
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
die EU plant ein Handelsabkommen mit der Trump-Regierung, in dessen Rahmen eine Beschleunigung der Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzen erwogen wird. So soll die Frist vom Zeitpunkt der Antragsstellung bis zur Entscheidung über neue Zulassungen von Gentechnik-Pflanzen generell auf zwei Jahre verkürzt werden. Die bereits bestehenden Zulassungsprüfungen in der EU weisen immer noch erhebliche Sicherheitslücken auf. Auch das EU-Parlament hat bereits in mehr als 40 Resolutionen mit großen Mehrheiten gegen weitere EU-Zulassungen gestimmt.
In den letzten Jahren wurden die eklatanten Mängel der Zulassungsprüfungen jedoch weiter ignoriert und durch Handelsverträge wie CETA sogar noch verstärkt. Unter diesen Umständen kann mit den USA kein Handelsabkommen abgeschlossen werden, um die Zulassungsverfahren noch zu beschleunigen. Die Standards für die Risikoprüfung müssten wesentlich verschärft und nicht abgeschwächt werden. Gerade die Pflanzen, von denen das größte gesundheitliche Risiko ausgeht, werden nicht auf Kombinationswirkungen und Langzeitfolgen geprüft.
Es ist Tatsache, dass CETA & CO die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen enorm beschleunigen. Handel, Handel und nochmals Handel so lange, bis wir nichts mehr zum Handeln haben. Wie weit können wir uns noch leisten, dass unser Ökosystem manipuliert bzw. zerstört wird.
Die gegenwärtige Pandemie konnte auch dadurch entstehen, weil wilde Tiere immer weniger Lebensraum haben und immer enger mit den Menschen leben müssen. . Artenreichtum und intakte Biodiversität sind überlebenswichtig für die Menschheit.
Ein Virus verändert gerade die Welt. Weder die Klimawandel noch die Flüchtlingswellen waren in der Lage, solche Umwälzungen anzustoßen. Die Welt steht komplett auf dem Kopf, was eigentlich schon längst notwendig war. Wir erleben zurzeit damit auch das totale Versagen des Marktes. Deshalb habe ich eine neue Petition gestartet: „Leben und Existenzen nicht länger aufs Spiel setzen!“ www.change.org/CoronaMaßnahmen
Der Markt hat sich in der Corona-Krise als unfähig erwiesen, die Rolle des gesellschaftlichen Regulativs zu übernehmen. Dieses kleine Virus zeigt uns, dass der Markt mit seinen jetzigen Zielsetzungen Wachstum, Profit und Rendite nicht in der Lage ist, Krisen zu bewältigen. Ein freier und unregulierter Markt kann Gesellschaften ins Elend stürzen und Millionen Menschenleben in Gefahr bringen.
Die Aufgabe der Wirtschaft ist im Dienst des Menschen zu stehen und sie hat den Auftrag, ihn mit alledem zu versorgen, was er für sein physisches Dasein benötigt, jedoch nicht die Lebensgrundlagen des Menschen zu zerstören. Die WICHTIGSTE Frage dürfte wohl zurzeit sein, wie es nach dieser Pandemie weiter geht? Wollen wir uns weiterhin nur mit den Symptomen befassen, oder mal endlich Ursachenforschung betreiben? Lassen Sie uns zusammenschließen als starke Lobby für das Gemeinwohl!
Die Zeit scheint reif zu sein für einen neuen Gesellschaftsvertrag, der die bürgerlichen Grundrechte stärkt, die zunehmende Spaltung der Gesellschaft (Arm und Reich) reduziert, der Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutz vorschreibt und dem Gemeinwohl dient, nicht der Profitgier als oberste Maxime. Nur wenn Fairness zwischen allen Bevölkerungsgruppen sowie die Grundrechte der Einzelnen gesichert sind und der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen gewährleistet ist, kann Gemeinwohl gelingen. Politische Entscheidungen sind daran auszurichten.
In einem gemeinsamen Prozess können wir einen neuen Gesellschaftsvertrag entwickeln. Um in die zukünftigen Debatten Ihre Ideen einbringen und an den zukünftigen Abstimmungen teilnehmen zu können, tragen Sie bitte sich beim Newsletter (https://gemeinwohllobby.de/newsletter ) ein.
Wenn wir nicht länger darauf warten wollen, dass eine neue Welt auf wunderbare Weise von selbst geschaffen wird: Packen WIR es an!
Mit herzlichen Grüßen
Marianne Grimmenstein