Atualização do abaixo-assinadoCorona-Krise: Gemeinsamer Aufruf von Pflegefachkräften an Jens Spahn!Raus aus dem Hamsterrad!
Paul-David Deike, Eva Ohlerth, Marcus Jogerst-Ratzka, Yvonne Falckner
8 de fev. de 2021

Immer mehr vertretende Institutionen verlangen ein Einstiegsgehalt von 4000€/Brutto für Pflegefachkräfte.

Der Kammerpräsident RLP Markus Mai argumentierte in seiner letzten Pressemitteilung "DIE ZUKUNFT DER PFLEGE ENTSCHEIDET SICH JETZT" folgendermaßen:

"Ein flächendeckender und allgemein verbindlicher Tarifvertrag ist ein weiterer wichtiger Schritt, darf aber in seiner Wirkung nicht überschätzt werden, da die derzeit angestellten finanziellen Überlegungen eines solchen Tarifvertrages den Wert der beruflich Pflegenden leider noch nicht ausreichend abbilden, damit auch eine deutliche Signalwirkung in die Gesellschaft hinein entsteht. Dies wird erst dann der Fall sein, wenn die monatliche Grundvergütung von vollbeschäftigten Pflegefachpersonen bei mindestens 4.000 Euro liegt. Hier ist die Politik aufgefordert, klare Signale auch an die Tarifpartner zu senden“

Wie auch wir in unserer fünften Forderung in unserer Petition:

"Eine sofortige Zusage über deutliche Lohnsteigerungen für Pflegefachkräfte, die bei einem Einstiegsgehalt von 4.000 Euro liegen muss. Die Refinanzierung können Sie sich für die Zeit nach dieser Krise aufheben."

Gleichzeitig wird gekontert, ich hätte aber lieber verlässliche Rahmenbedingungen.

Was hat beides miteinander zu tun?

Schon vor der Pandemie war Pflege ein verdörrtes Land, d.h. es stand eine immens hohe Anzahl freier Stellen, einer zu kleinen Bewerber*innenanzahl gegenüber. Die Stellen sind schlicht nicht zu besetzen, da es zu wenige Fachkräfte am Markt gibt.

Der Gesundheitsminister Jens Spahn wollte 13000 zusätzliche Stellen für die Altenpflege besetzen. Bis jetzt konnten knapp 3000 Stellen besetzt werden, da einfach nicht mehr Pflegefachkräfte zur Verfügung stehen.

Es ist aber bekannt, dass es einen hohen Anteil von Pflegefachkräften gibt, die den Beruf verlassen haben.

Man spricht von ca. 200.000 sogenannten Pflexiter. In einer Umfrage sagten Pflexiter, dass sie sich vorstellen könnten in den Beruf zurückzukehren,  wenn die Gehälter angehoben werden würden.

Vielen Pflexiter ist bewusst, dass sich nur über die Wiedereinladung von Pflegefachkräften die Rahmenbedingungen verändern lassen.

Ansonsten wird das ewige Pflegehamsterrad weitergespielt. Eine ewige Kompensation von nicht besetzten Stellen und daraus resultierend verbliebene und zutiefst erschöpfte Fachkräfte, die  ebenfalls seit dem zunehmenden Druck der Pandemie mit den Gedanken spielen, den Beruf zu verlassen. Dies würde die Lage immens verschlechtern, da sich der Pflegenotstand noch einmal erhöhen würde.

Bis 2030 werden ca. 40% der Pflegefachkräfte das Renteneintrittsalter erreichen. Seit der Pandemie steigt die Abbruchsquote der Auszubildenden. Sie halten oftmals den Druck nicht aus, oder fühlen sich enttäuscht, dass sie als vollausgebildete Fachkräfte gerechnet werden. Eigentlich sind die Auszubildenen verantwortungsbewusst mit dem Abbruch der Ausbildung. Wie soll ein Beruf erlernt werden, wenn einfach nicht für Ausbildungssicherheit aufgrund der prekären Lage gesorgt werden kann?

Pflegefachkräfte und eine gut aufgebaute und begleitete Ausbildung sind aber der Garant dafür, dass die pflegerische Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden kann. Des Weiteren werden über gut ausgebildete Pflegefachkräfte, Angehörige mit pflegebedürftigen Familienangehörigen entlastet. Schon jetzt müssen Angehörige immer schwierigere  Pflegesituationen alleine stemmen.

Wir haben einmal Stimmen gesammelt, warum ein Einstiegsgehalt von 4000€/Brutto dringend notwendig ist.

Im Anhang findet Ihr die Stimmen.

Wir freuen uns, wenn Ihr uns weiterhin unterstützt und die Petition unterschreibt, teilt oder durch Eure Verteiler sendet.

Liebe Grüße und seid solidarisch gegen den Pflegenotstand!

 

 

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