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Petitioning President Barack Obama and 3 others

An die Regierungschefs von Deutschland, USA, Frankreich und England: Zivile Lösungen für die Konflikte in Syrien! Kein Militäreinsatz!

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Zivile Lösungen für die Konflikte in Syrien! Kein Militäreinsatz!

UK-ENGLISH VERSION   US-ENGLISH VERSION    VERSION FRANÇAISE

Sehr geehrte Frau Merkel, sehr geehrter Herr Cameron,
sehr geehrter Herr Obama, sehr geehrter Herr Hollande,

in Syrien wurden viele Menschen durch Giftgas getötet – durch wen auch immer. Wir teilen Ihre Empörung und Sorge darüber. Syrische Kinder, Frauen und Männer haben im Übermaß gelitten. Jetzt werden darüber hinaus noch militärische Zerstörungsaktionen von außen durch offizielle Streitkräfte angedroht. Dabei wissen Sie wie wir alle: Eine solche Internationalisierung des Krieges würde

- keinem einzigen Menschen das Leben retten,
- weitere Menschen töten oder verletzen und
- die Gefahr einer unkontrollierbaren Eskalation mit sich bringen.

Ohne Mandat des Weltsicherheitsrates würden Sie außerdem – wie die Giftgas-Verantwortlichen – gegen das Völkerrecht verstoßen. Und Sie würden wahrscheinlich mehr Menschen töten, als durch das Gas gestorben sind.

Deshalb: Kriegsverbrechen nicht mit Krieg bekämpfen!

Mit einem Militäreinsatz von außen würde der syrische Bürgerkrieg noch stärker internationalisiert werden als bisher schon. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde das im weiteren Kriegsverlauf Nachbarstaaten oder auch Russland und andere Länder mit ihren unterschiedlichen Interessen auf den Plan rufen. Es wäre unverantwortlich, den Bürgerkrieg zu einem zwischenstaatlichen Krieg mit – wahrscheinlich über Syrien hinausgreifenden – unabsehbaren Zerstörungen zu eskalieren. Kein vernünftiger Mensch kann das wollen.

Verantwortungsvolle Politik erfordert nüchterne Folgen-Abschätzung des eigenen Handelns.

Beenden Sie die Kriegsrhetorik und -pläne! Bemühen Sie sich stattdessen mit politischem Nachdruck auf diplomatischem Weg, auf UNO-Ebene und gemeinsam mit den Konfliktbeteiligten zu einer Friedensregelung zu gelangen, die auf Verständigung beruht!

Haben Sie den Mut zu friedlichen Lösungen!

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Bitte unterschreiben Sie rechts auf dieser Webseite! Dadurch bekommen Frau Merkel, Herr Hollande, Herr Cameron und Herr Obama sofort eine E-Mail mit diesem Brief (offizielle Anrede).

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Ausführliche Stellungnahme des Bundes für Soziale Verteidigung (27. August 2013): http://www.soziale-verteidigung.de/fileadmin/dokumente/militaerkritik/BSV-Syrien20130827.pdf
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Hier die Liste der ErstunterzeichnerInnen:

Arnold, Dr. Martin, Essen, Friedensforscher

Ahlborn, Birgit, Wiesen, Mitglied des Vorstands des Internationalen Versöhnungsbundes - deutscher Zweig

Ammon, Inge, Lehrerin i.R., Fürstenfeldbruck

Bachman, Eric L., USA, Nonviolence Trainer

Beck, Detlef, Köln / Buxton, Derbyshire, England

Berger, Almuth, Berlin

Besemer, Christoph, Freiburg, Werkstatt für gewaltfreie Aktion Baden

Beyer, Wolfram, Berlin, Vorsitzender der Internationale der Kriegsdienstgegner/innen e.V., IDK

Birckenbach, Prof. Dr. Hanne-Margret, Gießen

Birk, Jan, Gründungsmitglied CPTI, IG BAU Bezirksvorstand BV Schleswig-Holstein Nord, Personalratsvorsitzender Stadt Preetz, Vorstand AktivRegion Schwentine Holsteinische Schweiz

Blödow, Klaus, Medienassistent, Münster

Borst, Konrad, Reutlingen, Übersetzer

Brandhorst, Albert, Essen

Bregenzer, Martin, Pfarrer i.R. und Dorothea Bregenzer, Tübingen

Bühler, Thomas, Künzelsau

Buro, Prof. Dr. Andreas, Grävenwiesbach, Friedenspolitischer Sprecher des Komitees für Grundrechte und Demokratie

