Die Palette Stresemannstraße muss bleiben!

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Das Problem

Offener Brief für den Erhalt des Treffpunkts Stresemannstraße 150, Hamburg-Altona

An die Sozialbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, das Bezirksamt Altona und die politischen Verantwortlichen.

Hamburg, 16. September 2026

Sehr geehrte Lesende,

die Palette gGmbH in der Stresemannstraße 150 ist seit 2020 ein unverzichtbarer Ort für Menschen in prekären Lebenssituationen – besonders für jene, die aufgrund von Suchterkrankungen, Wohnungslosigkeit oder sozialer Ausgrenzung von anderen Angeboten nicht erreicht werden. Dieser Treffpunkt muss erhalten bleiben! Dafür hat sich auch der Sozialausschuss Altona einstimmig ausgesprochen und fordert den Erhalt der Einrichtung.

Warum der Treffpunkt in der Stresemannstraße unersetzlich ist:

o   SELBSTBESTIMMUNG: Die Nutzer:innen – darunter v.a. drogenkonsumierende Menschen – haben das Recht, selbst zu entscheiden, wo sie sich aufhalten. Der Treffpunkt bietet ihnen einen akzeptierenden, niedrigschwelligen Raum ohne Vorbedingungen.

o   GEWACHSENE BEZIEHUNGEN: Über Jahre haben sich vertrauensvolle Bindungen zwischen Mitarbeiter:innen und Klient:innen entwickelt. Diese Beziehungen sind die Grundlage für Hilfe und Teilhabe. Die Argumentation, die Palette Stresemannstraße sei nur eine Übergangslösung gewesen, verkennt die Realität auf der Straße: Die Notlage der Menschen ist nicht temporär, und bewährte Strukturen dürfen nicht ohne adäquaten, nahtlosen Ersatz abgewickelt werden.

o   VERLUST FÜR DAS QUARTIER: Die Schließung wäre ein schwerer Rückschlag für Altona. Die Palette ist ein fester Bestandteil des Sozialraums – sie entlastet öffentliche Plätze, schafft Sicherheit und verbindet Menschen mit Hilfsangeboten. Fällt diese weg, droht eine ungesteuerte Verdrängung der Szene in die umliegenden Wohnquartiere oder den ohnehin überlasteten Hauptbahnhof.

o   MEHR ORTE, MEHR CHANCEN: Hamburg braucht dezentrale, diverse Einrichtungen. Drogenkonsumierende sind keine homogene Gruppe. Ein einziges Angebot kann nicht alle erreichen – wir brauchen unterschiedliche Ansätze für unterschiedliche Menschen. Dass der Sozialausschuss Altona sich bereits einstimmig für den Erhalt ausgesprochen hat, zeigt: Die Politik vor Ort weiß, wie unverzichtbar die Palette Stresemannstraße ist.

Unsere Forderung:

SICHERN SIE DEN STANDORT DAUERHAFT! Ohne eine verlässliche Finanzierung droht die Schließung zum 31. Dezember 2026. Das wäre ein unverantwortlicher Verlust für die Stadt und ihre Bewohner:innen.

Wir fordern Sie auf, unverzüglich die notwendigen Mittel bereitzustellen – für eine Übergangsfinanzierung und eine langfristige Lösung.

Unterstützen Sie den Erhalt der Palette!

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