

Liebe Unterstützer*innen,
erneut hinterlässt eine Meldung des Deutschen Tierschutzbüros e.V. Fassungslosigkeit und Entsetzen. In einem weiteren Schlachtbetrieb in Niedersachsen wurden Schweine trotz interner Videoüberwachung mit dem Elektrotreiber bis zu vierzig Mal malträtiert und die Bilder zuckender Schweine nach der Tötung lassen auf Fehlbetäubungen schließen.
https://www.tierschutzbuero.de/realitaet-schlachthof/laatzen/
Es ist erschütternd, dass dies trotz Videoüberwachung geschehen konnte und kann eigentlich nur bedeuten, dass den Verantwortlichen und dem Aufsichtspersonal einzuhaltende Tierschutzgesetze genauso gleichgültig sind wie denen, die gegen sie verstoßen.
Deshalb muss mit einer gesetzlichen Überwachung in Schlachthäusern die Forderung einhergehen, dass eine wirklich unabhängige Tierschutzkommission, auch bestehend aus Vertretern verschiedener Tierrechtsorganisationen, Zugriff auf Videomaterial aus Schlachthöfen hat und es auswerten kann – so, wie es diese Petition fordert.
Die sich häufenden Fälle bestätigen eine tierverachtende Realität in Schlachthäusern und kontinuierliche Verstöße gegen das Gesetz auf Kosten und zum Leiden von unschuldigen Lebewesen.
Es ist an der Zeit, dass die Politik handelt. Wie viele furchtbare Beweise braucht es denn noch?
Die Fleischwirtschaft hingegen wehrt sich gegen den Vorwurf eines „Sytemfehlers“, wie es Frau Barbara Otte-Kinast, Niedersachsens Landwirtschaftsministerin, formuliert hat.
https://www.agrarheute.com/management/agribusiness/otte-kinast-beharrt-ueberpruefung-schlachtpraxis-549769
Der tatsächliche Systemfehler ist jedoch ein anderer: Es kann für die leider sogenannten Nutztiere keinen „tierschutzgerechten Tod“ geben; tierschutzgerecht wäre einzig und allein ein artgerechtes und freies Leben, das nicht in einen gewaltsamen Tod führt.
Solange Schlachthäuser leider noch bestehen, kann man sich nur mit verzweifeltem Herzen wünschen, dass die Tiere keine zusätzlichen Qualen, Gewalt und Misshandlungen erleiden müssen und ihren Tod aufgrund von Fehlbetäubungen nicht miterleben müssen.
Mutigen Menschen ist es zu verdanken, dass derart schreckliche Missstände immer mehr ans Licht der Öffentlichkeit gelangen.
Danke auch an Sie, liebe Unterstützer*innen, dass Sie diese Petition unterzeichnet haben. Gemeinsam sind wir bereits über 92.000 Menschen, die eine Veränderung fordern.
Herzliche Grüße
Daniela Böhm
©Bild: privat