Paul-David Deike, Eva Ohlerth, Marcus Jogerst-Ratzka, Yvonne Falckner
Feb 4, 2021

Wir wollen noch einmal auf eine wirklich sehr gute Petition aufmerksam machen.

Ver.di brüstet sich immer wieder damit, dass sie eine Pflegegewerkschaft wäre und ausschließlich das Recht habe, die Pflege zu vertreten. Gleichzeitig wächst die Unzufriedenheit der Pflegefachkräfte, die sich nicht ausreichend vertreten fühlen. Der Mitgliederschwund bei Ver.di ist unreflektiert hoch. Darüber kann auch nicht der jüngst gefeierte Tarifvertrag der Altenpflege  hinwegtäuschen. Ab 2023 sollen Pflegefachkräfte ein Mindestentgelt von 18,50€ bekommen.
Wenn man den Inflationsausgleich bedenkt, handelt es sich wieder um die üblichen Ver.di- Peanuts.
Um weiterhin Druck aufzubauen, bitten wir Euch, dass Ihr die im Anhang befindliche Petition unterschreibt und teilt.
Unsere Petition, die die größte Pflegepetition zur Zeit ist, freut sich weiterhin über jede Unterschrift, da eine Lohnsteigerung von 33% für Pflegefachkräfte stattfinden muss, um den Beruf nachhaltig zu stabilisieren.
33% Steigerung entsprechen einem Einstiegsgehalt von 4000€ Brutto für Pflegefachkräfte. Diese Forderung befindet sich in unserer Petition.
Die Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerats Christine Vogler spricht sich ebenfalls für 4000€ Einstiegsgehalt für Pflegefachkräfte aus.
Sie begründet es folgendermaßen:

"Professionell Pflegende benötigen angemessene Gehälter, die über Tarifverträge selbstverständlich gezahlt werden. Das Einstiegsgehalt von Pflegenden im 7/24 Schichtdienst muss bei mindestens 4000 Euro liegen, erweiterte abgeschlossene Qualifikationen und lange Verweildauer im Beruf müssen entsprechend zusätzlich vergütet werden. Die Finanzierung darf nicht über die Versorgenden erfolgen, sondern muss gesamtgesellschaftlich getragen werden."


Die Refinanzierung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu betrachten, spricht für eine große Pflegereform, da sonst die Daseinsvorsorge ins Wanken gerät.
Um dieses Ziel zu erreichen sollte die Regierung einmalig die Tarifautonomie umgehen, damit es zu einer schnellen Regulierung und dem Aufbau von Rahmenbedingungen kommt. Momentan ist die Pflege komplett aus dem Rahmen gefallen.
Sollte Ver.di sich weiterhin in einer gespielten Stärke schwächen, kann man die reine Pflegegewerkschaft Bochumer Bund als Alternative in Betracht ziehen.
Es geht darum, dass die Pflege, Politik und Tarifpartner endlich das Dramadreieck verlassen und für gesellschaftliche Pflegesicherheit und Ausbildungssicherheit sorgen.

Wir danken Euch!

 

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