
In der heute veröffentlichten Pressemitteilung des Bausenators heißt es:
"Es wird zudem geprüft, wie bestehende Baustoffe aus dem Gebäude des ehemaligen SEZ wiederverwendet werden können.
Eine Umsetzung des Bebauungsplans, für den der Abriss des SEZ notwendig ist, bedeutet nicht, dass die Geschichte des Ortes negiert wird. Bereits im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wurde eine Studie zur historischen Entwicklung des Standorts erarbeitet, die für die Dokumentation der Entwicklung des Bereiches eine Grundlage darstellen kann.
Das SEZ ist im Jahr 1981 als moderner Bad- und Sportkomplex eingeweiht worden. Viele Berlinerinnen und Berliner verbrachten Ihre Freizeit im SEZ. Hier lernte man schwimmen, erholte sich und trieb Sport. Obgleich die Funktion des SEZ aus den 1980er-Jahren aufgrund veränderter Rahmenbedingungen und Bedarfe nicht wiederaufgenommen wird, ist es ein wichtiger Erinnerungsort. Vor dem Abriss des Gebäudes wird deshalb geprüft, ob wesentliche identitätsstiftenden Merkmale erhalten werden können."
In einem Artikel im Tagesspiegel vom 02.02.2024 heißt es dazu: "die SPD-Fraktion fordert zwar einen 'umfangreichen Abriss', allerdings sollen die Bagger nicht gleich alles plattmachen und das baukulturelle Erbe sowie die markanten Fassaden erhalten bleiben. Wie genau, das soll in einem Architektenwettbewerb entschieden werden."
Wir finden, eine Dokumentation zum SEZ und die Prüfung, ob Teile der Fassade erhalten werden können, reicht nicht aus. Ziel muss es sein, das SEZ in großen Teilen mit seinen wesentlichen Funktionen zu erhalten!
Der Senat hat die Rückgabe des Geländes mit dem Argument erstritten, dass der Investor das Schwimmbad nicht wieder in Betrieb genommen hat. Der Senat sollte also zwingend prüfen, WIE er selbst nun das Schwimmbad (und weitere Sportflächen) im SEZ wieder in Betrieb nehmen kann.
Alles andere wäre extrem unglaubwürdig und nicht im Sinne der Bürger dieser Stadt, die neben Wohnraum für die stetig wachsende Bevölkerung auch eine mitwachsende Infrastruktur benötigen, und dazu gehören auch Sport- und Erholungsflächen.
Das SEZ-Gelände ist sehr weitläufig und so kann die zusätzliche Unterbringung (möglichst günstiger) Wohnungen und einer Schule geprüft werden, ohne damit gleich den Abriss des Sport- und Erholungszentrums zu verbinden. Es braucht einen Masterplan für das Gelände, und zwar unter Beteiligung der Bevölkerung.
Vielen Dank an alle Unterstützer, mittlerweile haben mehr als 6.100 Menschen unsere Petition unterschrieben. Auch wenn in der Zwischenzeit weitere Petitionen gestartet wurden, so sind es insgesamt noch nicht genug Unterschriften, um eine Behandlung im Petitionsausschuss sicherzustellen. Deshalb bitten wir Euch, weiter fleißig diese Petition zu unterschreiben und zu teilen. Um so mehr Menschen wir erreichen, um so eher können wir auf eine Zukunft des SEZ hoffen. Danke.