Bessere Bedingungen für Erzieher:innen unserer Kinder!

Das Problem

Liebe Eltern,

liebes pädagogische Personal,

Genug ist genug! In den Schulen und den Kitas fehlen zahlreiche Erzieher:innen! Der tägliche Mangel an Personal führt zu folgenden Missständen:

  • Kinder werden nicht mehr in ihren gewohnten Gruppen betreut und können kaum noch Beziehungen untereinander oder mit den Erzieher:innen aufbauen.
  • Die pädagogische Arbeit wird vernachlässigt, weil eine permanente, personelle Notsituation besteht.
  • Das ständige Hin und Her ist eine emotionale Herausforderung für die Kinder.
  • Mitarbeiter:innen von Zeitarbeitsfirmen helfen die Lücken zu schließen, aber sind nur befristet in den Kitas und kennen die Kinder nicht. Zudem sind sie zumeist keine ausgebildeten Fachkräfte und können kaum pädagogische Aufgaben übernehmen.
  • Kinder mit Integrationsstatus bringen den Kitas zwar extra Geld ein, aber erhalten nicht die notwendige Förderung.
  • Es finden keine Ausflüge, Kitareisen, Laternenumzüge oder andere Feste statt.
  • Die krankheitsbedingten Ausfälle der Erzieher:innen erhöhen sich durch die ständige Überarbeitung. Dies führt zudem zu einer höheren Reizbarkeit durch die permanente Überlastung.
  • Kurzfristige Schließungen ganzer Kitagruppen führt zu Betreuungsproblemen, die in den Familien nicht mehr aufgefangen werden können und vor Arbeitgeber:innen nicht mehr zu rechtfertigen sind.
  • Die Betreuungsausfälle führen zu Gehaltsausfällen, Abmahnungen und im schlimmsten Fall zu Kündigungen.
  • Vor allem Frauen fangen noch immer den Betreuungsausfall mehrheitlich auf, was zum Verkürzen der Arbeitszeit oder zu Kündigungen führt und damit zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit später von Altersarmut betroffen zu sein.

Wir Eltern aus Berlin fordern die Politik auf, jetzt zu reagieren! Wir sprechen über die nächste Generation, die keine angemessenen Bildungschancen erhält, weil alle an ihre Grenzen geraten.

Wir sind bereit Steuern zu zahlen, die soziale Demokratie mitzugestalten und Berlin zu unterstützen. Das können wir aber nur, wenn unsere Kinder betreut werden - mit Erzieher:innen, die nicht an der Grenze ihrer Erschöpfung arbeiten.

Wir fordern höhere Löhne für Erzieher:innen, bessere Arbeitsbedingungen, die den Beruf wieder attraktiv machen, eine Verbesserung des Personalschlüssels, damit Krankheitsausfälle besser aufgefangen werden können sowie eine durchgängige Ausbildungsvergütung für den Erzieher:innenberuf.

Dieses Petition soll dem Bürgermeister von Berlin sowie den Bezirksämtern, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie sowie allen weiteren wichtigen Akteuren vorgelegt werden. 

Wenn es euch auch so geht wie uns, unterschreibt bitte diese Petition und leitet sie weiter.

Elternvertreterinnen der Kita Filandastraße in Steglitz und Initiative Einhorn sucht Bildung. Findet mehr Aktion unter:https://linktr.ee/einhornsuchtbildung

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J WagPetitionsstarter*in

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Das Problem

Liebe Eltern,

liebes pädagogische Personal,

Genug ist genug! In den Schulen und den Kitas fehlen zahlreiche Erzieher:innen! Der tägliche Mangel an Personal führt zu folgenden Missständen:

  • Kinder werden nicht mehr in ihren gewohnten Gruppen betreut und können kaum noch Beziehungen untereinander oder mit den Erzieher:innen aufbauen.
  • Die pädagogische Arbeit wird vernachlässigt, weil eine permanente, personelle Notsituation besteht.
  • Das ständige Hin und Her ist eine emotionale Herausforderung für die Kinder.
  • Mitarbeiter:innen von Zeitarbeitsfirmen helfen die Lücken zu schließen, aber sind nur befristet in den Kitas und kennen die Kinder nicht. Zudem sind sie zumeist keine ausgebildeten Fachkräfte und können kaum pädagogische Aufgaben übernehmen.
  • Kinder mit Integrationsstatus bringen den Kitas zwar extra Geld ein, aber erhalten nicht die notwendige Förderung.
  • Es finden keine Ausflüge, Kitareisen, Laternenumzüge oder andere Feste statt.
  • Die krankheitsbedingten Ausfälle der Erzieher:innen erhöhen sich durch die ständige Überarbeitung. Dies führt zudem zu einer höheren Reizbarkeit durch die permanente Überlastung.
  • Kurzfristige Schließungen ganzer Kitagruppen führt zu Betreuungsproblemen, die in den Familien nicht mehr aufgefangen werden können und vor Arbeitgeber:innen nicht mehr zu rechtfertigen sind.
  • Die Betreuungsausfälle führen zu Gehaltsausfällen, Abmahnungen und im schlimmsten Fall zu Kündigungen.
  • Vor allem Frauen fangen noch immer den Betreuungsausfall mehrheitlich auf, was zum Verkürzen der Arbeitszeit oder zu Kündigungen führt und damit zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit später von Altersarmut betroffen zu sein.

