Petition updateKastenstand-Ausstieg für arme Schweine: Sofort!Grenzen der Freiheit
vereinzelt e.V.
17 June 2022

Eigentlich wollten wir unsere Petition zum 1. Jahrestag nach der Tragödie mit ca. 50.000 verbrannte Arme Schweinen an den Bundespräsidenten zum 30. März 2022 übergeben. Verständlicherweise hat der aktuelle Krieg in der Ukraine die Erinnerung an die Rauchwolken vom Tollensetal überlagert...
Doch am gleichen Tag, an dem der deutsche Bundeskanzler erstmals in der Ukraine reist, wurde endlich auf unsere Mail vom 25. Februar geantwortet.

„Dem Bundespräsidenten ist es für seine Reden und Gespräche mit den Repräsentanten des öffentlichen Lebens sehr wichtig, aus erster Hand von den Sorgen, den Anregungen und der Kritik der Bürgerinnen und Bürger zu erfahren. In dieser Hinsicht wurde Ihr Einsatz für den Tierschutz im Bereich der Nutztierhaltung von Schweinen mit einer Petition gegen die sog. Kastenstandhaltung bei Säuen hier aufmerksam zur Kenntnis genommen."

Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken.

Ferner wurde uns mitgeteilt, "dass es dem Bundespräsidenten nicht obliegt, sich operativ in die Aufgaben anderer Verfassungsorgane einzubringen oder dazu im Einzelfall Stellung zu nehmen."
Es wurde empfohlen, sich bitte mit einzelnen Anregungen für gesetzliche Änderungen oder Petitionen zur Verbesserung des Tierschutzes unmittelbar an die gesetzgebenden Stellen zu wenden."

Wohl wissend, dass dieser Weg nicht zielführend ist (eine andere Petition „Schweine raus aus Kastenständen!“ schon vor zwei Jahren mit über 277.000 Unterzeichnungen hat gezeigt, dass dieser Weg nicht zum Erfolg führt) haben wir uns am 24. Dezember 2021 entschlossen, diese Petition nicht weiter an die verantwortlichen PolitikerInnen zu adressieren. Statt dessen haben wir uns bewußt an die Repräsentanten unseres Kulturstaates:
den Bundespräsidenten, die Kulturstaatsministerin, den Vizepräsidenten des Deutschen Ethikrates aber auch an den Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt in MV gewandt.
Und weil wir vom Bundespräsidialamt erfahren haben, dass dort gleichzeitig mehrere Adressaten als „Offener Brief/ Kenntnisgabe“ grundsätzlich nicht zur Beantwortung anstehen, haben wir die Staatssekretärin für Kultur Claudia Roth und Prof. Dr. phil. Dr. hc Julian Nida-Rümelin als Kulturträger ebenso wie den dienstältesten Minister Deutschlands, Herrn Dr. Till Backhaus als Adressaten unserer Petition gestrichen.

Weil uns die ausdrückliche Position des höchsten Repräsentanten unseres Staates zu dem in unserer Petition benannten himmelschreiendem Unrecht so sehr wichtig ist.
Denn mit unseren 25 Updates zum aktuellen Schweinesystem wurde immer deutlicher: „Etwas ist faul im Staate D...“

Uns geht es um das Ende eines Unrechtssystems, das dem Konsumenten auf der einen Seite männliches Wohlfühlfleisch anbietet, auf der anderen Seite aber die Grundlage unseres Schweinesystems, die armen Sauen noch für Generationen in staatlich legitimierter Tierqual fixiert!
Im Gesetzentwurf zur Einführung der staatlichen Tierhaltungskennzeichnung für frisches Schweinefleisch ist keine Sau zu finden. „Maßgeblich für die Kennzeichnung der Lebensmittel ist die Haltungsform der Tiere während des angeblichen „produktiven Lebenss“, bei Fleisch ist dies die Mast der Tiere.“
Leider geht das Wohlfühlprogramm an den Schweinemüttern vorbei. Als "dreckige Judensäue" hängen sie an christlichen Kirchen und Domen  der ihr Schweinefleisch immer noch liebenden deutschen NationNicht nur in Wittenberg, wo der große Reformator vorschlug, jüdische Synagogen und Schulen mit Feuer anzustecken.
Die Kastenstandhaltung der Ebermast ist schon lange verboten.
Wo bleibt hier der Gleichheitsgrundsatz?

Mit der staatlichen Legitimierung der seit 1992 illegalen Sauen-Tierqual, gefeiert vor zwei Jahren als Ausstiegsprogramm auch durch die Grünen, wurde klar, was die armen verbrannten 50.000 Schweine haben nicht wissen können, dass sich mit dem besten aller Ställe, auch so mancher Glaube an die Demokratie in Rauch aufgelöst hat.

Zur Eröffnung der Documenta wird Deutschlands Bundespräsident in seiner Eröffnungsrede die Grenzen der Freiheit (der Kunst) aufzeigen. 

Ob er damit helfen kann, nicht nur die armen Schweine aus den Kastenständen zu befreien, wissen wir bisher nicht.
Aber es gilt: "Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!"

In diesem Sinne bitten wir immer noch darum:
Bitte unterstützt und teilt unsere Petition,
die wir trotz allem immer noch überreichen wollen,
in dieser irren Zeit.

DANKE

 

 

 

 

 

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