zumindest Ehegatten vorübergehend über Besuchsvisa wieder vereint werden dürfen. Sie verdienen die Chance, sich zu sehen und einige Zeit miteinander zu verbringen. Wenn die Botschaft in der Vergangenheit überlastet war und neues Personal hinzugefügt wurde, muss dieses neue Personal die Anträge auf Familienzusammenführung aus humanitären Gründen mit höchster Priorität bearbeiten.
Vorgeschlagene Lösungen und Forderungen zur Bewältigung der Krise bei den Familienzusammenführungsvisa
Wir bitten Sie inständig, die Ernsthaftigkeit unserer Situation anzuerkennen und sofort entschlossene Maßnahmen zu ergreifen. Familien sollten solchen unmenschlichen Bedingungen nicht ausgesetzt sein.
Wir schlagen respektvoll folgendes vor:
Die Botschaft sollte die Bearbeitung des erheblichen Rückstands bei den Anträgen auf Familienzusammenführung aus humanitären und dringenden Gründen priorisieren. Statt Arbeitsvisa zu beschleunigen, sollte die höchste Aufmerksamkeit denjenigen gelten, die bereits in Deutschland leben, fleißig Steuern zahlen und einen erheblichen Beitrag zur sozialen Sicherheit und Wirtschaft des Landes geleistet haben. Die Priorisierung von Familienzusammenführungen wird nicht nur den Antrag Rückstau reduzieren, sondern auch die Wartezeiten für neue Antragsteller erheblich verkürzen. Antragsteller in der Kategorie Familienzusammenführung sollten die Möglichkeit erhalten, einen frühen Termin beim Konsulat in Karachi oder anderen nahegelegenen Konsulaten an Orten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien oder an anderen benachbarten Standorten zu erhalten, an denen die Wartezeit wesentlich kürzer ist und die für Menschen aus Pakistan leichter zu erreichen sind. Um die Belastung der deutschen Botschaft in Islamabad zu verringern, schlagen wir die Einrichtung eines neuen Konsulats oder einer Botschaft vor, idealerweise an einem Ort, der die Antragsteller aus Punjab und KPK bedienen kann, Regionen, die die Mehrheit der Antragsteller ausmachen.
Darüber hinaus sollte der Ehrenkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Lahore befähigt werden, Visaanträge anzunehmen, was die Arbeitsbelastung der Botschaft weiter verteilen würde. Angesichts der Belastung der Botschaft sollte die Auslagerung der Dienstleistungen zur Erteilung von Familienzusammenführungsvisa an eine vertrauenswürdige Organisation wie VFS Global oder eine ähnliche Organisation erwogen werden. Dieser Ansatz hat sich bereits in Ländern wie Indien und Vietnam bewährt, wo die Auslagerung von Terminen die Wartezeiten erheblich reduziert und den Antragsprozess optimiert hat. Verbesserte Kommunikation: Bieten Sie den Antragstellern klare und zeitnahe Updates zum Stand ihrer Visaanträge an und verschaffen Sie ihnen etwas Erleichterung von der quälenden Unsicherheit.
Abschließende Bemerkungen:
Wir, die Unterzeichnenden, stehen in unserem Appell für Mitgefühl und Menschlichkeit vereint. Die von diesen schmerzhaften und unerträglich langen Verzögerungen betroffenen Familien verdienen Besseres. Lassen Sie unsere gemeinsame Stimme zum Hoffnungsschimmer für diejenigen werden, die in diesem bürokratischen Dickicht gefangen sind.
Bitte, Bundesaußenministerium und Außenminister, lassen Sie uns den Geist der Familie, der Liebe und der Einheit wieder entfachen. Es ist Zeit, das Leiden zu beenden und die durch diese ungerechte Wartezeit getrennten Familien wieder zu vereinen. Gemeinsam können wir unzähligen Herzen Trost spenden und den Glauben an das Mitgefühl unserer großartigen Nation wiederherstellen.

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Die Entscheidungsträger*innen

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Petition am 14. September 2023 erstellt