Bezahlter Menstruationsurlaub für alle Frauen


Bezahlter Menstruationsurlaub für alle Frauen
Das Problem
Forderung eines gesetzlich geregelten Menstruationsurlaubs für alle Frauen!
Ein "Menstruationsurlaub" ist bereits in einigen Ländern wie Taiwan oder Italien verwirklicht worden und meint eine gesetzlich geregelte Anzahl an bezahlten Freistellungstagen auf Grund von Menstruationsbeschwerden, die nach Bedarf wahrgenommen werden können.
Die Menstruation ist immer noch ein Tabuthema, ebenso wie die damit verbundenen Beschwerden. Während der Periode kann es durch die hormonbedingte Veränderung des weiblichen Körpers neben krampfartigen Unterleibschmerzen auch zu Hautveränderungen, Müdigkeit, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, diversen Verdauungsbeschwerden, niedrigen Blutdruck, Herzklopfen und Nervosität kommen. Diese Beschwerden führen zur Einschränkung der körperlichen wie auch der geistigen Leistungsfähigkeiten der Betroffenen.
Die genannten Menstruationsbechwerden sind keineswegs Einzelfälle, so mussten laut einer niederländischen Studie etwa ein Drittel der Befragten wegen starker Beschwerden einen Arzt aufsuchen. Knapp 3,5 Prozent der Probandinnen gaben an, sie seien fast jeden Menstruationszyklus wegen starker Beschwerden arbeitsunfähig.
Obwohl viele Frauen unter starken Beschwerden während der Periode leiden, lassen sich nur wenige krank schreiben und nur etwa 20 Prozent der Befragten sprachen über den tatsächlichen Grund ihrer Arbeitsunfähigkeit.
Mehr als 80 Prozent der Probandinnen gaben an, sie seien auf Grund von Menstruationsbeschwerden bei der Arbeit deutlich weniger produktiv.
Durch das regelmäßige Auftreten von Beschwerden während der Periode sind viele Frauen gehemmt, sich deshalb krank schreiben zu lassen. Auch die Akzeptanz gegenüber anderen Geschlechtern spielt dabei eine große Rolle. Viele Männer zeigen auf Grund von Unwissenheit über den weiblichen Zyklus wenig Verständnis für die Situation einer menstruierenden Frau. Das verdeutlicht die Äußerung "Hast du deine Periode?", bei Wiederspruch oder schlechter Laune einer Frau. Dieser Satz ist nicht nur eine Herabwürdigung der Meinung des anderen, sondern zeigt die Verharmlosung sowie die Stigmatisierung von Menstruationsbeschwerden.
Unsere Gesellschaft muss lernen mit einem so natürlichen Prozess des weiblichen Körpers offen umzugehen und Bedingungen für eine gleichberechtigte Arbeitssituation zu schaffen.
Durch einen gesetzlich geregelten Menstruationsurlaub erhalten Frauen mit starken Menstruationsbeschwerden die Möglichkeit, diese ohne zusätzliche Belastung durch den Arbeitsplatz zu ertragen. Durch den damit entgegengebrachten Respekt sowie das Vertrauen zur verantwortungsvollen Nutzung eines Menstruationsurlaubs verbessert sich sowohl die Arbeitsmoral als auch das Klima eines Betriebes und ist ein weiterer Schritt zur Schaffung von Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern am Arbeitsplatz.
Quellen:
https://bmjopen.bmj.com/content/9/6/e026186
https://www.meine-gesundheit.de/krankheit/krankheiten/menstruationsbeschwerden
Photo by Sydney Sims on Unsplash

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Das Problem
Forderung eines gesetzlich geregelten Menstruationsurlaubs für alle Frauen!
Ein "Menstruationsurlaub" ist bereits in einigen Ländern wie Taiwan oder Italien verwirklicht worden und meint eine gesetzlich geregelte Anzahl an bezahlten Freistellungstagen auf Grund von Menstruationsbeschwerden, die nach Bedarf wahrgenommen werden können.
Die Menstruation ist immer noch ein Tabuthema, ebenso wie die damit verbundenen Beschwerden. Während der Periode kann es durch die hormonbedingte Veränderung des weiblichen Körpers neben krampfartigen Unterleibschmerzen auch zu Hautveränderungen, Müdigkeit, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, diversen Verdauungsbeschwerden, niedrigen Blutdruck, Herzklopfen und Nervosität kommen. Diese Beschwerden führen zur Einschränkung der körperlichen wie auch der geistigen Leistungsfähigkeiten der Betroffenen.
Die genannten Menstruationsbechwerden sind keineswegs Einzelfälle, so mussten laut einer niederländischen Studie etwa ein Drittel der Befragten wegen starker Beschwerden einen Arzt aufsuchen. Knapp 3,5 Prozent der Probandinnen gaben an, sie seien fast jeden Menstruationszyklus wegen starker Beschwerden arbeitsunfähig.
Obwohl viele Frauen unter starken Beschwerden während der Periode leiden, lassen sich nur wenige krank schreiben und nur etwa 20 Prozent der Befragten sprachen über den tatsächlichen Grund ihrer Arbeitsunfähigkeit.
Mehr als 80 Prozent der Probandinnen gaben an, sie seien auf Grund von Menstruationsbeschwerden bei der Arbeit deutlich weniger produktiv.
Durch das regelmäßige Auftreten von Beschwerden während der Periode sind viele Frauen gehemmt, sich deshalb krank schreiben zu lassen. Auch die Akzeptanz gegenüber anderen Geschlechtern spielt dabei eine große Rolle. Viele Männer zeigen auf Grund von Unwissenheit über den weiblichen Zyklus wenig Verständnis für die Situation einer menstruierenden Frau. Das verdeutlicht die Äußerung "Hast du deine Periode?", bei Wiederspruch oder schlechter Laune einer Frau. Dieser Satz ist nicht nur eine Herabwürdigung der Meinung des anderen, sondern zeigt die Verharmlosung sowie die Stigmatisierung von Menstruationsbeschwerden.
Unsere Gesellschaft muss lernen mit einem so natürlichen Prozess des weiblichen Körpers offen umzugehen und Bedingungen für eine gleichberechtigte Arbeitssituation zu schaffen.
Durch einen gesetzlich geregelten Menstruationsurlaub erhalten Frauen mit starken Menstruationsbeschwerden die Möglichkeit, diese ohne zusätzliche Belastung durch den Arbeitsplatz zu ertragen. Durch den damit entgegengebrachten Respekt sowie das Vertrauen zur verantwortungsvollen Nutzung eines Menstruationsurlaubs verbessert sich sowohl die Arbeitsmoral als auch das Klima eines Betriebes und ist ein weiterer Schritt zur Schaffung von Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern am Arbeitsplatz.
Quellen:
https://bmjopen.bmj.com/content/9/6/e026186
https://www.meine-gesundheit.de/krankheit/krankheiten/menstruationsbeschwerden
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Petition am 27. März 2021 erstellt