Buscher, Dr. Marduk, Baden-Baden, Medien-Unternehmer

Busemann, Irmgard, Frauen in Schwarz, Hamburg

Deibert, Kerstin, Heidelberg, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden

Drücke, Dr. Bernd, Münster, Graswurzelrevolution-Koordinationsredakteur

Duchrow, Prof. Dr. Ulrich, Kairos Europa

Ebert, Prof. Dr. Theodor, Politikwissenschaftler

Eisfeld, Mechtild, Freiburg, Projekt Mediation

Engelke, Pfarrer Dr. Matthias-W., Nettetal-Lobberich, Vorsitzender des Internationalen Versöhnungsbundes/deutscher Zweig

Enns, Prof. Dr. Fernando , Professor für Theologie und Ethik an der Vrije Universiteit Amsterdam und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland

Firgau, Martin, Münster

Freimark, Gisela und Hans-Peter, Dokumentationszentrum Perleberg

Fuchs, Prof. Dr. Albert, Meckenheim

Gebert, Pfr. i.R. Werner, Ofterdingen, PLÄDOYER-Geschäftsführer

Geisler, Bernd, Riedlingen

Gnass, Annett, Freiburg, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden

Gockel, Ingrid und Klaus, Brüggen

Goss-Mayr, Dr. Hildegard, Wien

Grützmacher, Pfarrer Dirk, Künzelsau, Mitglied der Iona Community

Hahn, Karl-Dieter, Nürnberg

Harms, Dr. Volker, Tübingen, AOR a.D.

Heilmann, Friedrich, Erkner, Netzwerk Friedenssteuer e.V.

Held, Michael, Bad Hersfeld, Dipl.-Politologe, Mediator, Ko-Kreis des Oekumenischen Netzes in Deutschland

Hertle, Dr. Wolfgang, Hamburg

Hoffmann, Sonja, VS-Mühlhausen

Hotop, Reinhard, Schleusingen, Vorsitzender des Gemeindekirchenrats der Ev. Kirchengemeinde Schleusingen, Mitglied der Landessynode der EKM

Kaltenhäuser, Dieter und Elisabeth, Breisach

Klinghammer, Dr. Bernhard, Ronnenberg

Kraatz, Gottfried, Pfr. i.R., Blankenfelde

Kretschmer, Dr. Harald, Tübingen, Landessynodaler der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Kupffer, Helmut, Pfinztal

Lammers, Christiane, Köln

Laubenthal, Ulrike und Hans-Peter, Zempow

Lorenzen, Alexandra, New York

Lott, Christel, Köln

Lovrekovic, Davorka, Schöffengrund-Laufdorf

Luge, Bernd, Magdeburg, OFFENe HEIDe

Maaß, Stefan, Landau

Mahler, Mirjam, Geschäftsführerin des Internationalen Versöhnungsbundes - Deutscher Zweig

Malkus, Max, stud. iur., Münster

Matthews, Gordon, London, Member of the Religious Society of Friends (Quakers)

Menthel, Siegfried, Eichwalde

Meusel, Schorsch, Werdau, Ehrenvorsitzender Martin-Luther-King-Zentrum

Mortier, Hans Peter, Meckenheim, Infostelle für Friedensarbeit

Müller-Reiß, Brunhild, Vorstandsmitglied Friedensbüro Hannover e. V.

Müller-Schmitt, Richard, Verlagslektor

Neumann, Pfr. Andreas, Weimar

Ollendorf, Dipl.-Ing. Hans-Joachim, Brunkau

Paul, Hanno, Bünde

Preis, Dr. Klaus-Dieter, Gößweinstein

Pütter, Benjamin, Freiburg, Vorstandsmitglied Internationaler Versöhnungsbund - Deutscher Zweig und stellv. Vorsitzender XertifiX e.V.

Raiser, Prof. Dr. Konrad, Berlin, ehem. Generalsekretär des Weltkirchenrats

Rambow, Gerlinde und Martin, Weimar, Netzwerk Friedenssteuer e.V.

