
Es gibt gute Nachrichten! Unser Protest wächst und wird lauter. Tausende machten in den vergangenen Wochen bei SEEBRÜCKE-Protestaktionen mit. Hunderttausende unterzeichnen Appelle und Aufrufe. Und gerade jetzt vor Ostern haben sich auch die Kirchen äußerst klar positioniert. Enorm viele Kirchenvertreter*innen fordern sowohl die Räumung der Lager auf den ägäischen Inseln, wie die auch sofortige Evakuierung der Kinder und Jugendlichen. Manche bieten dafür sogar konkrete Hilfe an!
Diese starke Unterstützung ist wichtig, weil die Stimme der Kirche Gewicht hat und von der Politik nicht ignoriert werden kann.
Wir dokumentieren für Euch einige der vielen Wortmeldungen:
“Dass jetzt gerade einmal 50 Kinder tatsächlich kommen dürfen ist gut und zugleich beschämend. Das Gebot der Stunde heißt Solidarität.“ - Kirchenpräsident Volker Jung, Ev. Kirche in Hessen und Nassau (buero.kirchenpraesident@ekhn.de)
“Als Leitende Geistliche der Ev. Kirche in Mitteldeutschland stehen wir bereit, den Behörden bei der Unterbringung, Verpflegung und Betreuung von Menschen aus den Flüchtlingslagern [...] behilflich zu sein.” - Bischof Friedrich Kramer und alle Regionalbischöfe der Evangelische Kirche Mitteldeutschlands (friedrich.kramer@ekmd.de)
“Auch wir als Lippische Landeskirche erklären unsere Bereitschaft, an dieser Stelle [bei der Aufnahme von Flüchtlingen] nach unseren Möglichkeiten zu unterstützen.“ - Landessuperintendent Dietmar Arends (dietmar.arends@lippische-landeskirche.de)
„Ich hoffe sehr, dass Kinder und Jugendliche bis Ostern ausgeflogen und in Sicherheit gebracht werden. [...] Ostern ist ein Fest, an dem sichtbar und greifbar wird: Gott will das Leben!“ - Bischof Christian Stäblein, Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz (bischof@ekbo.de)
„Wie können wir Ostern, Auferstehung feiern, wenn Kinder vor unseren Augen untergehen!“ - Diakonie in Rheinland-Pfalz.
„Es ist mir nicht mehr begreiflich, warum das vor vier Wochen vom Koalitionsausschuss beschlossene Kontingent von mindestens 1500 Kindern nicht längst nach Deutschland evakuiert wurde.” - EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm (landesbischof@elkb.de). Schaut euch unbedingt auch dieses Video an: https://twitter.com/i/status/1247231426862419969
“Schmieden Sie Bündnisse vor Ort, mit anderen Wohlfahrtsverbänden, den Kirchen und Initiativen wie der „Seebrücke“, so dass Sie vor Ort eine Initiative wie „Sichere Häfen“ unterstützen!” - Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe
“Deutschland und Europa sind in der Pflicht, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die desaströsen Verhältnisse auf Lesbos zu beenden. [...] Die Flüchtlingsdienste der Kirche sind bereit, ihren Beitrag zur Überwindung der humanitären Not an den EU-Außengrenzen zu leisten.” - Erzbischof Stefan Heße (breuing@erzbistum-hamburg.de)
“Lager wie das auf Lesbos müssen aufgelöst werden. Es müssen Orte gefunden werden, an denen die Menschen menschenwürdig leben können” - Kardinal Rainer Maria Woelki (erzbischof@erzbistum-koeln.de)
Wir haben in den vergangenen Tagen eindrucksvoll gesehen, was zum Schutz von Menschen vor Covid-19 möglich gemacht wurde. Dies müssen wir auch für Flüchtlinge tun.“ - Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland (https://www.diakonie.de/kontakt
Unsere Bitte an Euch:
Bedankt euch jetzt zu Ostern bei der Kirche mit einer kurzen E-Mail! Schickt eurer Landeskirche oder eurem Bistum einen Ostergruß! Gebt den Bischöf*innen Rückenwind und ermutigt sie, sich auch weiterhin öffentlich und entschieden einzusetzen, damit die Not der Flüchtlinge in Griechenland nicht aus dem Blick gerät! Einige E-Mail-Adressen findet ihr oben bei den Zitaten.
Wir wünschen euch frohe Ostern! Bleibt zuhause, gesund und solidarisch!
Mit europäischen Grüßen
Clara Anne Bünger, Ansgar Gilster, Sven Giegold MdEP und Erik Marquardt MdEP