
Liebe UnterstützerINNEN,
was könnte uns Besseres passieren, als dass die USA nun fast 12.000 Soldaten aus Deutschland abziehen wollen! Statt uns darüber zu beklagen, sollten wir die Chance nutzen und Sicherheit und Verantwortung endlich anders, nämlich zivil, definieren.
Diesbezüglich habe ich wieder einen Offenen Brief losgeschickt. Schreiben Sie ebenfalls?
Mit liebem Gruß
Ursula Mathern
Hier mein Offener Brief:
An
die Bundesverteidigungsministerin
Frau Annegret Kramp-Karrenbauer
kah@cdu.de
den Bundesaußenminister
Herrn Heiko Maas
Heiko.Maas@bundestag.de
die Bundeskanzlerin
Frau Dr. Angela Merkel
Angela.Merkel@bundestag.de,
internetpost@bundesregierung.de gelesen
den Bundesfinanzminister
Herrn Olaf Scholz
Poststelle@bmf.bund.de
den Bundeswirtschaftsminister
Herrn Peter Altmeier
peter.altmaier@bundestag.de
den Bundesinnenminister
Herrn Horst Seehofer
poststelle@bmi.bund.de;
die Bundesjustizministerin
Frau Christine Lambrecht
christine.lambrecht@bundestag.de
den Bundesarbeitsminister
Herrn Hubertus Heil
hubertus.heil@bundestag.de
die Bundesfamilienministerin
Frau Dr. Franziska Giffey
mb@bmfsfj.bund.de
den Bundesverkehrsminister
Herrn Andreas Scheuer
andreas.scheuer@bundestag.de
die Bundeslandwirtschaftsministerin
Frau Julia Klöckner
info@cdurlp.de
den Bundesgesundheitsminister
Herrn Jens Spahn
jens.spahn@bundestag.de
die Bundesumweltministerin
Frau Svenja Schulze
buero@spd-muenster.de
die Bundesbildungsministerin
Frau Anja Karliczek
anja.karliczek@bundestag.de
den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit
Herrn Dr. Gerd Müller
gerd.mueller@bundestag.de
den Bundesminister für besondere Aufgaben
Herrn Prof. Dr. Helge Braun
helge.braun@bundestag.de
den Bundespräsidenten
Herrn Frank Walter Steinmeier
bundespraesidialamt@bpra.bund.de
Offener Brief: USA wollen fast 12.000 Soldaten aus Deutschland abziehen
Sehr geehrte Frau Kramp-Karrenbauer, sehr geehrter Herr Maas, sehr geehrte Damen und Herren,
glaubt man den Medien, dann scheinen der angekündigte Abzug von fast 12.000 US-Soldaten wie auch die Verlagerung zweier wichtiger Kommandozentralen (Stuttgart-Vaihingen und Spangdahlem) sowohl Sie als auch die betroffenen Standorte hart zu treffen. Sie fürchten Einflussverluste, die Regionen wirtschaftliche Einbußen, während US-Präsident Trump die Maßnahme als Strafe für säumiges Zahlen deutet. Deutschland schulde der NATO Abermilliarden an Dollar.
Wenngleich jahreszeitlich unpassend, kam mir dazu das „Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage!“ aus Bachs Weihnachtsoratorium in den Sinn. Am Besten ziehen sie alle ab, samt ihrer Relaisstation in Ramstein und nehmen ihre 20 Atombomben auch noch gleich mit. Jawohl! Eröffnet sich damit doch d i e G e l e g e n h e i t, hierzulande ein neues und besseres Kapitel Geschichte zu beginnen und S i c h e r h e i t und V e r a n t w o r t u n g endlich z i v i l zu denken statt sie, wie seit Jahren, nur noch und permanent mit Militär in Verbindung zu bringen.
Nicht nur waren die meisten Militärinterventionen der USA der letzten Jahrzehnte, an denen Deutschland sich eifrig beteiligt hat, völkerrechtswidrig. Das angegebene Ziel, die Welt sicherer zu machen, wurde nirgends erreicht. Im Gegenteil! Ganze Regionen wurden ins Chaos gestürzt, zerstört. Unendlich viel menschliches Leid und nicht zuletzt millionenfaches Flüchtlingselend waren die Folge! Die Verantwortung dafür zu übernehmen, was das Mindeste wäre, lehnen Sie ab.
Wann, wenn nicht jetzt bietet sich die Chance, aus diesen selbst gemachten Katastrophen auszusteigen!
Mit Militär und Kriegen lässt sich kein einziges Problem lösen. Das hat die Erfahrung gezeigt. Wollen wir den globalen Herausforderungen, wie insbesondere dem Klimawandel, überhaupt noch mit etwas Aussicht auf Erfolg begegnen, dann gilt es, das Ruder j e t z t herumzureißen.
Die Evangelische Landeskirche in Baden hat in Kooperation mit VertreterINNEN verschiedener bundesweiter Friedensorganisationen ein Szenario für eine mögliche zivile Sicherheitspolitik entwickelt und schreibt dazu: „Das Szenario lädt dazu ein, eine Zukunft zu denken, in der wir pro Jahr 80 Mrd. Euro in die zivile Krisenprävention anstatt in die Bundeswehr investieren. Grundlage sind bereits erprobte und realisierte Instrumente ziviler Prävention, gerechtes Wirtschaften, die Förderung nachhaltiger Entwicklung im Nahen Osten und Afrika sowie eine Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaft mit Russland bzw. der Eurasischen Wirtschaftsunion“.
Die fünf Säulen, auf denen dieses Konzept beruht, lauten:
I Gerechte Außenbeziehungen
II Nachhaltige Entwicklung der EU-Anrainerstaaten
III Teilhabe an der internationalen Sicherheitsarchitektur
IV Resiliente Demokratie
V Konversion der Bundeswehr und der Rüstungsindustrie
(s. https://www.ekiba.de/html/content/das_szenario.html
Ich finde, nach all den Skandalen und kriminellen Machenschaften, die diese Regierung sich bereits geleistet hat, können Sie eine kräftige Imageverbesserung gut gebrauchen.
Also:
- Setzen Sie sich mit diesem oder ähnlichen Entwürfen auseinander!
- Nutzen Sie die derzeitige Präsidentschaft im Rat der EU wie auch den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat, um für eine z i v i l e S i c h e r h e i t s a r c h i t e k t u r zu w e r b e n.
Sie können damit nur an Ansehen gewinnen.
Mit freundlichem Gruß
Ursula