Ist rassistische Sprache mit dem Grundgesetz vereinbar?

Ist rassistische Sprache mit dem Grundgesetz vereinbar?

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Denken beginnt mit Sprache und Sprache beeinflusst das Denken.
Sprache ist ein grundlegendes Instrument der Menschen, um das Sein zu artikulieren.

Gerade wir Deutschen sollten wissen, dass durch rassistische Sprache und rassistische Symbole (Denkmäler) Unrecht und Entmenschlichung legitimiert und befördert werden.

Durch Sprache und Symbole wurden Holocaust und Sklaverei legitimiert, gegenüber der eigenen Bevölkerung und in der Gesetzgebung.

Unterliegen rassistische Sprache und Sprachgebrauch nicht auch dem Grundgesetz?

Wenn dem so ist, dann erschließt sich uns nicht, weshalb rassistische Sprache in Lehrwerken und Büchern legitim ist.

Dies gilt auch für die Benennung von Straßen, Plätzen und Gebäuden nach Persönlichkeiten, die sich durch eine rassistische Grundhaltung hervor getan haben.

Kennt Ihr eine Adolf- Hitler- Allee? Wir kennen eine Lüderitzstraße, die nach dem Kolonialverbrecher Adolf Lüderitz benannt ist. 
Wir kennen Personen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur, die zuweilen „Z-Worte“ /„N-Worte“/ "M- Worte" benutzen.


Wir plädieren dafür, historisch gewachsene, aber heute in ihrer Bedeutung belastete Begriffe zu transformieren.

Das Argument, dass diese Begriffe in einem bestimmten zeitlichen und kulturellen Kontext entstanden sind sollte jedoch kein Grund sein sie unter dem Aspekt der aktuellen Wahrnehmung und Einordnung neu zu bewerten. Wie wollen wir zukünftig mit Personen in klassischen Kinderbüchern eigentlich umgehen, wie zum Beispiel dem N- König in Pippi Langstrumpf ? 

Rassistische Sprache soll nicht unhinterfragt und unverändert an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden.

Wir von WeTooArtikel3GG fordern:
1. Dass bei künftigen Veröffentlichungen rassistische Sprachbegriffe in jeder Art von Publikationen sowie Benennungen vermieden werden (in Lehrwerken, Büchern, Straßennamen und Gebäuden).

2. Dass bereits veröffentlichte Lehrwerke und Bücher sowie Straßen- / 
Gebäudenamen auf rassistische Sprache hin überprüft werden und ggf. durch adäquates Vokabular ergänzt oder durch Fußnoten besonders erklärt werden.

Wir, Wilma Nyari und Patricia Okello sind Initiatorinnen der #WeTooArtikel3GG. Unser Ziel ist es, Euren lokalen Aktivismus zu vernetzen und ihn auf eine bundespolitische Ebene zu heben. Hierzu gehört vor allem, für mehr Repräsentanz von PoC /BPoC in Politik und Öffentlichkeit zu werben.

Wir wollen als Gesamtgesellschaft von einer reinen Antirassismuspolitik zu einer echten Gleichstellungspolitik wachsen!

Unter diesem Link könnt Ihr bei uns mitmachen:

@twitter #WeTooArtikel3GG

@facebook #WeTooArtikel3GG

@insta #WeTooArtikel3GG

Erstunterstützer*innen und Wegbereiter*innen

ISD (Initiative Schwarzer Deutsche) Tahir Della

Sinti Roma Pride

#n-wort-stoppen Köln

Politische Unterstützer*innen

Romeo Franz (MEP)

Dr. Dorothea Kaufmann (Grüne Stadträtin)

Niki Drakos (Urbane- Die Hip Hop Partei)

Mariana Font (Demokratie in Bewgegung)

Basisdemokratie Jetzt