Petition updateRÜSTUNSKONZERNE MÜSSEN FÜR FLÜCHTLINGE ZAHLENKriege und Militarismus Thema beim UN-Gipfel?
Ursula MathernMerxheim, Germany
Sep 23, 2019

Liebe UnterstützerINNEN,

erst jetzt wurde ich darauf aufmerksam, dass Kriege und Militarismus überhaupt sowohl aus dem Kyoto Protokoll und den anderen UN-Klimadokumenten einschließlich der Charta von Paris auf Druck der NATO-Staaten bewusst  ausgeklammert  wurden.

s. u. a. https://www.isw-muenchen.de/2019/07/militaer-und-krieg-als-klimakiller-nummer-eins/

In dem Beitrag von Walter Listl heißt es u. a.

„Militär und Klima

Ein wenig beachteter Zusammenhang in der aktuellen Debatte um Klimaschutz ist die Bedeutung von Militär und Kriegseinsätzen, von deren Folgen für das Klima, und den folgenden Klimakriegen. Weil wir den Weg der Klimazerstörung weiterverfolgen, bekommen wir schon heute militärische Antworten auf den Klimawandel: Militärische Abschottung (zunächst noch) sicherer Zufluchtsorte, also militärische Abwehr der zu erwartenden Flüchtlingsströme, Kriege um Wasser und Rohstoffe, um strategische Positionen, oder um die Sicherung von Handelswegen.

Das untersucht Markus Pflüger in einem IMI-Standpunkt. Darin heißt es, die Armeen weltweit verursachen enorme Mengen an klimaschädlichen Emissionen, indem sie mit Rüstungsproduktion und Rüstungsexport Kriege vorbereiten, bei Manövern und schließlich im Einsatz selbst, aber auch bei anschließenden Besatzungen. Krieg und Militär gehören zu den größten Verbrauchern von Energie und anderen Ressourcen und verschlingen weltweit 1,8 Billionen Dollar an Rüstungsausgaben.

So ist der Treibstoff-Verbrauch beispielsweise von Kriegsflugzeugen und Kriegsschiffen enorm, entsprechend hoch sind auch die Emissionen. Ein Eurofighter verbraucht ca. 70-100 Liter Kerosin pro Minute. Allein auf der Base Ramstein finden jährlich 30.000 Starts und Landungen statt. Dabei werden 1,35 Milliarden m³ klimaschädliche Abgase freigesetzt. Der fliegende Großraumtransporter Galaxy verbraucht bei einem Start 3.500 Liter Treibstoff“…. (Die gesamte Lektüre lohnt sich!)

Mir fehlen die Worte für diese Ungeheuerlichkeit angesichts einer Welt, die vor dem Abgrund steht!

Ich befürchte nun, dass die Jugendlichen auf dem Gipfel instrumentalisiert werden. Sie dürfen ein paar harmlosere Sachen sagen. Es wird Zuhören simuliert. Und nach dem Gipfel ist der Hype, besonders in den Medien, vorbei.

Als Geste der Verachtung empfinde ich auch, dass 5 MinisterINNEN mit 4 Flugzeugen in die USA fliegen. Deutlicher könnten sie nicht demonstrieren, dass unser aller Zukunft wie auch die des Planeten sie einen feuchten Kehricht interessiert.

Das dürfen wir uns einfach nicht gefallen lassen!

Mit liebem Gruß

Ursula Mathern

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