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Kanzlerin selbst unter Druck bei Stuttgart 21

Friedrich GehringBacknang, Germany
Jul 9, 2016
Wie befürchtet hat der Bahn-Aufsichtsrat scheinheilig in Technikvorstand Volker Kefer ein Bauernopfer gefunden und die eigene Verantwortung für das Desaster Stuttgart 21 abzuwälzen versucht. Dabei hat Kefer mit seiner Desinformationspolitik dem Aufsichtsrat vorbildlich geholfen die Interessen der neoliberal verblendeten Kanzlerin zu vertreten.
Nachdem nun aber der Bundesrechnungshof die Voraussagen der Kritiker bestätigt hat, dass Stuttgart 21 um 10 Milliarden Euro kosten wird, nimmt endlich der Druck auf die Kanzlerin selbst zu. Nach Presseberichten vom 7. Juli 2016 fordert jetzt der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) von der Kanzlerin selbst eine Entscheidung über die Finanzierung der Mehrkosten, die der Bund bisher ablehnt. Damit kommt der öffentliche Druck endlich dort an, wo er hingehört, denn die Kanzlerin hat bereits 2013 aus wahltaktischen Gründen die Entscheidung zum Weiterbau über ihren Kanzleramtschef Pofalla beeinflussen lassen. Sie muss jetzt zu erkennen geben, ob sie die „schwäbische Hausfrau“ nur bewundert oder diese nachahmt. Denn die „schwäbische Hausfrau“ spart beim unnötigen Sinnlosen, um Geld zu haben für das Sinnvolle.
Für solch ein „schwäbisches“ Sparverhalten bietet sich jetzt die großartige Chance. Denn findige schwäbische Tüftler haben einen Entwurf erarbeitet, nach dem beim Verzicht auf die schräge Haltestelle Stuttgart 21 unter Einsparung von Milliarden Euro auf der Basis des gegenwärtigen Baustands der Kopfbahnhof so ausgebaut werden kann, dass er viel mehr leistet als die schräge Haltestelle, weit weniger Brandgefahren schafft und für mobilitätseingeschränkte Reisende sehr viel vorteilhafter ist. Hinzu käme ein Omnibusbahnhof, Parkplätze für Fahrräder und Autos sowie Mietstationen. Der Wohnbau käme viele Jahre früher, weil die mit S 21-Logistik belegten Flächen schon jetzt frei würden. Deshalb kommt jetzt der Druck gerade von OB Kuhn.
Die Pläne für diesen zukunftsfähigen echten Bahnhof werden vorgestellt am
Freitag, den 15. Juli 2016 um 19 Uhr
im Gewerkschaftshaus Stuttgart-Mitte, großer Saal, Willi-Bleicher-Str. 20.
Am Samstag, den 16. Juli 2016 ab 13.30 Uhr findet in Stuttgart eine Großdemonstration statt, die vom Schlossplatz ausgeht. Je größer diese Demonstration gegen die unsinnige Vergeudung von Milliarden wird, umso stärker wird der Druck auf die Kanzlerin.
Oben bleiben!
Friedrich Gehring
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