Kurzarbeitergeld aus dem Progressionsvorbehalt ausnehmen!

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In Zeiten der Corona-Krise werden so viele Menschen von Kurzarbeit betroffen sein, wie wahrscheinlich nie zuvor.

Wie andere Entgeltersatzleistungen (Arbeitslosengeld, Krankengeld etc.) ist auch das Kurzarbeitergeld zwar grundsätzlich steuerfrei, aber unterliegt leider ebenfalls dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass das Kurzarbeitergeld zur Ermittlung des persönlichen Steuersatzes herangezogen, der auf das übrige zu versteuernde Einkommen angewandt wird (also z.B. auf das normale Gehalt der übrigen Monate eines Jahres, in dem man Kurzarbeitergeld erhalten hat).

Das Problem, das sich für Empfänger von Kurzarbeitergeld ergibt, ist zwar nicht neu, bekommt in diesem Jahr aber ein neues Ausmaß. 

Die Empfänger von Kurzarbeitergeld bekommen dieses Jahr weniger Geld als normal und werden im nächsten Jahr in vielen Fällen noch damit „bestraft“, dass sich durch den Progressionsvorbehalt Steuernachzahlungen für dieses Jahr ergeben. Die Betroffenen haben regelmäßig während der Kurzarbeit so wenig Geld zum Leben, dass es ihnen nicht möglich sein wird, Geld für eine Steuernachzahlung im nächsten Jahr zurückzulegen.

Um diese Belastung für die Betroffenen zu reduzieren, fordere ich, das Kurzarbeitergeld vom Progressionsvorbehalt auszunehmen und dieses Geld damit nicht einer indirekten Besteuerung zu unterziehen.