Petition updateRÜSTUNSKONZERNE MÜSSEN FÜR FLÜCHTLINGE ZAHLENDeutsche Soldaten gehen am Bundestag vorbei in Afrika in Einsatz
Ursula MathernMerxheim, Germany
27 May 2019

Liebe UnterstützerINNEN,

ich halte diese Geschichte für  ebenso grundsätzlich wie skandalös, dass ich mal wieder einen Offenen Brief an die Bundesregierung (s. u.) geschrieben habe, auch wenn der Vorfall bereits ein paar Tage zurückliegt.

Ich finde, solche Entsendungen sind - wenn überhaupt, dann - ohne Bundestagsbeschluss nicht zu tolerieren, und bitte Sie darum, ebenfalls zu schreiben.

Mit liebem Gruß

Ursula Mathern

Quelle: https://www.imi-online.de/2019/05/16/deutsche-soldaten-gehen-am-bundestag-vorbei-in-afrika-in-einsatz/

 

Hier mein Brief :

An

die Bundeskanzlerin

Frau Dr. Angela Merkel

Angela.Merkel@bundestag.de,

internetpost@bundesregierung.de

 

den Bundesfinanzminister

Herrn Olaf Scholz

olaf.scholz@spd.de

 

den Bundesaußenminister

Herrn Heiko Maas

Heiko.Maas@bundestag.de

 

den Bundeswirtschaftsminister

Herrn Peter Altmeier

peter.altmaier@bundestag.de

 

den Bundesinnenminister

Herrn Horst Seehofer

csu@edelweiss72.de 

 

die Bundesjustizministerin

Frau Katarina Barley

katarina.barley@bundestag.de

 

den Bundesarbeitsminister

Herrn Hubertus Heil

hubertus.heil@bundestag.de

 

die Bundesfamilienministerin

Frau Dr. Franziska Giffey

mb@bmfsfj.bund.de

 

den Bundesverkehrsminister

Herrn Andreas Scheuer

andreas.scheuer@bundestag.de

 

die Bundeslandwirtschaftsministerin

Frau Julia Klöckner

info@cdurlp.de

 

die Bundesverteidigungsministerin

Frau Ursula von der Leyen

ursula.vonderleyen@bundestag.de

 

den Bundesgesundheitsminister

Herrn Jens Spahn

jens.spahn@bundestag.de

 

die Bundesumweltministerin

Frau Svenja Schulze

buero@spd-muenster.de

 

die Bundesbildungsministerin

Frau Anja Karliczek

info@anja-karlizek.de

 

den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Herrn Dr. Gerd Müller

gerd.mueller@bundestag.de

 

den Bundesminister für besondere Aufgaben

Herrn Prof. Dr. Helge Braun

helge.braun@bundestag.de

 

den Bundespräsidenten

Herrn Frank Walter Steinmeier

bundespraesidialamt@bpra.bund.de

 

 

Deutsche Soldaten gehen am Bundestag vorbei in Afrika in Einsatz

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) unter Berufung auf Kreise des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages berichteten, tagte dieser Ausschuss am 08.05.2019 in geheimer Sitzung mit dem Ergebnis, dass in Niger, Kamerun und Tunesien jeweils bis zu zwei Dutzend deutsche Soldaten ohne Parlamentsbeschluss aktiv sind. Dabei soll es sich auch um Spezialeinheiten handeln.

Verfassungskonform hingegen sind jedenfalls Bundeswehr-Kampfeinsätze nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 12.07.1994 nur nach vorheriger Zustimmung des Bundestages.

Zwar geht es nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums in Niger seit dem 31.05.2018 um eine Ausbildungsunterstützung. Eine Einbeziehung in bewaffnete Unternehmen im Sinne des Parlamentsbeteiligungsgesetzes erfolge nicht und werde auch nicht erwartet.

Allerdings wird diese Behauptung durch einen Beitrag der ZEIT vom 04.05.2019 Lügen gestraft. Darin ist von Gefahren die Rede, die Niger von allen Seiten drohen. „Ein deutscher Terrorexperte, (…)zeigt Merkel (bei ihrem Besuch in Niger) eine Landkarte. Darauf sind die Terrorgruppen verzeichnet, die Niger zu infiltrieren versuchen. Von Südosten rücken die Terrortruppen von Boko Haram vor. Von Westen her Milizen wie der "Islamische Staat in der Großsahara". Und auch im Norden (…) versuchen sich Terroristen breitzumachen und die Bevölkerung auf ihre Seite zu ziehen“.

Bezüglich Kamerun schrieb die Schweizerische Depeschenagentur (sda) aus dem geheimen Einsatzgebiet deutscher Soldaten in Kamerun am 19. April 2019: es „griffen Kämpfer der Islamisten-Gruppe in der Nacht zum Freitag ein Dorf in der Region Tschakamari im Norden des Landes an und setzten Hütten in Brand. Die Opfer verbrannten im Schlaf. Boko Haram (deutsch: westliche Bildung verboten) kämpft seit Jahren gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Bei Angriffen der Gruppe wurden bereits mehr als 27.000 Menschen getötet, 1,8 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Inzwischen ist der Konflikt auch auf Nigerias Nachbarländer Niger, Tschad und Kamerun übergegriffen.“

Dass es sich bei den Bundeswehreinsätzen in Niger und Kamerun – darunter Spezialkräfte -  um Ausbildungsunterstützung handeln soll, erscheint angesichts solcher Auseinandersetzungen in höchstem Maße unglaubwürdig.  

Deshalb fordere ich:

Schluss mit geheim tagenden Ausschüssen! Keine Bundeswehreinsätze außerhalb des NATO-Gebiets und Europas mehr ohne demokratische Kontrolle!  

xxxxxxx

 

Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X