Petition updateDas SEZ sanieren und als Sport- und Freizeitfläche für alle wiederöffnen!Artikel von Deutschlandfunk Kultur und Initiativen-Treffen
Susanne LorenzBerlin, Germany
May 4, 2024

Liebe UnterstützerInnen für den Erhalt des SEZ,

am 02.05.2024 erschien von Deutschlandfunk Kultur nachfolgender Artikel, auf den ich gern hinweisen möchte:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ostmoderne-erhalten-ddr-moderne-architektur-100.html

Im Artikel wird dargestellt, dass viele Bauten der Ostmoderne auf dem Gebiet der ehemaligen DDR bereits abgerissen wurden, obwohl sie noch intakt waren, es teilweise auch Proteste gegen den Abriss gab und der Abriss nutzbarer Bauten zur Vernichtung grauer Energie führt, also auch ökologisch nicht vertretbar ist.

Erklärt wird die Abrisswut mit dem vom Stadthistoriker Harald Engl geprägten Begriff des "kolonialen Siegerblicks" des Westens auf den Osten nach der Wiedervereinigung, weshalb sozialistische Wahrzeichen im Sinne eines Sturzes von Denkmälern aus dem Stadtbild entfernt werden sollten, um Erinnerungen zu tilgen.

Als Beispiel wird der Palast der Republik genannt, aber auch das Ahornblatt und das Generalshotel am Flughafen Schönefeld, die trotz Denkmalschutz abgerissen wurden.

Im Artikel wird darauf hingewiesen, dass mittlerweile ein Umdenken stattfindet, auch weil die künstlerische Bedeutung der Architektur der Ostmoderne ebenso ins Bewusstsein rückt wie die funktionale Bedeutung dieser Bauten für die Gemeinschaft und die Einfügung ins Stadtbild.

So wird das farbenprächtige Sport- und Erholungszentrum SEZ, mit dem viele BerlinerInnen (und auch Menschen aus der gesamten ehemaligen DDR) Erinnerungen verknüpfen und das ebenfalls aus dem Stadtbild verschwinden soll, mit dem Centre Pompidou in Paris verglichen. Es wird auch berichtet, dass sich Widerstand gegen den Abriss des SEZ formiert. Dies kann ich nur unterstreichen.

Die verschiedenen Initiativen treffen sich mittlerweile regelmäßig gemeinsam 1-2 Mal monatlich, meist montags abends, in Friedrichshain, um Ideen zur Rettung des SEZ zu besprechen. Ob fachliche Expertinnen, AnwohnerInnen, Menschen, die früher gern im SEZ waren oder einfach helfen möchten, jede und jeder ist bei diesen Treffen herzlich willkommen. Bezüglich Ort und Zeit kann man sich gern an Gemeingut in BürgerInnenhand, Architects for Future oder mich (sezretten@web.de) wenden.
 
Und auch diese (und die anderen) Petitionen zu unterschreiben und zu teilen, hilft weiterhin. Vielen Dank an alle, die sich für den Erhalt des SEZ einsetzen.

Herzlichst, Susanne Lorenz

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