Ramelow, Bodo MdL, Erfurt, Fraktionsvorsitzender

Rinneberg, Dipl.-Ing. Christoph, Wembach, Initiative Ordensleute für den Frieden, Kairos-Palästina-Solidaritätsnetzwerk, Israel-Palästina-Solidaritätskreis

Rösch-Metzler, Wiltrud, pax christi-Vizepräsidentin

Rothe, Sigrid, psychologische Beraterin und Dr. Aribert Rothe, Pfarrer, Erfurt

Russmann, Paul, Sprecher ökumenische Aktion Ohne Rüstung Leben, Stuttgart

Schilling, Gertrud

Schlupp-Hauck, Wolfgang, Vorsitzender Friedenswerkstatt Mutlangen e.V.,

Schmid, Michael, Lebenshaus Schwäbische Alb, Gammertingen

Schmid, Hans-Jörg, Ökumenisches Netz Bayern

Schmidt, Ansgar, Münster

Schulte, Dagmar, Niederkassel-Mondorf

Schuster, Mag. Irene, Leonberg, Österreich

Schweitzer, Christine, Co-Geschäftsführerin Bund für Soziale Verteidigung

Sengewald, Barbara und Matthias, Erfurt, Betriebswirtin/ Diakon

Shand, Camilla, attendee - Religious Society of Friends (Quakers) in Britain

Steinbicker, Otmar, Aachener Friedensmagazin aixpaix.de

Stelzmann, Birgit, Hannover

Sternstein, Dr. Wolfgang, Stuttgart, Friedens- und Konfliktforscher

Steuer-Winkler, Dres. Ursula und Wolfgang Steuer, Trossingen

Stötzner, Pastorin Brunhilde, Mühlberg / Thüringen

Strutynski, Dr. Peter,  AG Friedensforschung, Kassel; Bundesausschuss Friedensratschlag

Thiel, Sonnhild und Ulli, Karlsruhe, Sprecher/in der-VK Gruppe Karlsruhe)

Thoma, Rolf Dietrich, Pfr.i.R, Vorsitzender der Evangelischen Forums Berlin-Brandenburg, LV der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland

Tombs, Chris, Chipping Campden, UK

Trautvetter, Bernhard, Essen

Vogler, Kathrin, MdB, Emsdetten

Vogt, Roland, Bad Dürkheim, Friedensarbeiter

Vollmer, Dr. Jochen, Reutlingen

von Bieberstein, Juliane, IVB, Mannheim

von Bose, Henry, Kirchenrat i.R., Tübingen

von der Recke, Ernst und Marie-Noëlle, Schöffengrund, Mitglieder des Laurentiuskonvents

Waiditschka, Klaus, Fürstenwalde

Weber, Pastorin i.R. Gudrun, Eisenach

Wellmann, Dr. Christian, Hamburg

Winkelmann, Bernd, Pfarrer i. R., Kirchohmfeld, Mitglied des Leitungsteams Akademie Solidarische Ökonomie und der Initiative „anders Wachsen – Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum“

Wolf, Mechthild und Bernhard, Niederorschel

Letter to
President Barack Obama
Prime Minister of the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland David Cameron
Président de la République française François Hollande
and 1 other
Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Angela Merkel
Zivile Lösungen für die Konflikte in Syrien! Kein Militäreinsatz!

Sehr geehrte Frau Merkel, sehr geehrter Herr Cameron,
sehr geehrter Herr Obama, sehr geehrter Herr Hollande,

in Syrien wurden viele Menschen durch Giftgas getötet – durch wen auch immer. Wir teilen Ihre Empörung und Sorge darüber. Syrische Kinder, Frauen und Männer haben im Übermaß gelitten. Jetzt werden darüber hinaus noch militärische Zerstörungsaktionen von außen durch offizielle Streitkräfte angedroht. Dabei wissen Sie wie wir alle: Eine solche Internationalisierung des Krieges würde
-keinem einzigen Menschen das Leben retten,
-weitere Menschen töten oder verletzen und
-die Gefahr einer unkontrollierbaren Eskalation mit sich bringen.

Ohne Mandat des Weltsicherheitsrates würden Sie außerdem – wie die Giftgas-Verantwortlichen – gegen das Völkerrecht verstoßen. Und Sie würden wahrscheinlich mehr Menschen töten, als durch das Gas gestorben sind.

Deshalb: Kriegsverbrechen nicht mit Krieg bekämpfen!

Mit einem Militäreinsatz von außen würde der syrische Bürgerkrieg noch stärker internationalisiert werden als bisher schon. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde das im weiteren Kriegsverlauf Nachbarstaaten oder auch Russland und andere Länder mit ihren unterschiedlichen Interessen auf den Plan rufen. Es wäre unverantwortlich, den Bürgerkrieg zu einem zwischenstaatlichen Krieg mit – wahrscheinlich über Syrien hinausgreifenden – unabsehbaren Zerstörungen zu eskalieren. Kein vernünftiger Mensch kann das wollen.