Wir Eltern aus Berlin fordern die Politik auf, jetzt zu reagieren! Wir sprechen über die nächste Generation, die keine angemessenen Bildungschancen erhält, weil alle an ihre Grenzen geraten.

Wir sind bereit Steuern zu zahlen, die soziale Demokratie mitzugestalten und Berlin zu unterstützen. Das können wir aber nur, wenn unsere Kinder betreut werden - mit Erzieher:innen, die nicht an der Grenze ihrer Erschöpfung arbeiten.

Wir fordern höhere Löhne für Erzieher:innen, bessere Arbeitsbedingungen, die den Beruf wieder attraktiv machen, eine Verbesserung des Personalschlüssels, damit Krankheitsausfälle besser aufgefangen werden können sowie eine durchgängige Ausbildungsvergütung für den Erzieher:innenberuf.

Dieses Petition soll dem Bürgermeister von Berlin sowie den Bezirksämtern, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie sowie allen weiteren wichtigen Akteuren vorgelegt werden. 

Wenn es euch auch so geht wie uns, unterschreibt bitte diese Petition und leitet sie weiter.

Elternvertreterinnen der Kita Filandastraße in Steglitz und Initiative Einhorn sucht Bildung. Findet mehr Aktion unter:https://linktr.ee/einhornsuchtbildung

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J WagPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Marianne Burkert-Eulitz
MdA, Sprecherin für Familie und Bildung der Fraktion Bündnis90/Die Grünen
Beantwortet
Die Lage in den Einrichtungen der Kinderbetreuung ist schwierig. Erschöpfung durch permanente Überlastung, aber auch durch die Nachwirkungen der Corona-Krise, führen zu einem hohen Krankenstand innerhalb der Reihen des pädagogischen Personals - was wiederum zu einem kritischen Kreislauf der dauerhaften Überforderung und weiteren Krankheitsfällen führt. Die derzeitige Situation in den Kitas macht deutlich, dass trotz vieler Verbesserungen in den letzten Jahren noch ein weiter Weg zu gehen ist! Ohne die Arbeit und das Engagement der Beschäftigten, wäre die Berufstätigkeit von Eltern nicht zu ermöglichen. Ohne den pädagogischen Einsatz der Beschäftigten, hätten viele Kinder in dieser Stadt sehr viel schlechtere Startchancen in ihr Leben und ihren Bildungsweg. Reines Verwahren in den Einrichtungen will NIEMAND für unsere Kinder. Vielmehr muss ihr Anspruch auf frühkindliche qualitativ gute Bildung ausgebaut und verbessert werden. Dies setzt gute Arbeitsbedingungen voraus. Deshalb stehen wir Grünen an der Seite der Beschäftigten und werden dem Senat deutlich machen, dass hier etwas passieren muss - die Leistung unserer Erzieher*innen, ob in Kita oder Hort, muss eine angemessene Wertschätzung erfahren! In den Tarifrunden haben wir uns für die Etablierung einer eigenen Entgelttabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst eingesetzt, was insbesondere für Beschäftigte in höheren Tarifstufen zu merklichen Verbesserungen führte. Aktuell laufen die Verhandlungen über die neue TVL-Runde in Potsdam zwischen der TdL und den Gewerkschaften. Die Gewerkschaften erheben die Forderung, dass für den Sozial- und Erziehungsdienst die Übernahme der Tarifergebnisse des TVöD-Kommunen erfolgt. Das begrüße ich sehr. Denn gerade diese Berufe leisten einen immensen Beitrag zum Wohle der Gesellschaft. Deshalb finde ich eine faire und angemessene Bezahlung unumgänglich, um die Attraktivität des Berufes auszubauen, bestehendes pädagogische Personal zu halten und neue Fachkräfte für die Arbeit mit unseren Kindern zu gewinnen!

Neuigkeiten zur Petition

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Petition am 17. November 2023 erstellt