Petition update

Kara Tepe: Nach 5 Monaten endlich erste Abflussgräben

Adelheid Gruber
Germany

Feb 3, 2021 — 

Wo sind die Milliarden Euro Hilfsgelder geblieben?

Im Rahmen des Solidarpakts zwischen der Selbstorganisation von Flüchtlingen und Einheimischen auf Lesbos und der Organisation „Solidarität International“ berichten die Flüchtlinge aus dem Lager Kara Tepe:

„Endlich kam ein großes Unternehmen ins Camp, um sich um die Entwässerung zu kümmern. .... So müssen wir wenigstens nicht den ganzen Winter in diesem Schlamm verbringen.“

Fünf Monate hat es gedauert, bis jetzt endlich erste kleine Schritte passieren. Nur die Selbstorganisation der Flüchtlinge hatte bisher für die Entwässerung gesorgt.

 „Heizungen sind bis heute für die meisten nicht verfügbar, weil das vorhandene Stromnetz gar nicht die notwendige Leistung erbringen kann. Was tun bei Minus-Temperaturen? Wir müssen uns und unsere Familien warmhalten. Der Wind und der Regen haben die ganze Nacht unerbittlich auf unsere Zelte geklopft. .... Das Heizgerät funktioniert eine Zeit lang, aber dann fällt der Strom aus. Das passiert auf dem Camp in den Wintermonaten regelmäßig, weil der Wind einen Mast heruntergerissen hat. Uns bleibt nichts anderes übrig und wir versuchen, ein Feuer zu machen, um uns warm zu halten, aber alles ist nass, weil es seit Tagen geregnet hat. Wir versuchen zu schlafen, aber es ist schwierig, wenn die Kinder weinen. Wir wachen am Morgen auf; es ist kalt und feucht. Wir wollen uns aufwärmen, indem wir eine heiße Dusche nehmen wollen. Wir gehen durch den Schlamm zu den Gemeinschaftsduschen, den berühmten und modernen EU-Eimerduschen. Auch das geht heute nicht. Man sagt uns, dass es kein heißes Wasser gibt. Dies ist die Realität des Winters in Moria II.“

Und als ob die Situation nicht schon schlimm genug wäre: Am Montag, 1.2.21, gab es mehrere Erdbeben, das Epizentrum lag zwischen den Inseln Lesbos und Chios. Im Jahr 2017 hatte ein Erdbeben schwere Schäden auf Lesbos angerichtet. Für das Lager Kara Tepe besteht die große Gefahr vor allem darin, dass es direkt an der Küste liegt. Eine Flutwelle könnte verheerende Schäden anrichten. Die ständige Gefährdung durch Erdbeben in der Region ist ein Grund mehr für unsere Forderung:

Sofortige Auflösung der Lager auf den Ägäischen Inseln, menschenwürdige und sichere Unterbringung aller Flüchtlinge!

 


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