
Liebe Freund*innen von Sea-Eye,
in Zeiten, in denen im EU-Parlament und in den Sondierungsgesprächen nach der Bundestagswahl über Asylrechtsverschärfungen diskutiert wird, ist Solidarität wichtiger denn je: Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen setzen wir uns mit ganzer Kraft für Humanität ein - und dafür, Menschenleben im Mittelmeer zu retten.
Die See ist rau. Und das gilt nicht nur für die politischen Hindernisse, die unsere Arbeit zunehmend erschweren. Auch im Mittelmeer herrschten in den vergangenen Tagen hohe Wellen, starker Seegang und heftiger Wind. Trotz dieser Herausforderungen konnten wir im gemeinsamen Einsatz mit Sea-Watch auf der SEA-EYE 4 bei fünf Rettungen 163 Menschen in Sicherheit bringen.
Auch die SEA-EYE 5 war parallel im Mittelmeer unterwegs, um Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Mit dabei – und unverzichtbar für diese Mission: Das Einsatzboot “Lifeline 3”, das uns die Seenotrettungsorganisation Mission Lifeline zur Verfügung gestellt hat. In der Nacht zum 10. März rettete die Crew der SEA-EYE 5 insgesamt 56 Menschen aus einem Schlauchboot, das in Seenot geraten war. Aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen dauerte es mehr als zwei Stunden, bis alle Menschen an Bord des Rettungskreuzers waren. Unter den Schutzsuchenden: ein drei Tage altes Baby. Für die Einsatzärztin Patricia Darlington von unserer Partnerorganisation German Doctors e. V. eine herausfordernde Aufgabe: „Die Menschen wwaren mindestens 12 Stunden auf einem Schlauchboot unterwegs. Sie waren durchnässt, seekrank und dehydriert. Viele waren schwach und erschöpft.“ Das Baby und seine Familie wurden medizinisch evakuiert und vor Lampedusa an die italienische Küstenwache übergeben.
Setze ein Zeichen gegen das Sterben im Mittelmeer – und solidarisiere dich mit unserer gemeinsamen Mission: Rund 400 Menschen können noch Schiffspat*in unseres Rettungskreuzers SEA-EYE 5 werden – werde jetzt eine*r von ihnen!
Herzliche Grüße
Anna di Bari – Vorständin von Sea-Eye e.V.