Anpassung des Elterngeldes für Mehrlingseltern

Das Problem

Ich bin Mutter von Zwillingen. Wie viele andere Mehrlingseltern habe ich erfahren müssen, dass das deutsche Elterngeldsystem Zwillings- und Mehrlingsfamilien finanziell klar benachteiligt.

Eltern von Zwillingen erhalten nur einmal Elterngeld, ergänzt durch den sogenannten Mehrlingsbonus von 300 Euro. Dieser Bonus deckt jedoch bei Weitem nicht die realen Mehrkosten, die mit zwei gleichzeitig geborenen Kindern entstehen. Windeln, Kleidung, Kinderwagen, Babyausstattung, Betreuung – all diese Kosten fallen zeitgleich doppelt an.

Rein wirtschaftlich betrachtet ist die Situation paradox:

Eltern, die zwei Kinder mit geringem Altersabstand nacheinander bekommen, erhalten zweimal volles Elterngeld und können ihre Kinder insgesamt bis zu 24 Monate finanziell abgesichert betreuen. Eltern von Mehrlingen hingegen erhalten nur einmal Elterngeld – obwohl sie von Beginn an zwei oder mehr Kinder versorgen müssen und ebenfalls zwei oder mehr Neugeborene in der sensibelsten Lebensphase begleiten.

Zwar ist es richtig, dass das Elterngeld den Verdienstausfall eines Elternteils ausgleichen soll. Doch genau hier entsteht ein strukturelles Ungleichgewicht:

Eltern von Zwillingen haben lediglich 12 (bei Partnermonaten 14) Monate, in denen Elterngeld gezahlt wird, um sich zwei Kindern gleichzeitig zu widmen. Eltern von zwei kurz hintereinander geborenen Kindern können dagegen 24 (bei Partnermonaten 28) Monate Elterngeld beziehen und diese Zeit jeweils intensiv mit ihren Kindern verbringen.

Es geht also nicht nur darum, mehr Geld im klassischen Sinne zu erhalten, sondern darum, Zwillings- und Mehrlingseltern die finanzielle Last zu nehmen, damit sie genauso viel Zeit mit ihren Kindern in der frühen Lebensphase verbringen können wie Eltern von Einlingen. Aktuell wird Mehrlingseltern genau diese Zeit verwehrt.

Dabei entstehen Zwillinge in den überwiegenden Fällen spontan und ungeplant. Eltern entscheiden sich nicht bewusst für diese Mehrbelastung. Ganz im Gegenteil: Viele Familien stehen nach der Nachricht „Mehrlinge“ vor enormen organisatorischen, emotionalen und finanziellen Herausforderungen.

Gerade in dieser ohnehin intensiven Lebensphase wäre eine stärkere staatliche Unterstützung dringend notwendig.

Ich fordere daher:

 • eine grundlegende Überarbeitung des Elterngeldes für Mehrlingseltern

 • eine faire zeitliche und finanzielle Gleichstellung mit Familien, die Kinder zeitnah nacheinander bekommen

 • eine Anpassung, die die tatsächliche Mehrbelastung von Zwillings- und Mehrlingsfamilien realistisch berücksichtigt

Familienpolitik sollte alle Familienformen gerecht behandeln. Zwillings- und Mehrlingseltern dürfen nicht länger strukturell benachteiligt werden.

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Julia SchmittPetitionsstarter*in

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Das Problem

Ich bin Mutter von Zwillingen. Wie viele andere Mehrlingseltern habe ich erfahren müssen, dass das deutsche Elterngeldsystem Zwillings- und Mehrlingsfamilien finanziell klar benachteiligt.

Eltern von Zwillingen erhalten nur einmal Elterngeld, ergänzt durch den sogenannten Mehrlingsbonus von 300 Euro. Dieser Bonus deckt jedoch bei Weitem nicht die realen Mehrkosten, die mit zwei gleichzeitig geborenen Kindern entstehen. Windeln, Kleidung, Kinderwagen, Babyausstattung, Betreuung – all diese Kosten fallen zeitgleich doppelt an.

Rein wirtschaftlich betrachtet ist die Situation paradox:

Eltern, die zwei Kinder mit geringem Altersabstand nacheinander bekommen, erhalten zweimal volles Elterngeld und können ihre Kinder insgesamt bis zu 24 Monate finanziell abgesichert betreuen. Eltern von Mehrlingen hingegen erhalten nur einmal Elterngeld – obwohl sie von Beginn an zwei oder mehr Kinder versorgen müssen und ebenfalls zwei oder mehr Neugeborene in der sensibelsten Lebensphase begleiten.

Zwar ist es richtig, dass das Elterngeld den Verdienstausfall eines Elternteils ausgleichen soll. Doch genau hier entsteht ein strukturelles Ungleichgewicht:

Eltern von Zwillingen haben lediglich 12 (bei Partnermonaten 14) Monate, in denen Elterngeld gezahlt wird, um sich zwei Kindern gleichzeitig zu widmen. Eltern von zwei kurz hintereinander geborenen Kindern können dagegen 24 (bei Partnermonaten 28) Monate Elterngeld beziehen und diese Zeit jeweils intensiv mit ihren Kindern verbringen.

Es geht also nicht nur darum, mehr Geld im klassischen Sinne zu erhalten, sondern darum, Zwillings- und Mehrlingseltern die finanzielle Last zu nehmen, damit sie genauso viel Zeit mit ihren Kindern in der frühen Lebensphase verbringen können wie Eltern von Einlingen. Aktuell wird Mehrlingseltern genau diese Zeit verwehrt.

Dabei entstehen Zwillinge in den überwiegenden Fällen spontan und ungeplant. Eltern entscheiden sich nicht bewusst für diese Mehrbelastung. Ganz im Gegenteil: Viele Familien stehen nach der Nachricht „Mehrlinge“ vor enormen organisatorischen, emotionalen und finanziellen Herausforderungen.

Gerade in dieser ohnehin intensiven Lebensphase wäre eine stärkere staatliche Unterstützung dringend notwendig.

Ich fordere daher:

 • eine grundlegende Überarbeitung des Elterngeldes für Mehrlingseltern

 • eine faire zeitliche und finanzielle Gleichstellung mit Familien, die Kinder zeitnah nacheinander bekommen

 • eine Anpassung, die die tatsächliche Mehrbelastung von Zwillings- und Mehrlingsfamilien realistisch berücksichtigt

Familienpolitik sollte alle Familienformen gerecht behandeln. Zwillings- und Mehrlingseltern dürfen nicht länger strukturell benachteiligt werden.

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Julia SchmittPetitionsstarter*in

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Petition am 3. Februar 2026 erstellt