Verantwortungsvolle Politik erfordert nüchterne Folgen-Abschätzung des eigenen Handelns.

Beenden Sie die Kriegsrhetorik und -pläne! Bemühen Sie sich stattdessen mit politischem Nachdruck auf diplomatischem Weg, auf UNO-Ebene und gemeinsam mit den Konfliktbeteiligten zu einer Friedensregelung zu gelangen, die auf Verständigung beruht!

Haben Sie den Mut zu friedlichen Lösungen!

Ich unterstütze den Appell „Zivile Lösungen für die Konflikte in Syrien! Kein Militärschlag!“

ENGLISH VERSION

Political Solutions for the Conflict in Syria! No Military Intervention!

Dear Mr. Obama, dear Mr. Cameron, dear Mr. Hollande, dear Mrs. Merkel,
Many people in Syria have been killed by poison gas – it makes no difference by whom. We share your outrage and concern. Syrian children, women and men have suffered excessively. But now external armed forces are threatening destructive military action. We all know that such an internationalization of the war would:
 kill or wound more people,
 not save the life of a single person, and
 carry the danger of uncontrollable escalation.

Without the mandate of the UN Security Council, you would also be in violation of international law – just like the parties that are responsible for the poison gas attacks. And you would probably kill more people than the chemical weapons have done.

Therefore: Do not fight war crimes with war!!

If external military intervention is applied, the Syrian civil war would be even further internationalized. It is highly probable that during the course of the war, neighboring countries, Russia, and other nations with their varying interests would be drawn into the arena. It would be irresponsible to escalate the civil war to a war between nations with unforeseeable destruction that would probably spread beyond Syria. No reasonable person could want this.

Responsible politics call for a level-headed evaluation of the consequences of one’s actions.

End the war rhetoric! Stop planning a military intervention! Instead, strive to use political strength and diplomatic means at UN level, and together with the conflicting parties try to achieve a peace settlement based on communication.

Have the courage to seek peaceful solutions!

I support the appeal "Civil Solutions to the Conflict in Syria! No Military Intervention!"

VERSION FRANÇAISE

Pour des solutions civiles au conflit syrien ! Pas d'intervention militaire !

Monsieur le Président Hollande, Monsieur le Premier Ministre Cameron,
Monsieur le Président Obama, Madame la Chancelière Merkel,

Quels que soient les auteurs de ce crime, de nombreuses personnes ont été tuées en Syrie au moyen de gaz toxique. Nous partageons votre indignation et votre souci à ce sujet. Les enfants, les femmes et les hommes syriens ont trop souffert. Voilà qu'en plus des armées officielles se préparent à des frappes militaires depuis l'extérieur du pays. Or nous savons tous qu'une telle internationalisation du conflit
- ne peut sauver la vie d'aucune personne,
- allongera la liste des morts et des blessés et
- présente le danger d'une escalade incontrôlable

Sans mandat du Conseil de Sécurité, vous enfreindriez - comme les responsables des attaques chimiques - le droit international. Et vous provoqueriez la mort de personnes plus nombreuses que celles qui ont été tués lors de l'attaque chimique.

C'est pourquoi : Ne ripostez pas aux crimes de guerre par la guerre !

Une intervention militaire menée de l'extérieur conduirait à internationaliser la guerre civile encore plus qu'elle ne l'est déjà. Il est très probable que, dans la suite du déroulement de la guerre, elle provoquerait l'implication des Etats voisins, de la Russie ou encore d'autres pays, avec leurs intérêts propres. Il serait irresponsable de favoriser l'escalade de la guerre civile en une guerre entre Etats qui provoquerait des destructions incalculables dépassant probablement les frontières de la Syrie. Aucune personne de bon sens ne peut souhaiter cela.

Une politique responsable requiert que l'on calcule lucidement les conséquences de ses propres actions.

Mettez fin à la rhétorique de la guerre et à sa préparation !

Faites au contraire tous les efforts politiques nécessaires au niveau diplomatique dans le cadre de l'ONU pour aboutir avec les partis en conflit à un règlement de paix reposant sur des négociations !

Ayez le courage de chercher des solutions pacifiques !

Je soutiens l'appel «Pour des solutions civiles au conflit syrien! Pas d'intervention militaire!»