
In dem aktuellen HAZ-Bericht wird u. E. die falsche Information des Dr. Schüle wiedergegeben. Daraufhin haben wir uns an die Lokalzeitung gewandt und um Korrektur gebeten:
" in Ihrem heutigen Bericht über die beiden Veranstaltungen geben Sie die Meinung des Enercity-Referenten Dr. Schüle wieder, der den enormen CO2-Ausstoß der geplanten zentralen Klärschlammverbrennungsanlage dadurch zu rechtfertigen suchte, dass es bei der dezentralen Pyrolyse noch schlimmer sei.
Offensichtlich hat sich Enercity bzw. der Ersteller der verwendeten Grafik noch nie ernsthaft mit der dezentralen Alternative beschäftigt. Daher raten wir dringend zu einer Besichtigung einer derartigen Anlage oder zumindest die Ansicht des Videos des Zweckverbands Frohnbach!
Der Lieferant der Pyrolyse-Anlage Frohnbach, die Firma BIOMACON aus Rehburg hat die Angaben überprüft und korrigiert. (siehe Anhang).
Danach kommt es durch Nutzung der Prozesswärme für die Trocknung fast zu einer Halbierung der behaupteten Werte. Wird wie in Frohnbach auch die vor Ort anfallende Stromerzeugung aus Solarenergie und Biogas genutzt, kommt es zu einer weiteren Reduktion.
Das entscheidende ist aber, dass Kohlenstoff im Karbonisat in fester Form gespeichert wird statt als CO2 klimawirksam freigesetzt zu werden.
Als Hilfsstoff in den Boden eingebracht, kann er nach Ansicht der Wissenschaftler Dr. Veser und Prof. Glaser auf diese Weise über hunderte von Jahren klimapositv wirken.
Wir haben diese Klimawirkung für unsere bundesweite Petition einmal auf die Verhältnisse der geplanten KVA Lahe berechnet:
Danach soll in der hannoverschen Anlage für die Verbrennung von 160.000 Tonnen entwässerten Schlamm jährlich 38.880 Tonnen dieses Klimagases freigesetzt werden, etwa so viel wie 21.000 PKW im Jahr erzeugen.
Dagegen können im Endprodukt (Karbonisat) von dezentralen Pyrolyse-Anlagen (direkt an den jeweiligen Kläranlagen!) zum Vergleich jährlich 5850Tonnen CO2 bodenverbessernd über lange Zeiträume gespeichert werden. Dieses Karbonisat wirkt wasserspeichernd und enthält pflanzenverfügbares Phosphat.
Wir bleiben dabei, die geplante KVA Lahe ist klimapolitisch nicht zu verantworten.
Daher bitten wir Sie um eine Richtigstellung in geeigneter Form."
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Aktualisierung 23.04.21: Die Lokalredaktion der HAZ hat es abgelehnt den Bericht zu korrigieren, der das Schwergewicht auf den öffentlichen Auftritt Dr. Schüles vor dem Planungsausschuss der Gemeinde mit den fehlerhaften Infos gelegt und bei der Veranstaltung der Grünen noch nicht einmal alle Referenten und erwähnt hatte.
Sie hat uns auf die Möglichkeit des Leser:innen-Briefs hingewiesen und das daraus gemacht (Link anklicken)