Actualización de la peticiónStopp der Klärschlammverbrennung- es gibt positive Alternativen!HAZ bringt verstümmelten Leserbrief!
Umweltschutzverein in Isernhagen und Umgebung e.V.
23 abr 2021

Wir sind enttäuscht von der Veröffentlichung, dokumentieren den Originalbrief und das was gebracht wurde und überlassen den Leser:innen ihr Urteil (Fettgedrucktes  wurde gebracht):

Leserbrief: zu „Gibt es Alternativen zur Klärschlammverbrennung in Lahe? Bürger, Enercity und Experten diskutieren“ im Isernhagenteil vom16.04.2021

Klimaschutz ist der entscheidene Punkt!

In Ihrem Bericht über die beiden Veranstaltungen geben Sie die Meinung des Enercity-Referenten Dr. Schüle wider, der den enormen CO2-Ausstoß der geplanten zentralen Klärschlammverbrennungsanlage dadurch zu rechtfertigen suchte, dass es bei der dezentralen Pyrolyse noch schlimmer sei.
Offensichtlich hat sich Enercity bzw. der Ersteller der verwendeten Grafik noch nie ernsthaft mit der dezentralen Alternative beschäftigt. Daher raten wir dringend zu einer Besichtigung einer derartigen Anlage oder zumindest die Ansicht des Videos des Zweckverbands Frohnbach!
Der Lieferant der Pyrolyse-Anlage Frohnbach, die Firma BIOMACON aus Rehburg hat die Angaben Dr. Schüles überprüft und korrigiert. (siehe Anhang(1).
Danach kommt es durch Nutzung der Prozesswärme für die Trocknung fast zu einer Halbierung der behaupteten Werte. Wird wie in Frohnbach auch die vor Ort anfallende Stromerzeugung aus Solarenergie und Biogas genutzt, kommt es zu einer weiteren Reduktion.
Das entscheidende ist aber, dass  Kohlenstoff im Karbonisat in fester Form gespeichert wird statt als CO2 klimaschädlich freigesetzt zu werden.
Als Hilfsstoff in den Boden eingebracht, kann er nach Ansicht der Wissenschaftler Dr. Veser und Prof. Glaser  auf diese Weise über hunderte von Jahren klimapositv wirken.
Wir haben diese Klimawirkung für unsere bundesweite Petition einmal auf die Verhältnisse der geplanten KVA Lahe berechnet:

Danach soll in der hannoverschen Anlage für die Verbrennung von 160.000 Tonnen entwässerten Schlamm jährlich 38.880 Tonnen dieses Klimagases freigesetzt werden, etwa so viel wie 21.000 PKW im Jahr erzeugen.

Dagegen können im Endprodukt (Karbonisat) von dezentralen Pyrolyse-Anlagen (direkt an den jeweiligen Kläranlagen!) zum Vergleich jährlich 5850Tonnen CO2 bodenverbessernd über lange Zeiträume gespeichert werden. Dieses Karbonisat wirkt  wasserspeichernd und enthält  pflanzenverfügbares Phosphat. Wir bleiben dabei, die geplante KVA Lahe ist klimapolitisch nicht zu verantworten und bitten die Bürger:innen uns bei der Abwehr dieses Projekts zu unterstützen und sich für die besseren dezentralen Lösungen ein zusetzen.

Heidrun und Siegfried Lemke Umweltschutzverein in Isernhagen und Umgebung e.V.

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(1) Der Brief an die Redaktion enthielt den korrigierten Anhang

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