Petition updateBefreit die Rettungsschiffe!Nach 60 Tagen Festsetzung: Zurück im Einsatz!
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May 14, 2024

Liebe Freund*innen von Sea-Eye,

wir sind heute mit der SEA-EYE 4 aus dem Hafen von Tarent wieder in See gestochen! Zuvor hatten wir mit 60 Tagen die längste Festsetzung ausgesessen, die bislang aufgrund des Piantedosi-Dekrets verhängt wurde. Trotz aller Maßnahmen, mit denen die italienische Regierung unsere Arbeit im Mittelmeer behindert, werden wir diese entschlossen fortsetzen. Unser besonderer Dank gilt allen, die dabei an unserer Seite stehen: Mehr als 15.000 Menschen haben unsere Petition #FreeTheShips unterzeichnet. Gemeinsam heißt es jetzt: Volle Kraft voraus in die nächste Rettungsmission!

Eure Unterstützung ist für uns unglaublich wichtig. Denn das Anfang 2023 eingeführte Piantedosi-Dekret erschwert unsere Arbeit massiv. Es hat bereits dazu geführt, dass zahlreiche Seenotrettungsschiffe festgesetzt wurden. Gleichzeitig sind laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) im Jahr 2024 bislang mehr als 730 Menschen im Mittelmeer ertrunken oder verschwunden.

Jetzt für unseren Einsatz spenden!

Jede*r einzelne Tote hatte Familie und Freundschaften, jede Todesmeldung macht uns unglaublich traurig. Deshalb setzen wir uns zur Wehr und haben gegen die Festsetzung geklagt. In einem ersten Verfahren wurden die Vorwürfe, wir hätten die Anweisungen der sogenannten libyschen Küstenwache nicht befolgt, vom zuständigen Richter als nicht erwiesen eingestuft. Die endgültige Entscheidung im Hauptverfahren steht allerdings noch aus.

Wir werden weiter dafür kämpfen, unser Rettungsschiff in den Einsatz zu schicken. Denn es geht nicht um weniger als das Menschenrecht auf Leben.

Herzlichen Dank, dass du uns dabei unterstützt!

Julie Schweickert, Seenotretterin bei Sea-Eye e. V. 

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