Petition updateSTOPPEN SIE FRACKING! #frackingstoppenHerr Bundeskanzler: Stoppen Sie den LNG-Ausbau!
Hilde Lindner-Hausner92702 Kohlberg, Germany
Aug 27, 2024

Liebe Unterstützer*innen, nochmal ein Versuch, die Energieversorgung in eine möglichst gesunde, vernünftige Richtung zu bringen.

Ich habe mich einer Mailaktion angeschlossen. Mein nachfolgender Mailtext steht frei zur Verwendung für eine Nachricht (internetpost@bundeskanzler.de oder über das Kontaktformular https://www.bundeskanzler.de/bk-de/service/kontakt/kontakt-formular an Bundeskanzler Scholz. 

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!

Die Bundesregierung muss den LNG-Ausbau stoppen!
Das ist meine Ansicht und mein dringender Appell an Sie!

Gerne nehme ich den Text einer Petition, um meine Forderung zu begründen.
"LNG ist nicht nur schlecht für Klima und Umwelt - und es lohnt sich einfach nicht. 

Schon seit 2022 wissen wir, dass wir russische Gaslieferungen nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs auf anderen Wegen hätten ersetzen können und dass der LNG-Ausbau eine Geldverschwendung sein wird. Bereits im März 2023 wurde bekannt, dass die damaligen LNG-Ausbaupläne, die heute Realität geworden sind, zu LNG-Überkapazitäten führen werden. Und im Februar dieses Jahres kam dann die Bestätigung durch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung: Deutschlands Gasversorgung ist und war stabil - auch ohne den Ausbau der LNG-Infrastruktur.

Dennoch unterzeichneten deutsche Unternehmen Langzeitverträge mit US-Firmen und deutsche Banken investierten in LNG-Ausfuhr-Terminals in den USA. Die Hauptlast dieser unverantwortlichen Investitionen tragen vor allem einkommensschwache Gemeinschaften und ohnehin diskriminierte Gruppen in den Vereinigten Staaten. Im Rahmen einer von uns im Juli 2024 organisierten Vortragsreihe hoben persönlich betroffene US-Aktivist*innen hervor, dass US Gemeinschaften für den Gas-Hunger der Deutschen mit ihrem Leben bezahlen (siehe auch dazu einen Beitrag bei Rügen TV Insel&Meer vom 12.07.2024.

Hier sind wir aktiv geworden. Via FragendenStaat haben wir das Wirtschaftsministerium (BMWK) über diese Zustände an LNG-Exportstandorten in den USA aufmerksam gemacht - denn das Wirtschaftsministerium ist die Gesellschafterin des staatlichen Gasimportunternehmens, das für LNG-Import-Deals verantwortlich ist. Das BMWK hat unsere Bedenken zur Kenntnis genommen. 

Überkapazitäten, Streit und Widerstand: Im Moment sieht es ziemlich schlecht aus für die ohnehin unnötige deutsche LNG-Infrastruktur und ihre Betreiber - doch die deutsche Politik hält an LNG fest. Trotz der blamablen Nachrichten rund um LNG in den letzten Wochen und Monaten. Beispiele gefällig?

Ein Batzen Geld. Der Betreiber des LNG-Terminals in Stade verklagt die EU-Kommission auf Grund staatlicher Unterstützung seines Wettbewerbers in Brunsbüttel. Der LNG-Importstandort Stade wurde “nur” mit 200 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln gefördert. Das muss man sich mal vorstellen: Im Haushaltsstreit der Ampel wird jeder Pfennig zweimal umgedreht - gleichzeitig fördert der Bund den Bau des konkurrierenden LNG-Terminals in Brunsbüttel mit mindestens 740 Millionen Euro. Darüber hinaus verbrennt die Bundesregierung bares Geld für bislang kaum bis gar nicht ausgelastete schwimmende LNG-Terminals. Den Löwenanteil im Einzeplan Energie und Nachhaltigkeit des Bundes geht mit über 1 Milliarde Euro dafür drauf. Insgesamt rechnet der Bund mit Gesamtkosten von mindestens 9 Milliarden Euro für die Leihgebühren. Ein hübsches Sümmchen - gerade wenn man im Sparzwang steht.

All das schöne Geld. Doch wofür? Und dann auch noch das: Anfang August titelte der Spiegel: „Zweifel an Notwendigkeit von LNG-Terminal“ auf Rügen. Doch damit steht das umstrittene LNG-Terminal in Rügen nicht alleine da, denn auch andere deutsche LNG-Importstandorte sind kaum ausgelastet. Und auch die LNG-Einspeisung über Stade verzögert sich. LNG-Nachfrage? Fehlanzeige.


Und jetzt? 
Es gibt nur eine glaubwürdige Konsequenz, das tun, was unwiderlegbar notwendig und verantwortungsbewusst ist: Die Bundesregierung muss den LNG-Ausbau stoppen! - denn LNG ist Milliardengrab & Klimakiller.

Mit freundichen Grüßen
 

(Dank an Andy Gheorghiu)

Herzliche Grüße
Hilde Lindner-Hausner 
von
Abgefrackt Weidener Becken gegen Fracking

Info zur Beschwerde der Aarhus Konvention Initiative vor dem Aarhus Komitee finden Sie hier: https://www.aarhus-konvention-initiative.de/

 

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